National Express Group

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National Express Group
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Rechtsform PLC
ISIN GB0006215205
Gründung 1972
Sitz Birmingham, West Midlands, United Kingdom
Leitung Dean Finch (CEO); John Devaney (Chairman)
Umsatz 2,238 Mrd. £
Branche Personenverkehr
Website nationalexpressgroup.com
Stand: 2011 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2011

Die National Express Group, kurz NX Group, ist ein britisches Verkehrsunternehmen, welches Transportdienstleistungen mit Reise- und Linienbussen sowie Zügen in Großbritannien, den USA, Kanada, Australien, Spanien, Portugal, Deutschland und Marokko anbietet.

Geschichte[Bearbeiten]

National Express wurde 1972 durch die staatseigene National Bus Company (NBC) gegründet, um die von verschiedenen Verkehrsunternehmen betriebenen Fernverkehrs- und Expressbusse der NBC Gruppe zu einer einheitlichen Marke zusammenzufassen. Die Betriebe verblieben jedoch weiterhin bei den jeweiligen Subunternehmern, die Gründung hatte also hauptsächlich Auswirkungen auf das Management und die Außendarstellung.

Als die NBC Gruppe in den 1980er Jahren privatisiert wurde, wurde National Express 1988 vom Management übernommen. 1992 schließlich ging das Unternehmen an die Börse mit dem Ziel, seine Aktivitäten auf andere Bereiche der Personenverkehrsbranche auszuweiten. Der Jahresgewinn 2011 betrug 180,2 Mio. £ vor Steuern bei einem Umsatz in Höhe von 2,238 Mrd. £.

Deutschland[Bearbeiten]

In Deutschland ist die National Express Group über die Tochtergesellschaft National Express Germany GmbH aktiv.[1]

Schienenverkehr[Bearbeiten]

Im Februar 2013 erhielt National Express zusammen mit IntEgro Verkehr im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung den Zuschlag für den Betrieb der nordrhein-westfälischen Nahverkehrs-Linien RE 7 „Rhein-Münsterland-Express“ und RB 48 „Rhein-Wupper-Bahn“ ab Dezember 2015.[2] Zum Einsatz kommen werden dabei 35 drei- und fünfteilige Elektrotriebzüge des Typs Bombardier Talent 2 in Doppeltraktion. Die Bestellung der Fahrzeuge hat ein Auftragsvolumen von 170 Millionen Euro[3]. Die Deutsche Bahn als Unterlegene machte von einer Einspruchsmöglichkeit Gebrauch, die Vergabekammer bei der Bezirksregierung Münster stellte jedoch keinen Vergaberechtsverstoß fest.[4]

Busverkehr[Bearbeiten]

Logo city2city

Im Jahr 2013 stieg das Unternehmen unter der Marke city2city mit mehreren Strecken in den deutschen nationalen Fernlinienbusverkehr ein, begleitet von massiven Werbemaßnahmen.[5] Deutschland-Chef Donker van Heel kündigte vor dem Einstieg Anfang 2013 an, man wolle Marktführer im deutschen Fernbuslinien-Markt werden. [6] Zuvor hatte NLX nur über die Deutsche Touring, an deren Mehrheitseigner Ibero Eurosur die NLX-Tochter Alsa beteiligt ist, einen minimalen Anteil am deutschen Markt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „city2city“ steuert Münster an
  2. Sabine Tkatzik: Neues Gesicht bei den Nahverkehrsbetreibern in NRW. Verkehrsverbund Rhein-Ruhr AöR, Pressestelle, 6. Februar 2013, abgerufen am 6. Februar 2013.
  3. Schienenfahrzeuge: National Express schließt Liefervertrag ab. National Express Group, 9. Februar 2014, abgerufen am 9. Februar 2014.
  4. Vergabekammer Münster: Schienenpersonennahverkehr auf den Linien RE 7 und RB 48 - Vergabe verstieß nicht gegen Vergaberecht. Bezirksregierung Münster, 22. März 2013, abgerufen am 22. März 2013.
  5. Gedränge auf dem Busmarkt (PDF; 14,4 MB)
  6. Reuters