Marie-Louise von Franz

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Marie-Louise von Franz (* 4. Januar 1915 in München; † 17. Februar 1998 in Küsnacht bei Zürich) war eine Schweizer Altphilologin, Mitarbeiterin von C. G. Jung, praktizierende Psychotherapeutin sowie Dozentin und Lehranalytikerin am C.-G.-Jung-Institut Zürich. Bekannt ist sie für ihre tiefenpsychologischen Deutungen von Märchen und alchemistischen Texten.

Leben[Bearbeiten]

Marie-Louise von Franz wurde als Tochter eines österreichischen Oberst im Generalstab der österreichisch-ungarischen Armee in München geboren; sie lebte ab 1918 in der Schweiz, wo sie 1938 eingebürgert wurde.[1] Ihr Studium der Psychologie und klassischen Philologie an der Universität Zürich schloss sie mit ihrer Promotion über Die ästhetische Anschauung der Illiasscholien 1943 ab.

Zusammenarbeit mit C. G. Jung[Bearbeiten]

Ihre erste für sie tief beeindruckende Begegnung mit C. G. Jung hatte sie als Gymnasiastin, woraufhin sie anschließend seine Vorträge an der ETH Zürich besuchte.[2]

Im Jahr 1933 begann ihre lange Zusammenarbeit mit Carl Gustav Jung (bis zu dessen Tod im Jahr 1961), die besonders intensiv war auf dem Gebiet seiner Studien über Alchemie.[3] Sie übersetzte - und später kommentierte - für ihn Lateinische und griechische Texte. So ergänzte sie Jungs Alterswerk Mysterium Coniunctionis mit einer Interpretation der Aurora consurgens, eines christlich-alchemistischen Textes, die 1957 erschien. Die Erfahrung dessen, was C. G. Jung objektive Psyche oder kollektives Unbewusstes nannte, prägten ihr Leben und Werk ebenso wie ihre Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit dieser Psyche, welche dem Bewusstsein autonom gegenübersteht.[4]

Arbeit als Analytikerin[Bearbeiten]

In ihrer psychotherapeutischen Praxis in Küsnacht deutete sie über 60'000 Träume[5] von Klienten und praktizierte bis zu ihrem Tod.

Während vieler Jahre war sie Dozentin und Lehranalytikerin am C. G. Jung Institut in Zürich und Ehrenpräsidentin des Forschungs- und Ausbildungszentrum für Tiefenpsychologie nach C. G. Jung und Marie-Louise von Franz.

1974 gründete sie zusammen mit einigen ihrer Schüler (René Malamud, Willi Obrist, Alfred Ribi, Paul Walder) die Stiftung für Jung'sche Psychologie. Diese hat die Unterstützung der Forschung und die Verbreitung der Erkenntnisse auf dem Gebiete der Jung'schen Tiefenpsychologie zum Ziel. Im stiftungseigenen Verlag erscheint die Zeitschrift Jungiana.

Freundschaften[Bearbeiten]

  • Mit dem Physiker und Nobelpreisträger Wolfgang Pauli: Von 1947 bis 1955 stand Marie-Louise von Franz im Austausch mit Wolfgang Pauli. Anfangs half sie ihm bei Übersetzungen der Texte von Johannes Kepler (1571-1630) und Robert Fludd (1574-1637). Marie-Louise von Franz und Wolfgang Pauli standen über viele Jahre in intensivem wissenschaftlichen Austausch zu Fragen der Beziehungen von Physik und Tiefenpsychologie, Zahl und Archetyp, aber auch über Paulis Träume und Aktive Imaginationen, die er von Franz, die zeitweise seine Analytikerin war,[6] mitteilte. Die Beziehung zwischen beiden dauerte bis 1955; sie war wohl nicht einfach, jedoch platonischer Natur. Von ihrem Briefwechsel sind nur die Briefe von Pauli an von Franz erhalten. Paulis Witwe France vernichtete die Briefe von Marie-Louise von Franz nach Paulis Tot.[7]
  • Mit der Analytikerin Barbara Hannah: Jung ermutigte Marie-Louise von Franz, mit ihrer Kollegin und Analytikerin Barbara Hannah zusammen zu leben. Über den Grund für ihr Zusammenleben sagte C.G. Jung, beide seien vor allem an Analysen interessiert und Analytiker sollten nicht alleine leben.[8] Die beiden Frauen pflegten eine lebenslange Freundschaft.

