Buru

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Dieser Artikel beschreibt eine indonesische Insel. Weitere Bedeutungen von Buru sind unter Buru (Begriffsklärung) aufgeführt.
Buru
Karte von Buru
Karte von Buru
Gewässer Bandasee, Seramsee
Inselgruppe Molukken
Geographische Lage 3° 24′ S, 126° 40′ O-3.4126.666666666672729Koordinaten: 3° 24′ S, 126° 40′ O
Buru (Molukken-Papua)
Buru
Fläche 8473 km²
Höchste Erhebung Gunung Kaplamada
2729 m
Einwohner 124.000
15 Einw./km²
Hauptort Namlea

Buru ist eine stark bewaldete indonesische Insel und gehört zur Inselgruppe der Molukken.

Geographie[Bearbeiten]

Im Osten liegen die Nachbarinseln Seram und Ambon, die trennende Meeresstraße heißt Manipastraße (Selat Manipa). Im Südosten befindet sich die kleine Insel Ambalau (Ambelau). Buru ist 8.473 km² groß und wird von etwa 124.000 Menschen bewohnt.

Buru teilt sich in zwei Regierungsbezirke (Kabupaten) der Provinz Maluku: Buru mit der Hauptstadt Namlea im Nordosten der Insel und Südburu (Buru Selatan) mit der Hauptstadt Namrole an der Südküste. Die höchste Erhebung ist der Gunung Kaplamada mit 2729 m Höhe im Westen der Insel.[1]

Bevölkerung und Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Urbevölkerung siedelt heute nur noch im Landesinneren, an der Küste leben Sulanesen, Araber und Chinesen. Wichtige Wirtschaftszweige sind der Anbau von Zuckerrohr, Gewürzen und Kokospalmen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Insel wurde 1365 zum ersten Mal erwähnt, ab 1658 begann die holländische Kolonialzeit, der Name wurde "Boeroe" geschrieben. 1915 war Buru innerhalb der Verwaltung von Niederländisch-Ostindien der Afdeeling (Abteilung) Ambonia zugeordnet und bildete die Onderafdeeling (Unterabteilung) B. Die Insel war durch Schiffe der niederländischen KPM mit Ambon, Makassar, Ternate und Sanana verbunden [2].

Zu Beginn von Präsident Suhartos „Neuer Ordnung“ in den späten 1960er und 1970er Jahren diente Buru als Gefängnisinsel, auf der Tausende von politischen Gefangenen Haftstrafen absaßen, darunter der Schriftsteller Pramoedya Ananta Toer.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Penduduk Indonesia menurut desa 2010 (indonesisch; PDF; 6,0 MB), abgerufen am 26. Januar 2013
  2. Karte mit Schiffsverbindungen im östlichen Teil von Niederländisch-Ostindien, 1915