Ascona

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Ascona; für weitere Bedeutungen, siehe: Ascona (Begriffsklärung)
Ascona
Wappen von Ascona
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Tessin (TI)
Bezirk: Locarnow
Kreis: Isole
BFS-Nr.: 5091i1f3f4
Postleitzahl: 6612
UN/LOCODE: CH ASC
Koordinaten: 703431 / 11216246.1538.7775196Koordinaten: 46° 9′ 11″ N, 8° 46′ 39″ O; CH1903: 703431 / 112162
Höhe: 196 m ü. M.
Fläche: 5.0 km²
Einwohner: 5453 (31. Dezember 2011)[1]
Einwohnerdichte: 1091 Einw. pro km²
Website: www.ascona.ch
Karte
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Ascona vom Lago Maggiore aus gesehen

Ascona ist eine politische Gemeinde im Kreis Isole, Bezirk Locarno des Kantons Tessin in der Schweiz. Die früheren deutschen Namen Aschgunen bzw. Aschonen werden heute nicht mehr verwendet.

Inhaltsverzeichnis

Geographie [Bearbeiten]

Der Kurort liegt am Nordufer des Lago Maggiore, westlich des Maggia-Deltas. Ascona ist die tiefstgelegene Ortschaft der Schweiz.

Geschichte [Bearbeiten]

Bis ins 16. Jahrhundert bildeten Ronco und Ascona eine einzige Gemeinde. Bei der damaligen Trennung der Gemeinden behielt Ascona bis heute einen merkwürdig anmutenden ca. 100 m breiten Streifen Buchenwaldes, der sich auf ca. 1200 m ü. M. etwa 4 km nach Westen hinzieht. Grund für diesen territorialen Anspruch war damals die Nutzung des Buchenholzes für die Köhlerei. Noch heute sind Spuren zweier Kohlenmeiler erkennenbar, und der Flurname Carbonera erinnert ebenfalls an die ehemalige Bedeutung dieses Waldes (siehe SwissTopo).

Ascona gehörte einst zu Mailand, (siehe den Hauptartikel → Geschichte Mailands) und ab 1403 und 1512 als Ennetbergische Vogtei zur Alten Eidgenossenschaft. Nach der Ausrufung der Helvetischen Republik 1798 und der Bildung der beiden Kantone Bellinzona und Lugano, die sich 1802 zum Kanton Tessin zusammenschlossen, wurde Ascona Teil der Schweiz. Siehe den Hauptartikel →Geschichte des Kantons Tessin.

Verkehr [Bearbeiten]

Ende der 80er wurde unter dem Monte Verità ein 1,1 km langer Strassentunnel gebaut. Zuvor mussten die Autos immer durch die Asconeser Innenstadt, wodurch es dort besonders in der Ferienzeit ständig zu langen Staus kam. Heute fahren die Autos durch den Tunnel an Ascona vorbei, die alte Uferstrasse dient als Spazierweg und dem Anliegerverkehr.

Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]

Kultur [Bearbeiten]

Jedes Jahr im Sommer findet in den Strassen von Ascona das JazzAscona-Festival statt.

Nach dem Ort Ascona ist der Opel Ascona benannt.

Der Hügel über Ascona ist der Monte Verità, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine grosse kulturelle Bedeutung besass. Auf dem Monte Verità sammelten sich Aussteiger und Weltverbesserer und verkündeten in einer einzigartigen Mischung freie Liebe, Vegetarismus, Anarchie und kommunitäres Gedankengut.

Sport [Bearbeiten]

Der 18-Loch-Golfplatz von Ascona ist Mitgliedsplatz eines 1928 gegründeten Golfclubs. Der von britischen Architekten gebaute Platz liegt in einer Parklandschaft nahe dem Seeufer und war mehrfach Austragungsort internationaler Turniere.

In Ascona befindet sich auch die weltweit älteste Minigolf-Anlage, eröffnet 1954[3].

Während der Fussball-Europameisterschaft 2008 schlug die deutsche Fussballnationalmannschaft in Ascona ihr Mannschaftsquartier auf und reiste von Ascona zu den jeweiligen Spielorten.

Persönlichkeiten [Bearbeiten]

Literatur [Bearbeiten]

  • Curt Riess: Ascona, Geschichte des seltsamsten Dorfes der Welt. Europa, Zürich 1964
  • Robert Landmann: Ascona – Monte Verità, Auf der Suche nach dem Paradies. Benziger, Zürich 1973; Huber, Frauenfeld 2000, ISBN 3-7193-1219-4
  • Erich Mühsam: Ascona und Wiedersehen mit Ascona. Vereinigte Texte aus den Jahren 1905, 1930 und 1931. Sanssouci, Zürich 1979, ISBN 3-7254-0333-3
  • Marianne Werefkin: Impressionen von Ascona. Galleria via Sacchetti, Ascona 1988
  • Michela Zucconi-Poncini: Ascona. GSK, Bern 2003, ISBN 3-85782-744-0 (Schweizerische Kunstführer, Band 744/745)

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Ascona – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter
  2. Museum Ascona
  3. Älteste Minigolfanlage der Welt in Ascona, aufgerufen am 22. April 2013
  4. Charles Knapp, Maurice Borel, Victor Attinger, Heinrich Brunner, Société neuchâteloise de géographie (Herausgeber): Geographisches Lexikon der Schweiz. Band 1: Aa - Emmengruppe. Verlag Gebrüder Attinger, Neuenburg 1902, S. 97 f., Stichwort Ascona  (Scan der Lexikon-Seite).
  5. Fremdenverkehrsamt des Kantons Tessin: http://www.ticino.ch/15/common_details.jsp?lang=de&id=24396 ,Stand vom 9. April 2007
  6. Bernd Fäthke, Marianne Werefkin, München 2001