Die amerikanische Nacht

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Filmdaten
Deutscher Titel Die amerikanische Nacht
Originaltitel La nuit américaine
Produktionsland Frankreich, Italien
Originalsprache französisch
Erscheinungsjahr 1973
Länge 115 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie François Truffaut
Drehbuch Jean-Louis Richard
Suzanne Schiffman
François Truffaut
Produktion Marcel Berbert
Musik Georges Delerue
Kamera Pierre-William Glenn
Schnitt Martine Barraqué
Yann Dedet
Besetzung

Die amerikanische Nacht (Originaltitel: La nuit américaine) ist ein Kinofilm des Regisseurs François Truffaut.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Handlung

Ein Film wird gedreht, wobei François Truffaut vom klassischen Studiokino und nicht von den Experimenten der Nouvelle Vague ausgeht. Sechs Wochen werden die Dreharbeiten für den Film Je vous présente Pamela dauern, und es geht um den kollektiven Prozess seiner Entstehung:[1] Mit ihren unterschiedlichen Erwartungen, Charakteren und Lebensentwürfen provozieren die Beteiligten aus dem Cast und dem Team geradezu das Entstehen von Streit, Eifersucht, Stress und den vielbeschworenen künstlerischen Differenzen. Sie alle eint jedoch die gemeinsame Leidenschaft für den Film, für den sich alle Opfer lohnen.

[Bearbeiten] Rezeption

Die Liebeserklärung an das Kino wird getragen von einer melancholischen Grundstimmung, die aber letztlich auch das Leben an sich feiert. Truffaut betont die Vergänglichkeit, Verletzbarkeit und Unwirklichkeit des Lebens am Set [...] Der Film legt die vielen Illusionen des Filmemachens offen, greift aber die Magie des Kinos letztlich nicht an.[2] Der Regisseur Truffaut überzeugt mit einer Leichtigkeit im Erzählfluss und einer optimalen Ökonomie. Dadurch gelingt es ihm, die Straffheit eines Alfred Hitchcock sowie eines Fritz Lang mit der visuellen Anmut eines Jean Renoir zu verbinden.

Jene Personen, die sich für Filmgeschichte interessieren, diskutieren auch die Frage, welches der bessere Film im Film sein könnte: Die amerikanische Nacht von François Truffaut oder von Federico Fellini.

[Bearbeiten] Kritik

„In einer wohldosierten Mischung aus Tragik und Heiterkeit inszenierte François Truffaut, der selbst die Rolle des Regisseurs spielt, einen mitreißenden Film um die Ereignisse vor und hinter der Kamera. Eine auf den ersten Blick leichtgewichtige, tatsächlich jedoch mit großer stilistischer Virtuosität gestaltete Liebeserklärung an das Filmemachen und an die Welt des Kinos, wobei die Grenzen zwischen Spiel und Wirklichkeit zuweilen verwischen.“

Lexikon des internationalen Films[3]

[Bearbeiten] Hintergründe

Im Film kommt ein spezielles Verfahren zum Einsatz, das dem Zuschauer Nacht vortäuscht, obwohl die jeweilige Szene am Tag gedreht wurde. Dieser Filtertrick wird Day-for-Night (oder auch Amerikanische Nacht) genannt. Dabei wird ein Blaufilter vor das Objektiv gesetzt und die Blende der Kamera 1-2 Stufen herabgeblendet.

Die amerikanische Nacht ist den Gish-Schwestern (Lillian Gish und Dorothy Gish) gewidmet.

Sequenzen aus Die amerikanische Nacht fanden 1978 Verwendung in Truffauts Liebe auf der Flucht. Aus der Scriptvolontärin Liliane wird nun in behaupteten Rückblenden Christines Freundin Liliane, die eine kurze Affaire mit Antoine hat. In einen Streit zwischen Liliane und Alphonse aus "Die amerikanische Nacht" wird Claude Jade als Christine montiert, so dass der Eindruck entsteht, die Szene gehöre tatsächlich in den Doinel-Zyklus.

[Bearbeiten] Auszeichnungen

Oscarnominierung

Der Kinofilm Die amerikanische Nacht wurde sowohl 1974, als auch 1975 nominiert. Zuerst als französischer Beitrag in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film und im folgenden Jahr in den Kategorien Beste Regie, Bestes Drehbuch und die Schauspielerin Valentina Cortese als Beste Nebendarstellerin in diesem Film.

Oscarpreisträger

  • 1974: Bester fremdsprachiger Film

Weitere Nominierungen gab es für den Golden Globe. Außerdem erhielt der Film drei Britische Filmpreise, drei New York Film Critics Circle Awards sowie Preise der amerikanischen National Society of Film Critics.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Steven Jay Schneider (Hrsg.): 1001 Filme. Edition Olms, Zürich 2004, S. 573.
  2. Steven Jay Schneider (Hrsg.): 1001 Filme. Edition Olms, Zürich 2004, S. 573.
  3. Die amerikanische Nacht im Lexikon des Internationalen Films
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