Manjaro Linux

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Manjaro Linux
Logo
Bildschirmfoto
2014-02-13-manjaro-0.8.8.png
Manjaro Linux 0.8.8 Xfce
Basisdaten
Entwickler Roland Singer, Guillaume Benoit, Philip Müller u. a.
Sprache(n) mehrsprachig, u.a. (teilweise) Deutsch
Erscheinungsdatum Rolling Release
Aktuelle Version 0.8.10
(10. Juni 2014)[1]
Abstammung GNU/Linux
↳ Arch Linux
↳ Manjaro
Kernel Monolithischer Kernel
Architekturen i686, AMD64
Installations­medium CD / DVD
Lizenz GPL und andere Lizenzen
Sonstiges Arbeitsumgebung: Xfce, OpenBox, Cinnamon/Gnome und andere
Paketsystem: Pacman
Website manjaro.org
Kompatibilität Linux, POSIX

Manjaro [manʃɑːro] ist eine auf Arch Linux basierende Linux-Distribution, die in Deutschland, Frankreich und Österreich entwickelt wird. Es ist in erster Linie ein freies Betriebssystem für Personal Computer welches auf Benutzerfreundlichkeit ausgerichtet ist. Wie seine Basis, Arch Linux, nutzt es ein Rolling-Release-Modell.

Besonderheiten[Bearbeiten]

Mit eigenem Installationsprogramm[2] und einem grafischen Frontend zur Paketverwaltung richtet es sich sowohl an Anfänger als auch fortgeschrittene Benutzer.[Anmerkung 1][3][4][5]

Die Entwickler bieten verschiedene Editionen an, welche sich durch die installierte Arbeitsumgebung und dazugehörige Programme unterscheiden. Als Standard-Oberflächen werden Xfce, Openbox, KDE oder die minimale Net-Edition (ohne vorinstalliertem Display-Manager) bereitgestellt, jedoch stehen als Projekte der Manjaro-Benutzer auch Editionen mit Cinnamon, Gnome, Enlightenment, LXDE, MATE in teilweise älterer Versionsangabe der Installer CD zum Download zur Verfügung. Manjaro Linux verwendet eigene Paket-Repositories, die dazu dienen, stabile Snapshots der Arch-Linux-Repositories anzubieten. Dadurch ist Manjaro nicht ganz so aktuell wie Arch Linux.[6]

Das Installationsprogramm Thus bietet sowohl automatische als auch manuelle Festplattenpartitionierung, sowie eine Hardwareerkennung, z. B. für Grafikkarten, und kann benötigte Treiber automatisch installieren.[7] Ein installiertes Manjaro Linux wird über Rolling-Releases allein mit dem Paketmanager ohne Neuinstallation oder Systemupgrade aktuell gehalten.[Anmerkung 2] Manjaro bietet mit Octopi (Openbox)[8] und Pamac (Xfce)[9] eigene Frontends für den Arch-Linux-Paketmanager Pacman; mit dem Tool Yaourt können Pakete aus dem Arch User Repository (AUR) installiert werden.[10]

Für den init-Prozess der Systeminitialisierung des Betriebssystems wird das Programm systemd verwendet[11], was einen schnellen Rechnerhochlauf ermöglicht.

Verbreitung[Bearbeiten]

Für 2013 zählt SourceForge im Schnitt monatlich über fünfzigtausend Downloads der Release-Images.[12] Manjaro war auf den Coverdiscs der Ausgaben 167 und 172 der englischen Zeitschrift Linux Format enthalten.[13] Auf Distrowatch befindet sich Manjaro seit einem Jahr unter den zehn meist aufgerufenen Distributionsseiten.[14]

In einem Blogeintrag[15] kritisiert Keith Curtis, dass für geringe Änderungen am Code die Arch-Repositories dupliziert werden und schlägt vor, den Nutzern solle ermöglicht werden, die Arch-Repositories zu nutzen, um einen Lock-in-Effekt zu vermeiden. Ebenso könnten die eigenen Wikiseiten im Arch-Wiki Platz finden.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Manjaro Linux – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Philip Müller: Manjaro 0.8.9 hit our Servers. manjaro.org, 23. Februar 2014, abgerufen am 26. Februar 2014 (englisch).
  2. Thomas Drilling: Manjaro Linux 0.8.5 mit grafischem Installer www.pro-linux.de-Internetportal, 16. April 2013
  3. Manjaro Linux mit Openbox-Desktop. heise.de, 15. Januar 2013, abgerufen am 30. November 2013.
  4. Selena Frye: Arch-based Manjaro Linux touts user-friendliness TechRepublic online, 15. Mai 2013 (englisch)
  5. Everyday Linux User Review of Manjaro Linux www.everydaylinuxuser.com-Internetportal, Januar 2013 (englisch)
  6. Manjaro: About. manjaro.org, abgerufen am 17. November 2013.
  7. Arch-Linux-Variante Manjaro 0.8.8 veröffentlicht. heise.de, 25. November 2013, abgerufen am 30. November 2013.
  8. Liane M. Dubowy: Manjaro Linux Ascella: Arch Linux mit grafischen Tools www.heise.de-Internetportal, 26. August 2013
  9. Jim Lynch: Manjaro 0.8.5 Desktop Linux Reviews, 22. April 2013 (englisch)
  10. Neue Arch-Linux-Abkömmlinge In: c't - Magazin für Computertechnik, 20/2013, S. 52
  11. Karsten Günther: Kleine Tücken: Anwenderfreundliche Arch-Linux-Variante Manjaro. In: Linux User (ISSN 1615-4444) 14. Jg. (2013) H. 6, S. 8-9
  12. Download Statistics: release. sourceforge.net, abgerufen am 1. Dezember 2013.
  13. Ben Everard: Linuxformat.com. linuxformat.com, abgerufen am 2. Dezember 2013.
  14. DistroWatch.com: Put the fun back into computing. Use Linux, BSD. distrowatch.com, abgerufen am 30. November 2013.
  15. Keith Curtis: Manjaro, Arch, and Debian. keithcu.com, 8. Dezember 2013, abgerufen am 3. Januar 2014.

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Zitiert sei hier aus Manjaro Linux jetzt auch mit KDE und Gnome. heise.de, 4. September 2013, abgerufen am 30. November 2013: „Manjaro Linux senkt die Einstiegshürde für Arch Linux durch grafische Hilfsmittel und eine vorinstallierte grafische Oberfläche und macht so die Linux-Distribution breiteren Anwenderkreisen zugänglich.“
  2. Liane M. Dubowy. Kein Gramm zu viel. In c't - Magazin für Computertechnik, 24/2013, S. 168. Zitat: "Näher an Arch Linux [als Chakra Linux] sind Manjaro und Antergos, die ebenfalls einen Installationsassistenten, eine Desktop-Oberfläche und grafische Tools bereithalten, dabei aber dieselbe Paketbasis wie Arch Linux nutzen."