Leistungen[Bearbeiten]

In ihrer Arbeit lassen sich vier Schwerpunkte erkennen:

  • Thema Alchemie: Sie editierte, übersetzte und kommentierte das dem Thomas von Aquin zugeschriebene alchemistische Traktat Aurora Consurgens, das als dritter Band von C. G. Jungs Mysterium Coniunctionis 1957 erschienen ist. Gegen Ende ihres Lebens kommentierte sie das Hal ar-Rumuz (Buch der Erklärung der Symbole) des arabischen Alchemisten Muḥammad Ibn Umail.[9]
  • Märchendeutungen. Die von Hedwig von Beit beauftragten Deutungen[10] in ihrer Symbolik des Märchens stammen von Marie-Louise von Franz[11] und entstanden im Zeitraum von 1938–48.[12] Aus diesem Fundus und ihrer weiteren Arbeit an Märchen entstanden eine ganze Reihe Publikationen über Märchen, wodurch sie auch einem grösseren Publikum bekannt geworden ist. Marie-Louise von Franzens Märchenpublikationen sind vorwiegend überarbeitete Vorlesungen. Themen sind z.B. das Problem des Bösen und die Wandlung in der Einstellung zum Archetyp des Weiblichen.[13]
  • Ab 1960 beschäftigte sich Marie-Louise von Franz, basierend auf C. G. Jungs Konzept der Synchronizität, mit der archetypischen Auffassung der natürlichen Zahlen. Damit versuchte sie sich dem hinter der Erscheinungen von Psyche und Materie liegenden Einheitsaspekt des Seins, dem Unus Mundus, zu nähern, worüber sie in ihrem Werk Zahl und Zeit[14] schreibt. Der Frage nach der Beziehung zwischen Psyche und Materie geht auch ihr Buch Spiegelungen der Seele. Projektion und innere Sammlung in der Psychologie C. G. Jungs nach.[15] Aufsätze zu diesem Thema aus der Zeit zwischen 1960-1986 sind im BuchPsyche und Materie gesammelt.[16] Darin befinden sich auch Aufsätze zum Prinzip der Synchronizität. Marie-Louise von Franz war die erste, die 1968 auf die Parallele zwischen der mathematischen Struktur der DNA und dem I Ging aufmerksam machte.[17]
  • Ihre psychotherapeutische Praxis als Erfahrungsgrundlage für Vorträge zu Problemen der praktischen Psychologie. Viele dieser Vorträge wurden in überarbeiteter Form an verschiedenen Orten publiziert.[18]

Werk[Bearbeiten]

Die Kompensation der Einseitigkeit des Christentums durch das kollektive Unbewusste war ein grundlegendes Thema in ihrem Werk.[19] Diese Fragestellung erörtere sie

  • in ihrer Analyse der Träume der Märtyrerin Perpetua[20]Darin zeigt sie, „wie sich das Werden des christlichen Glaubens, der Übergang von der Antike ins Christentum, in der Seele betroffener Menschen damals darstellte.“[21]
  • anhand der Gefäßsymbolik des Grals in den Gralslegenden (und seiner Gralsgestalt Merlin). [22]
  • in ihren Arbeiten zur Alchemie, speziell der Aurora Consurgens und dem Hal ar-Rumuz (Buch der Erklärung der Symbole) des arabischen Alchemisten Muḥammad Ibn_Umail.[23]
  • in den Visionen des Heiligen Nikolaus von Flüe. Diese weisen laut von Franz auf das Dunkle, Böse sowie die kosmische Natur als Teile eines ganzheitlichen Gottesbildes. Sie offenbarten "gewisse Grundtendenzen des kollektiven Unbewußten, welche das christliche religiöse Symbol weiterzuentwickeln streben" und zeigen "Orientierungpsunkte, die uns angeben ... wohin die unbewußte Psyche uns hinbringen will: nämlich zu tieferer Realisierung des Gegensatzproblems und dadurch zu größerer Gottesnähe und Gottesfurcht."[24]

