Monster Magnet

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Monster Magnet
Monster Magnet live 2010
Monster Magnet live 2010
Allgemeine Informationen
Genre(s) Stoner Rock, Psychedelic Rock, Space Rock, Hard Rock
Gründung 1989
Website monstermagnet.net
Gründungsmitglieder
Dave Wyndorf
Gesang
Tim Cronin
Gitarre
John McBain
Joe Calandra
Jon Kleiman
Aktuelle Besetzung
Gesang, Gitarre
Dave Wyndorf
Gitarre
Garret Sweeny
Gitarre
Phil Caivano
Bass
Chris Kosnik
Schlagzeug
Bob Pantella
Ehemalige Mitglieder
Gitarre
Ed Mundell (1992 - 2010)
Bass
Jim Baglino (2003 - 2013)

Monster Magnet ist eine Rockband, die 1989 in New Jersey gegründet wurde. Sie wurde nach eigenen Angaben von diversen Bands wie z. B. Hawkwind, MC5 und Krautrock-Bands wie Amon Düül beeinflusst. Anfangs experimentierte sie mit den Richtungen Punk, Space Rock und Psychedelic Rock. In New Jersey gehörten sie zu einer Underground-Stonerrock-„Familie“, gemeinsam mit Bands wie Black Nasa, Lord Sterling, The Atomic Bitchwax und Gallery of Mites.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Die erste EP mit dem Line-up Dave Wyndorf, Tim Cronin, John McBain, Joe Calandra und Jon Kleiman brachte die deutsche Firma Glitterhouse heraus. Nach dem Erfolg der EP unterschrieben Monster Magnet einen Vertriebsvertrag beim US-Label Caroline Records, das später die zweite EP Tab mit Aufnahmen, die schon vor dem ersten Album entstanden waren, als auch das erste volle Album der Band, Spine of God in den USA veröffentlichte. In Deutschland und Europa erschienen diese Veröffentlichungen weiter bei Glitterhouse. Nach eigenen Angaben verdanken Monster Magnet ihre Inspirationen größtenteils psychedelischen Drogen und den Spacerock-Begründern Hawkwind. Mit Spine of God ließen sie den Krautrock noch einmal aufleben, legten den Grundstein für den Stoner Rock und ritten mit auf der Grungewelle, die Soundgarden und Nirvana lostraten. Bei der Tour zu diesem Album kam Ed Mundell als neuer Gitarrist hinzu. Er ersetzte John McBain. Spine of God wurde von Kritikern gelobt und gilt heute als Klassiker des Stoner-Rock-Genres.[1]

1993 wechselten Monster Magnet erneut die Plattenfirma, diesmal unterschrieben sie einen Vertrag bei A&M Records. Unter diesem Label brachten sie im selben Jahr das vom Spacerock beeinflusste Album Superjudge heraus (u. a. mit dem Hawkwind-Cover Brainstorm). 1995 wurde das durch Black Sabbath inspirierte Stoner-Rock-Album Dopes to Infinity veröffentlicht. Der Song Negasonic Teenage Warhead erlangte Mitte der Neunziger eine recht hohe Popularität in Diskotheken. Zur Tour des Albums Dopes to Infinity musste Dave Wyndorf infolge seines Drogenkonsums in ein Krankenhaus eingeliefert werden und schwebte kurzzeitig in Lebensgefahr.

Die Arbeiten am folgenden Album begannen nach längerer Pause in Las Vegas. Dort inspirierten Dave Wyndorf Sex, Geld und Drogen der versnobten Spielergesellschaft in Las Vegas. Mit Phil Caivano, der früher mit Wyndorf bereits bei Shrapnel spielte, trat der Band ein weiterer Gitarrist bei.

Mit dem Powertrip-Album im Jahr 1998 und der offenkundigen Drogenabstinenz Wyndorfs kehrte die Band ihrer psychedelischen Vergangenheit den Rücken zu und orientierte sich am „straighten“ Rock und Heavy-Metal-Einflüssen. Die Bühnenperformance Wyndorfs, welche den „straighten“ Rock prägt und der neue Stil der Gruppe machten das Powertrip-Album zum bisher erfolgreichsten Album der Gruppe. Die Single Space Lord war international in mehreren Charts vertreten. Nachdem das Album God Says No von Fans als mittelmäßig wahrgenommen wurde, wechselten Monster Magnet zu der kleineren Plattenfirma SPV und entließen John Kleiman und Joe Calandra, die durch den Bassisten Jim Baglino (Lord Sterling) sowie den Schlagzeuger Bob Pantella (welcher jedoch noch nicht auf dem Album Monolithic Baby! spielte) ersetzt wurden. Kurz vor dem Wechsel des Labels veröffentlichte die bisherige Firma A & M ein Greatest-Hits-Album.

