Otjiwarongo

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Coat of arms of Namibia.svg
Details
Wappen Otjiwarongo - Namibia.jpg
Details
Gemeinde
Otjiwarongo


Motto Gradatim
(Schrittweise)
Basisdaten
Einwohnerzahl
Fläche
Einwohnerdichte
28.000 (Zensus 2011)[1]
139,9 km²[1]
200,2 Einwohner/km²[1]
Staat
Region
Wahlkreis
Namibia
Otjozondjupa
Otjiwarongo
Gründungsdatum 1892
Kfz-Kennzeichen
Telefonvorwahl
OT
67
Website www.otjiwarongomun.org
Karte Otjiwarongo in Namibia
'Skyline' von Otjiwarongo
Stadtzentrum
Wohnsiedlung
Kirche
eine deutsche Bäckerei in Otjiwarongo
Historische Eisenbahn

Otjiwarongo (Herero für „schöner Platz der fetten Rinder“) ist Verwaltungssitz und Hauptstadt der Region Otjozondjupa (Namibia) sowie Kreisstadt des gleichnamigen Wahlkreises. Die Stadt hat 28.000 Einwohner[1] und liegt zentral an der B1 zwischen dem nordnamibischen Otavidreieck (Otavi und Tsumeb) und der 250 Kilometer südlich gelegenen Hauptstadt Windhoek. Otjiwarongo ist dadurch gut erreichbar und hat dementsprechend Funktionen als Stadt und insbesondere als Zentrum für das landwirtschaftlich geprägte Umland, in dem unter anderem die Orte Kalkfeld, Otjitasu und Otjikango liegen. Rund 50 Kilometer südöstlich der Stadt liegt das Waterberg-Massiv; 70 Kilometer südlich der Berg Etjo.

Geschichte[Bearbeiten]

Otjiwarongo wurde 1892 als einer der ersten Orte in Südwestafrika gegründet. 1900 zogen die ersten deutschen Siedler in den zuvor nur von Herero und wenigen Damara bewohnten Ort, an dem 1904 auch der Aufstand der Herero und Nama begann. 1906 eröffnete Julius Doll den ersten Laden in Otjiwarongo.

Am 2. April 1906 erhielt der Ort einen Eisenbahnanschluss an die Otavibahn. Vor dem Bahnhof steht noch die alte Dampflok „Nr. 41“, die im Jahre 1912 von der Firma Henschel in Kassel gebaut wurde, weshalb sie heute oft „alte Henschel-Lokomotive“ genannt wird. Sie wurde einst auf der Bahnlinie zwischen Swakopmund und Otavi eingesetzt.

Das Stadtrecht wurde dem aufgrund der zentralen Lage beträchtlich gewachsenen Ort 1939 verliehen.

Kommunalpolitik[Bearbeiten]

Bei den Kommunalwahlen 2010 wurde folgendes amtliche Endergebnis ermittelt.[2]

Partei Stimmen Stimmenanteil
SWAPO 2670 58,23 %
RDP 0847 18,57 %
UDF 0398 08,72 %
Association of Otjiwarongo Residents 0377 08,26 %
NUDO 0247 05,41 %
ungültig 0023 00,50 %
Insgesamt 4562 100 %

2008, im Internationalen UN-Jahr für sanitäre Grundversorgung, startete das lokale Clay House Project (CHP) zusammen mit der deutschen Entwicklungsorganisation SODI ein neues Projekt: Trockentoiletten, inzwischen über 600 Stück, auch als Otji-Toiletten[3] bekannt, wurden in den Siedlungsgebieten der Stadt Otjiwarongo und anderen Landesteilen gebaut. Damit sollen Infektionserkrankungen, wie Durchfall und Cholera, die eine der größten Gefahren für die Gesundheit und das Leben von Kindern und Erwachsenen darstellen, zukünftig vermieden werden.

Bildung[Bearbeiten]

  • Donatus School Otjiwarongo (von 1966-1995: Deutsche Schule Otjiwarongo)
  • Edugate Academy Private School[4]
  • Karundu Primary School
  • Otjiwarongo Primary School
  • Rogate Primary School
  • Spes Bona Primary School
  • Vooruit Primary School
  • Otjiwarongo Secondary School[5]
  • Paresis Secondary School
  • Perivoli Okonjima Country School (bei Otjiwarongo)[6]
  • (Deutsche) Privatschule Otjiwarongo (seit 2000)[7]

Sprache[Bearbeiten]

Ca. 90 % der Einwohner sprechen und verstehen Afrikaans, ca. 75 % sprechen Englisch, 35 % sprechen Deutsch. Weitere Sprachen sind indigene Sprachen wie Otjiherero, Khoekhoegowab und Oshivambo.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sport[Bearbeiten]

Die örtlichen Fußballclubs sind Mighty Gunners und der Otjiwarongo FC, deren Heimstadion das Mokati-Stadion ist.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

KanadaKanada Dundas
FrankreichFrankreich Ensisheim
NiederlandeNiederlande Heusden
BotswanaBotswana Mochudi/Kgatleng
NamibiaNamibia Katima Mulilo
NamibiaNamibia Khorixas
NamibiaNamibia Okakarara
NamibiaNamibia Windhoek

Quelle:[8]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Namibia 2011 Population and Housing Census Preliminery Results. Namibia Statistics Agency, April 2012 abgerufen am 9. Mai 2012
  2. Offizielles Wahlergebnis Otjiwarongo, Allgemeine Zeitung, 30. November 2010 (PDF; 699 kB)
  3. Webseite der Otji-Toiletten
  4. http://www.edugate.org.na
  5. http://www.otjisec.edu.na/
  6. http://www.okonjima.com/content/The_Perivoli_-_Okonjima_Country_School
  7. http://www.dsvo.org
  8. Otjiwarongo mit Kgatleng verbunden. Allgemeine Zeitung, 25. Oktober 2011

  1. Anmerkung: Dieser Artikel enthält Schriftzeichen aus dem Alphabet der im südlichen Afrika gesprochenen Khoisan-Sprachen. Die Darstellung enthält Zeichen wie z. B. ǀ, ǁ, ǂ und ǃ. Nähere Informationen zur Aussprache langer oder nasaler Vokale oder bestimmter Klicklaute finden sich unter Khoekhoegowab.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Otjiwarongo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

-20.46423055555616.653002777778Koordinaten: 20° 28′ S, 16° 39′ O