Märchenverständnis[Bearbeiten]

Ihre Märcheninterpretationen[25] beruhen auf Jungs Ansicht, dass „das Märchen als ein spontanes, naives Produkt der Seele […] wohl nicht anders als das aussprechen [kann], was eben die Seele ist.[26] Marie-Louise von Franz verstand Märchen als durchschnittliche Bilder verschiedener Phasen der Erfahrung seelischer Wirklichkeit. Sie sind „der reinste und einfachste Ausdruck kollektiv unbewußter psychischer Prozesse. Die Bedeutung eines Textes ist in der Gesamtheit der Motive und dem spezifischen Verlauf der Handlung enthalten. Obschon jedes Märchen ein relativ geschlossenes System mit einer je wesentlichen psychologischen Bedeutung darstellt, umschreiben alle Märchen offenbar doch die gleiche unbekannte und nicht ausschöpfbare seelische Tatsache. Jung nennt diese das Selbst, welches die seelische Ganzheit eines Individuums wie paradoxerweise auch das regulierende Zentrum des kollektiven Unbewußten ist“.[27] Jeder im Märchen repräsentierte Archetyp repräsentiert zum einen bloß einen Aspekt des kollektiven Unbewussten. Zum anderen repräsentiert er jeweils auch stets das ganze kollektive Unbewusste.[28] Held und Heldin – die Identifikationsfiguren für die Zuhörer – repräsentieren die archetypische Grundlage des Ichkomplexes. Sie sind „wie ein Leitbild für das von der Instinktgrundlage oft abweichende individuelle Bewußtsein“. Zum einen lassen sie sich als Funktion des Selbst auffassen, sind aber zugleich auch Sinnbild für eine 'richtige' von der psychischen Ganzheit geforderte Ichhaltung.[29] G. Isler erläutert von Franzens Verständnis dessen: „Sowohl die Figur des Helden wie auch der ganze Verlauf der Märchenhandlung kompensieren die anfänglich ungenügende oder falsche Einstellung des Bewußtseins: Die anfängliche Not- oder Mangelsituation ist am Schluß des Märchens behoben, dieser weist meist eine 'ganzheitlichere' Struktur auf als der Anfang, was einer Erneuerung des nun herrschenden Bewußtseins (ausgedrückt z. B. durch den jungen König) entspricht, das nun 'richtiger' auf die psychische Ganzheit ausgerichtet ist.“ Märchen kompensieren einerseits das individuelle Bewusstsein, aber ebenso eine „ungenügende Einstellung des kollektiven Bewußtseins, welches im europäischen Kulturkreis vorwiegend durch das Christentum geprägt ist“.[30]

Schriften[Bearbeiten]