Im Februar 2004 erschien das Album Monolithic Baby!, welches sozialkritische und politische Aussagen enthält. Das Album und die Singleauskopplung Unbroken verkauften sich erfolgreich. Im April 2005 gaben Monster Magnet bekannt, dass der langjährige Gitarrist Phil Caivano nicht mehr länger bei Monster Magnet spielen werde. Während die Band auf der Suche nach einem neuen Gitarristen war, übernahm Dave Wyndorf die zweite Gitarre. Seit der Tour 2008 ist Phil Caivano jedoch wieder reguläres Mitglied der Band.

Am Abend des 27. Februars 2006 musste Dave Wyndorf nach einer Überdosis Drogen erneut in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Die anstehende Tour wurde abgesagt. Es war erst wieder über ein Jahr später, ca. Mitte 2007, von ihm zu hören.

Das Album 4-Way Diablo wurde im November 2007 veröffentlicht.[2] Auf dem Album befindet sich unter anderem auch eine Coverversion des Rolling Stones-Songs 2000 Light Years From Home. Der Sound auf diesem Album geht wieder mehr in Richtung Stoner Rock und besinnt sich auf die psychedelischen Wurzeln der Band.

Monster Magnet wollten zunächst vom Touren absehen und sich der Arbeit an neuem Songmaterial widmen. Sie begründeten dies mit den Strapazen, die mit einer Tour verbunden sind. Allerdings spielte die Band im Sommer 2008 auf einigen Festivals (in Deutschland z. B. auf dem Southside- und dem Hurricane-Festival) und ging Ende 2008 doch auf Tour.

Im April 2010 wurde ein neues Album angekündigt[3]. Es erschien im Oktober 2010 bei dem Label Napalm Records und trägt den Titel Mastermind [4]. Nach einigen vereinzelten Auftritten im Sommer dieses Jahres tourte die Band im November und Dezember 2010 durch Europa.

Vor der Wintertour 2012 stieg der Leadgitarrist Ed Mundell überraschend nach 18 Jahren bei Monster Magnet aus. Mundell trennte sich von der Band nicht im Streit, und er hält sich eine erneute Zusammenarbeit offen[5]. Die Gitarrenparts auf dem Album Mastermind wurden allerdings noch von ihm eingespielt. Ed Mundell wurde seit der Tour 2010 von Garret Sweeny ersetzt, welcher zu dieser Zeit auch wie Bob Pantella bei Riotgod spielte.

Zum Jahresende 2011 ging die Band für fünf Auftritte in Deutschland auf eine Dopes to Infinity-Club-Tour. Hier wurden alle Lieder des Albums von 1995 gespielt, sowie einige Klassiker. Auf dem Programm standen die Städte Berlin, Karlsruhe, Hannover, Hamburg und München.

Der Drummer der Band, Bob Pantella, ließ in einem Interview im Januar 2012 verlauten, dass die Band noch dieses Jahr Arbeiten zu einem neuen Album aufnehmen werde[6]

Im November und Dezember 2012 ging die Band auf Europa-Tour, um erneut eines ihrer alten Alben durchzuspielen. Dabei wurde Spine of God in Reihenfolge wie auf dem Tonträger aufgeführt, ergänzt um Zugaben von den beiden vorangegangen EPs Monster Magnet und Tab.

Für Oktober 2013 wurde das elfte Studioalbum der Band angekündigt, welches den Namen Last Patrol tragen wird und auf dem neun Lieder enthalten sein werden. Dave Wyndorf beschreibt das Album auf der offiziellen Homepage als "psychedelischen Space Rock mit einem Garage Rock Feeling der 60er". Das Album enthält außerdem eine Coverversion von Donovans Three Kingfishers. Neben dem Album wurde die erste volle US-Tour der Band seit 10 Jahren angekündigt.[7]

Von Last Patrol erscheint im November 2014 ein überarbeitete Version als eigenständiges Album unter dem Titel Milking the Stars: a Re-Imagining of Last Patrol mit vier neuen Stücken, neu arrangierten Tracks von Last Patrol sowie zwei Live-Aufnahmen, welche in Brüssel aufgenommen wurden. Dave Wyndorf zu Folge stellt dies einen alternativen Entwicklungsstrang von Last Patrol dar. Einige Lieder, die dort düster klangen, sollen jetzt fröhlich sein, manche wie anno 1968 klingen.[8]

Jim Baglino, der langjährige Bassist der Band, verliess im Oktober 2013 aus persönlichen Gründen die Monster Magnet[9]. Als neuer Bassist wurde Chris Kosnik verpflichtet, der wie Bob Pantella auch bei Atomic Bitchwax spielt[10].

