Obi-Inseln

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Obi-Inseln
Inselgruppe
Inselgruppe
Gewässer Molukkensee, Halmaherasee, Seramsee
Archipel Molukken
Geographische Lage 1° 30′ S, 127° 45′ O-1.5127.75Koordinaten: 1° 30′ S, 127° 45′ O
Obi-Inseln (Indonesien)
Obi-Inseln
Anzahl der Inseln
Hauptinsel Obi
Gesamtfläche
Topografie der Hauptinsel Obi
Topografie der Hauptinsel Obi

Die Obi-Inseln, auch Ombirah genannt, sind eine zu Indonesien gehörende Inselgruppe in den Molukken. Sie liegen im Süden der Provinz Maluku Utara („Nord-Molukken“) etwa auf halbem Weg zwischen Ternate im Norden und der Insel Ambon im Süden.

Hauptinsel Obi[Bearbeiten]

Obi, auch Obira oder Obi Major, ist im Landesinnern bergig und teilweise dicht bewaldet, die höchste Erhebung in der Inselmitte erreicht 1611 Meter. Die Ausdehnung der Insel beträgt in Ost-West-Richtung 84 Kilometer, von Nord nach Süd 47 Kilometer. Landwirtschaft und Fischfang dient der Selbstversorgung. Für den Export wird in größerem Stil Holz eingeschlagen, daneben werden Kopra und Kakaobohnen vermarktet. Ein 130 Quadratkilometer großes bewaldetes Areal soll als Naturschutzgebiet ausgewiesen werden, zugleich befindet sich der industrielle Abbau von Nickelerz in der Erprobungsphase.[1] Die Fertigstellung der von einer indonesischen in Kooperation mit einer chinesischen Gesellschaft durchgeführten Machbarkeitsstudie für geschätzte 2 Millionen US-Dollar war für August 2008 geplant.[2] Umfangreiche Waldrodungen und die Anlage eines Hafens sind hierfür erforderlich.

Der Hauptort Laiwui an der Küste im Norden besitzt den einzigen Bootssteg der Insel für die Landung von Passagierschiffen. Das Zentrum des Ortes liegt etwa einen Kilometer von der Anlegestelle entfernt. Die übrigen, entlang der Küste gelegenen Siedlungen sind von Schiffen aus nur durch Umsteigen auf kleine Boote erreichbar. Obi wird von Pelni-Schiffen nicht angelaufen, es bestehen regelmäßige Verbindungen mit kleineren Schiffen über die südliche Nachbarinsel Gomumu mit Ambon und mit Zwischenstopp an der Insel Bisa mit dem Hauptort Labuha auf der Insel Bacan.

Kleinere Inseln[Bearbeiten]

Große Abschnitte der Küsten bestehen aus Mangroven, teilweise dienen Sagopalmen als Nahrungsgrundlage. Neben der Hauptinsel zählen zahlreiche kleinere Inseln zu den Obi-Inseln, darunter etwa:

  • Belangbelang: sehr kleine, flache Insel an der Nordwestküste
  • Bisa: im Norden, gegenüber von Laiwui, höchste Erhebung 469 Meter
  • Gomumu: flache Insel im Süden
  • Malamala: auch hier setzt die Erforschung von Nickelvorkommen Waldrodungen voraus
  • Obilatu: im Nordwesten, 841 Meter hoch
  • Tapat: westlich der Bisa-Insel, 563 Meter hoch
  • Tobalai: flache Insel im Osten

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nickel and Cobalt Mining in Indonesia – Overview. MBendi, 10. August 2004
  2. Antam to team up with Tsingshan to develop nickel mines in Obi. Indonesian Commercial Newsletter, 1. Oktober 2007