  • 1943 Die ästhetischen Anschauungen der Iliasscholien (im Codex Venetus und Townleianus). Abhandlung zur Erlangung der Doktorwürde der Philosophischen Fakultät I der Universität Zürich. Dietikon 1943.
  • 1951 Die Passio Perpetuae. Versuch einer psychologische Deutung. In: Carl Gustav Jung: Aion. Untersuchungen zur Symbolgeschichte. Zürich, S. 387–596. Aktuelle Ausgabe: Passio Perpetuae. Das Schicksal einer Frau zwischen 2 Gottesbildern. Daimon, Zürich 1982. ISBN 3-85630-011-2.
  • 1952 Hedwig von Beit u. Marie-Louise von Franz: Symbolik des Märchens Bd. I. Versuch einer Deutung. Bern. 2. verbesserte Auflage, 1960.
  • 1957 Aurora Consurgens. Ein dem Thomas von Aquin zugeschriebenes Dokument der alchemistischen Gegensatzproblematik. In: Carl Gustav Jung: Mysterium Coniunctionis. Vol. III, Zürich, Stuttgart. 2. Ausgabe in: Gesammelte Werke Bd. 14/III, Olten 1971.
  • 1959 Die Visionen des Niklaus von Flüe (= Studien aus dem C. G. Jung-Institut Zürich. Bd. IX). Stuttgart/ Zürich. Spätere Ausgaben: Daimon, Einsiedeln/Zürich 1980 (zweite Ausgabe), 1991 (vierte Auflage) ISBN 3-85630-001-5.
  • 1960 Die Graalslegend in psychologischer Sicht (= Studien aus dem C. G. Jung-Institut Zürich. Bd. XII). Von Emma Jung und Marie-Louise von Franz. Zürich/Stuttgart. 2. Ausgabe im Walter-Verlag, Olten/Freiburg 1980, ISBN 3-530-40802-6. Aktuelle Ausgabe im Patmos-Verlag, Düsseldorf 2001. ISBN 3-491-69040-4. (Marie-Louise von Franz beendete das von Emma Jung begonnene Werk).
  • 1968 C.G. Jung, Marie-Louise von Franz, Joseph L. Henderson und Jolande Jacobi: Der Mensch und seine Symbole. Ex libris, Zürich 1968. Aktuelle Ausgabe Patmos Ostfildern 2012. ISBN 978-3-8436-0294-5 und ISBN 3-8436-0294-8. Marie-Louise von Franz schreibt darin über den Individuationsprozess.
  • 1970 Zahl und Zeit. Psychologische Überlegungen zu einer Annäherung von Tiefenpsychologie und Physik. Stuttgart 1970. Zweite, aktuelle Ausgabe bei Klett-Kotta, Stuttgart 1990, ISBN 3-608-93155-4.
  • 1972 C. G. Jung. Sein Mythos in Unserer Zeit. Frauenfeld und Stuttgart 1972. Aktuelle Ausgabe unter dem Titel C. G. Jung. Leben, Werk und Visionen. Königsfurt, Krummwisch bei Kiel 2001, ISBN 3-89875-011-6.
  • 1977 Das Weibliche im Märchen. Englisches Original: The Feminine in Fairy Tales, übersetzt von Jutta von Graevenitz. 2. Ausgabe: Bonz, Fellbach-Oeffingen 1985. ISBN 3-87089-117-3.
  • 1978 Spiegelungen der Seele. Projektion und innere Sammlung in der Psychologie C. G. Jungs. Kreuz, Stuttgart, Berlin 1978. ISBN 3-7831-0557-9.
  • 1980 Die Erlösung des Weiblichen im Manne. Der goldene Esel von Apuleius in tiefenpsychologischer Sicht. Engl. Originaltitel The psychological interpretation of the golden Ass of Apuleius 1970. Aktualisiserte Neuauflage, übersetzt von Gisela Henney. Insel, Frankfurt 1980. ISBN 3-458-04844-8. Neuauflage Stiftung für Jung'sche Psychologie, Küsnacht 2004. ISBN 3-908116-66-X .
  • 1980 Licht aus dem Dunkel: Die Malerei von Peter Birkhäuser. Birkhäuser Verlag Basel, Boston, Stuttgart 1980. ISBN 3-7643-1190-8.
  • 1984 Traum und Tod. Was uns die Träume Sterbender sagen. Kösel, München 1984. ISBN 3-466-34097-7.
  • 1985 Der Schatten und das Böse im Märchen. Engl. Originaltitel Shadow and evil in fairytales 1974 übersetzt von Gisela Schöller. Kösel, München 1985. ISBN 3-466-34107-8. Aktualisierte Neuauflage durch Eva-Wertenschlag-Birkhäuser, Stiftung für Jung'sche Psychologie, Küsnacht 2012 ISBN 978-3-908116-70-7.
  • 1985 Die Suche nach dem Selbst. Individuation im Märchen. Engl. Originaltitel: Individuation in Fairytales. Übersetzt von Gisela Schoeller. Kösel, München 1985. ISBN 3-466-34115-9.
  • 1985 Träume (Gesammelte Aufsätze Bd. 1). Daimon, Einsiedeln/Zürich 1985. ISBN 3-85630-023-6.
  • 1986 Erlösungsmotive im Märchen. Kösel, München 1986. ISBN 3-466-34133-7. Englischer Originaltitel: The psychological meaning of redemption motifs in fairytales, 1956.
  • 1986 Psychologische Märcheninterpretation. Eine Einführung. Englischer Originaltitel: An Introduction to the Interpretation of fairytales 1970/71 übersetzt von Gisela Dokters. Kösel, München 1986. ISBN 3-466-34147-7.
  • 1987 Der ewige Jüngling. Der Puer Aeternus und der kreative Genius im Erwachsenen. Übers. aus d. Englischen von Waltraut Körner. Kösel, München 1987. ISBN 3-466-34182-5
  • 1987 Wissen aus der Tiefe. Über Orakel und Synchronizität. Engl. Originaltitel "On Divination and Synchronicity. The psychology of meaningful chance" 1980, übersetzt von Waltraut Körner. Knaur, München 1987. ISBN 3-426-04017-4.
  • 1988 Psyche und Materie. Ausgewählte Schriften. Daimon, Einsiedeln/Zürich 1988. (Gesammelte Aufsätze Bd. 2). ISBN 3-85630-028-7.
  • 1990 Psychotherapie. Erfahrungen aus der Praxis. (Gesammelte Aufsätze Bd. 3). Daimon, Einsiedeln/Zürich 1990. ISBN 3-85630-036-8.
  • 1990 Schöpfungsmythen. Bilder der schöpferischen Kräfte im Menschen. Kösel, München 1990. ISBN 3-466-34250-3.
  • 1994 Archetypische Dimensionen der Seele. Daimon, Einsiedeln/Zürich 1994. ISBN 3-85630-040-6.