Trivia[Bearbeiten]

  • Der Name Monster Magnet stammt von einem amerikanischen Spielzeug aus den 60ern.
  • Dave Wyndorf besaß einen Comic-Buchladen, als er die Band gründete.
  • Look to Your Orb for the Warning ist auf dem Soundtrack zum Film Matrix enthalten.
  • Der Song Live for the Moment ist der Theme Song des WWE-Wrestlers Matt Hardy.
  • Der Song Silver Future ist auf dem Soundtrack zu Heavy Metal: F.A.K.K.² zu finden.

Diskografie[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben[11]
Dopes to Infinity
  DE 30 20.02.1995 (11 Wo.)
  UK 51 01.04.1995 (1 Wo.)
Powertrip
  DE 21 15.06.1998 (17 Wo.)
  UK 65 13.06.1995 (1 Wo.)
  US 97 04.07.1998 (23 Wo.)
God Says No
  DE 17 13.11.2000 (5 Wo.)
  US 153 28.04.2001 (1 Wo.)
Monolithic Baby!
  DE 13 01.03.2004 (6 Wo.)
  AT 46 29.02.2004 (3 Wo.)
4-Way Diablo
  DE 81 16.11.2007 (1 Wo.)
Mastermind
  DE 38 12.11.2010 (2 Wo.)
  AT 70 12.11.2010 (1 Wo.)
  CH 84 14.11.2010 (1 Wo.)
  US 165 13.11.2010 (1 Wo.)
Last Patrol
  DE 29 01.11.2013 (… Wo.)
  AT 50 01.11.2013 (… Wo.)
  CH 44 03.11.2013 (… Wo.)
Singles[11]
Twin Earth
  UK 67 29.05.1993 (1 Wo.)
Negasonic Teenage Warhead
  UK 49 18.03.1995 (1 Wo.)
Dopes to Infinity
  UK 58 06.05.1995 (1 Wo.)
Powertrip
  UK 39 23.01.1999 (2 Wo.)
Space Lord
  UK 45 06.03.1999 (1 Wo.)
Vorlage:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/vorläufige Chartplatzierung

Alben[Bearbeiten]

  • 1990: Monster Magnet (EP)
  • 1991: Tab (EP)
  • 1991: Spine of God
  • 1993: Superjudge
  • 1995: Dopes to Infinity
  • 1998: Powertrip
  • 2000: God Says No
  • 2004: Monolithic Baby!
  • 2007: 4-Way Diablo
  • 2010: Mastermind
  • 2013: Last Patrol
  • 2014: Milking the Stars: a Re-Imagining of Last Patrol

Singles[Bearbeiten]

  • 1990: Lizard Johhny / Freakshop USA (Vinyl 7″ Single)
  • 1990: Murder / Tractor (Vinyl 7″ Single)
  • 1992: Evil
  • 1993: Face Down
  • 1993: Twin Earth
  • 1993: Cage Around the Sun
  • 1995: Negasonic Teenage Warhead
  • 1995: Dopes to Infinity
  • 1995: Dead Christmas
  • 1995: Look to Your Orb for the Warning
  • 1998: Space Lord
  • 1999: Powertrip
  • 1998: Let It Ride
  • 1999: See You in Hell
  • 1999: Temple of Your Dreams
  • 2000: Silver Future
  • 2001: Heads Explode
  • 2004: Unbroken (Hotel Baby)
  • 2010: Gods and Punks
  • 2013: Mindless Ones

Kompilationen[Bearbeiten]

  • 2003: Greatest Hits (2 CD)
  • 2012: Space Lords (3 CD)

Quellen[Bearbeiten]

  1. www.blabbermouth.net: Rezension Spine of God von Scott Alisoglu
  2. Visions
  3. http://www.powermetal.de/news/news-MONSTER_MAGNET_im_Sommer_mit_neuem_Album,23383.html
  4. http://www.zodiaclung.com/2010/08/coming-october-2010/
  5. http://monstermagnet.yuku.com/topic/4353/t/Statement-from-ED-MUNDELL.html
  6. http://www.moderndrummer.com/site/2012/01/bob-pantella-of-riotgod-monster-magnet-and-atomic-bitchwax/#.TyBvxbogbq6
  7. http://www.zodiaclung.com/2013/07/monster-magnet-announce-new-album-confirm-first-north-american-tour-in-over-10-years-debut-new-song/
  8. http://www.napalmrecords.com/blog/?entryID=228&titel=MONSTER+MAGNET+-+To+Release+
  9. http://monstermagnet.yuku.com/topic/5617/Bass#.UmBJKxzRuHc
  10. http://monstermagnet.yuku.com/topic/5658/Monster-Magnet-welcomes-new-bass-player-Chris-Kosnik#.UmBGpBzRuHc
  11. a b Chartquellen: DE AT CH UK US

Weblinks[Bearbeiten]