nach ihrem Tod erschienen:

  • 2001 Fenster zur Ewigkeit. Die Malerei von Peter Birkhäuser, Jungiana Reihe B Band 7, Stiftung für Jung'sche Psychologie, Küsnacht 2001. ISBN 3-908116-55-4.
  • 2008 Die Katze. Ein Märchen über die Erlösung des Weiblichen. Originaltitel The cat. A Tale of Feminine Redemption, 1999. Übersetzung aus dem Englischen von G. Tak Kappes. Stiftung für Jung'sche Psychologie, Küsnacht 2008. ISBN 978-3-908116-68-4.
  • 2009 Aktive Imagination und Alchemie. (Engl. Original: Alchemical Active Imagination, 1979). Übersetzung aus dem Englischen von Renate Kehl-Isler. Stiftung für Jung'sche Psychologie, Küsnacht 2009 (deutsche Erstausgabe). ISBN 978-3-905681-53-6.

Literatur über Marie-Louise von Franz[Bearbeiten]

  • Kappes, Alison: Bibliographie von Marie-Louise von Franz. In: Jungiana Reihe A, Band 2, S. 33-46.
  • In den Bänden der Jungiana Reihe A Band 1-11, 1989-2003 finden sich u.a. unveröffentlichte Texte, Vorträge und Interviews von und mit Marie-Louise von Franz.
  • Der 8. Band der Jungiana Reihe A (Marie-Louise von Franz, 4. Januar 1915 bis 17. Februar 1998.) ist Marie-Louise von Franz gewidmet.

Filme[Bearbeiten]

  • 1982 Marie-Louise von Franz, Bollingen. Realisiert von Françoise Selhofer: Marie-Louise von Franz, Bollingen, Laufzeit 41 Minuten, 1982. ISBN 3-908116-90-2. Der Wortlaut des Interviews ist in Jungiana, Reihe A, Band 2 publiziert. Der Film gibt Einblick in ihr Leben, ihre Begegnung und Zusammenarbeit mit C.G. Jung, ihr Verständnis seiner Psychologie, die Entstehung ihres Werkes und die Art ihres Schaffens.
  • 1987 Die Visionen des Niklaus von Flüe von Guido Ferrari, Marie-Louise von Franz. Film der Televisione della Svizzera Italiana unter Leitung von Guido Ferrari, 1987. Laufzeit: ca. 120 Minuten (PAL), 41 Minuten (NTSC). ISBN 3-908116-94-5. Siehe auch: Marie- Louise von Franz: Die Visionen des Niklaus von Flüe. Studien aus dem C.G. Jung-Institut Zürich, Bd. IX, Zürich, Stuttgart 1982, 1983.
  • 1983-87 The Way of the Dream. Eine durch von Franz mit ihrem Studenten Fraser Boa in den Jahren 1983-87 erstellte Serie von Filmen. Das Buch zum Film: Boa, Frazer: The Way of the Dream. Windrose Films, Toronto 1988. ISBN 0-9693254-0-1.
  • 1989 The Wisdom of the Dream. A channel 4 television series, London, in which Marie-Louise von Franz is interviewed. Als Buch: Seegaller, S. und Berger, M: Jung – the Wisdom of the Dream. London 1989.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Angelica Baum: Franz, Marie-Louise von im Historischen Lexikon der Schweiz (Onlineversion mit Eintrag vom 5. Januar 2006).
  2. „Jung hat so eindrücklich von der Wirklichkeit der Seele gesprochen, daß ich tief beeindruckt war. Ich bin heimgegangen und hab’ gedacht: ‚Jetzt brauchst du zehn Jahre, um das zu verdauen, was dieser Mann alles heute gesagt hat.‘“

    Marie-Louise von Franz im Film von Francoise Selhofer. Bollingen, September 1982 (Interview zum Film). In: Jungiana. Reihe A, Band 2 (1990), S. 17.
  3. Marie-Louise von Franz war „die engste und wohl bedeutendste Mitarbeiterin von C. G. Jung im letzten Drittel seines Lebens“, wie Isler im Vorwort zu der ihr gewidmeten Jungiana-Ausgabe schreibt. (Jungiana Reihe A, Band 2 (1990), S. 7).
  4. Gotthilf Isler: Franz, Marie-Louise von. In: Enzyklopädie des Märchens. Handwörterbuch zur historischen und vergleichenden Erzählforschung. Herausgegeben von Kurt Ranke zusammen mit Hermann Bausinger et al. Ab Band 5 herausgegeben von Rolf Wilhelm Brednich zusammen mit Hermann Bausinger. Band 5, De Gruyter, Berlin 1987, S. 97–100.
  5. So schätzte Marie-Louise von Franz in ihrem Filminterview 1982: Marie-Louise von Franz im Film von Francoise Selhofer. Bollingen, September 1982 (Interview zum Film). In: Jungiana. Reihe A, Band 2 (1990), S. 22.
  6. Arthur I. Miller: Deciphering the Cosmic Number. The strange friendship of Wolfgang Pauli and Carl Jung. S. 211.
  7. Suzanne Giezer: The innermost Kernel. Depth Psychology and quantum physics. Wolfgang Pauli’s Dialogue with C. G. Jung. Springer, Berlin 2005, S. 148 f. (online).
  8. „...that your chief interest will be analysis and analysts should not live alone." so im Porträt von Barbara Hannah in: Hannah, Barbara: The Cat, Dog and Horse Lectures and the Beyond. Edited by Dean L. Frantz. In tune with the unconscious: a portrait of Barbara Hannah by Dean L. Frantz and Ann Wintrode. Chiron Publications, Wilmette (Illinois) 1992. ISBN 0933029594. S. 18.
  9. Marie-Louise von Franz: Book of the Explanation of the Symbols. Kitāb Ḥall ar-Rumūz by Muḥammad Ibn Umail. Psychological Commentary by Marie-Louise von Franz (= Corpus Alchemicum Arabicum. Bd. I A). Übersetzt von Salwa Fuad und Theodor Abt, herausgegeben von Theodor Abt. Living Human Heritage Publications, Zürich 2006, ISBN 3-95226-083-5.
  10. Marie-Louise von Franz im Film von Francoise Selhofer. Bollingen, September 1982. (Interview zum Film) in: Jungiana Reihe A, Band 2 (1990), S. 24–25.
  11. „Hedwig von Beit hat das Werk fälschlich unter ihrem Namen herausgegeben; sie legte seine Grundlagen und übernahm die endgültige Ausarbeitung und Formulierung, während die Hauptarbeit – die psychologische Interpretation – von Marie-Louise von Franz geleistet wurde“. Kappes, Alison: Bibliographie von Marie-Louise von Franz In: Jungiana Reihe A, Band 2 (1990), S. 33.
  12. Zu Marie-Louise von Franzens Märchenverständnis siehe Gotthilf Isler: Franz, Marie-Louise von. In: Enzyklopädie des Märchens. Handwörterbuch zur historischen und vergleichenden Erzählforschung. Herausgegeben von Kurt Ranke zusammen mit Hermann Bausinger et al. Ab Band 5 herausgegeben von Rolf Wilhelm Brednich zusammen mit Hermann Bausinger. Band 5, De Gruyter, Berlin 1987, S. 100.
  13. Das Problem des Bösen im Märchen. In: Das Böse. Studien aus dem C. G. Jung-Institut Zürich 13, Zürich/Stuttgart. 1961. S. 91–126. (Englisches Original: Shadow and Evil in Fairytales. Zürich, New York 1974.) Eine gute allgemeine Einführung ist: Problems of the Feminine in Fairytales. Zürich, New York 1972 (dt.: Das Weibliche im Märchen, Stuttgart 1977).
  14. Marie-Louise von Franz: Zahl und Zeit. Psychologische Überlegungen zu einer Annäherung von Tiefenpsychologie und Physik. Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 1970. 2. Auflage 1990, ISBN 3-608-93155-4.
  15. Spiegelungen der Seele. Projektion und innere Sammlung in der Psychologie C. G. Jungs, Kreuz, Stuttgart 1978. ISBN 3-7831-0557-9.
  16. Marie-Louise von Franz: Psyche und Materie, Daimon-Verlag, Einsiedeln/Zürich 1988. ISBN 3-85630-028-7.
  17. In ihrem Aufsatz Symbole des Unus Mundus. In: Marie-Louise von Franz: Psyche und Materie. Daimon, Einsiedeln/Zürich 1988, ISBN 3-85630-028-7, S. 51–80.
  18. Z.B.: Marie-Louise von Franz, Marie-Louise: Der ewige Jüngling. Der Puer Aeternus und der kreative Genius im Erwachsenen. Kösel, München 1981. Aktuelle Ausgabe im Verlag der Stiftung für Jungsche Psychologie, Küsnacht 2002, ISBN 3-908116-64-3. Englische Originalausgabe: The Problem of the Puer Aeternus. Zürich/New York 1970.
  19. Gotthilf Isler: Franz, Marie-Louise von. In: Enzyklopädie des Märchens. Handwörterbuch zur historischen und vergleichenden Erzählforschung. Herausgegeben von Kurt Ranke zusammen mit Hermann Bausinger et al. Ab Band 5 herausgegeben von Rolf Wilhelm Brednich zusammen mit Hermann Bausinger. Band 5, De Gruyter, Berlin 1987, S.97f.
  20. Marie-Louise von Franz: Passio Perpetuae. Das Schicksal einer Frau zwischen 2 Gottesbildern. Daimon, Zürich 1982. ISBN 3-85630-011-2.
  21. Gotthilf Isler: Franz, Marie-Louise von. In: Enzyklopädie des Märchens. Handwörterbuch zur historischen und vergleichenden Erzählforschung. Herausgegeben von Kurt Ranke zusammen mit Hermann Bausinger et al. Ab Band 5 herausgegeben von Rolf Wilhelm Brednich zusammen mit Hermann Bausinger. Band 5, De Gruyter, Berlin 1987, S.97f.
  22. Emma Jung/ M.-L. von Franz: Die Gralslegende in psychologischer Sicht. Walter Verlag 1980. ISBN 3-530-40802-6.
  23. Marie-Louise von Franz: Book of the Explanation of the Symbols. Kitāb Ḥall ar-Rumūz by Muḥammad Ibn Umail. Psychological Commentary by Marie-Louise von Franz. Übersetzt von Salwa Fuad und Theodor Abt, herausgegeben von Theodor Abt. Corpus Alchemicum Arabicum IA. Living Human Heritage Publications, Zürich 2006, ISBN 3-95226-083-5.
  24. Marie-Louise von Franz: Die Visionen des Niklaus von Flüe. Daimon, 1980 (erste Auflage), 1991 (vierte Auflage), ISBN 3-85630-001-5. S. 129f.
  25. Eine gute Einführung in die Märchendeutung bietet das einführende Werk der Marie-Louise von Franz: Psychologische Märcheninterpretation. Eine Einführung. Neu übersetzte, überarbeitete und aktualisierte Auflage. Stiftung für Jung'sche Psychologie, Küsnacht 2012. ISBN 978-3-908116-72-1. Deutsche Erstausgabe bei Kösel, München 1986. Englisches Original: An Introduction to the Psychology of Fairytales. Zürich/New York 1970.
  26. C. G. Jung: Zur Phänomenologie des Geistes im Märchen. (1948) In: Gesammelte Werke. Bd. 9/I, Olten/Freiburg 1976, S. 221–269, hier S. 255.
  27. Gotthilf Isler: Franz, Marie-Louise von. In: Enzyklopädie des Märchens. Handwörterbuch zur historischen und vergleichenden Erzählforschung. Herausgegeben von Kurt Ranke zusammen mit Hermann Bausinger et al. Ab Band 5 herausgegeben von Rolf Wilhelm Brednich zusammen mit Hermann Bausinger. Band 5, De Gruyter, Berlin 1987, S. 98.
  28. Marie-Louise von Franz: An Introduction to the Psychology of Fairytales. Zürich, New York, 1970. Kap. 1,1.
  29. Marie-Louise von Franz: Bei der schwarzen Frau. Deutungsversuch eines Märchens. In: Festschrift für C. G. Jung. 1955, S. 1–41. In: Liblin, W. (ed.): Märchenforschung und Tiefenpsychologie. Darmstadt 1969, S. 299–344.
  30. Gotthilf Isler zu Marie-Louise von Franzens Märchenverständnis: Gotthilf Isler: Franz, Marie-Louise von. In: Enzyklopädie des Märchens. Handwörterbuch zur historischen und vergleichenden Erzählforschung. Herausgegeben von Kurt Ranke zusammen mit Hermann Bausinger et al. Ab Band 5 herausgegeben von Rolf Wilhelm Brednich zusammen mit Hermann Bausinger. Band 5, De Gruyter, Berlin 1987, S. 97–100.

Weblinks[Bearbeiten]