Paktika

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Paktika
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Basisdaten
Staat Afghanistan
Hauptstadt SharanVorlage:Infobox Verwaltungseinheit/Wartung/Sonstiges
Fläche 19.482,4 km²
Einwohner 438.900 (2007/2008)
Dichte 23 Einwohner pro km²
ISO 3166-2 AF-PKA
Bezirke in der Provinz Paktika
Bezirke in der Provinz Paktika

Paktika (Dari und paschtunisch ‏پکتیکا‎) ist eine von 34 Provinzen (velayat) Afghanistans. Sie liegt im Südosten des Landes an der Grenze zu Pakistan und hat 438.900 Einwohner.[1] Ihre Hauptstadt ist die Stadt Sharan im Norden der Provinz. Die Mehrheit der einheimischen Bevölkerung besteht aus sunnitischen Paschtunen. Paktika grenzt an die Provinzen Zabul, Ghazni, Paktia, Khost sowie die pakistanischen Regionen Nordwasiristan und Südwasiristan (im Uhrzeigersinn, beginnend im Südwesten).

Wirtschaft und Verwaltung[Bearbeiten]

Bedingt durch die abgelegene Lage der Provinz an der Grenze zu Pakistan sowie die langen Zeiten des Bürgerkrieges gibt es in Paktika einen erheblichen Mangel an Infrastrukturen. Verglichen mit anderen afghanischen Regionen, wie z. B. Zabul und Khost machte der Wiederaufbau nach dem Fall der Taliban in Paktika bislang nur langsame Fortschritte. Dies wird ebenfalls auf die abgelegene Lage der Provinz, aber auch auf wiederholte Anschläge auf Aufbauhelfer zurückgeführt. Der derzeitige Gouverneur der Provinz ist seit April 2010 Mohibullah Samim. Im Jahre 2006 wurde Muhammad Ali Jalali, einer seiner Vorgänger, zum Opfer eines Anschlages der Taliban, während er sich in der Provinz Ghazni aufhielt.

Geschichte[Bearbeiten]

Paktika war in früheren Zeiten ein Teil der größeren Provinz Paktia, welche die heutigen Provinzen Paktika, Paktia und Khost umfasste. Noch heute wird dieses Gebiet mit dem (inoffiziellen) Namen Loya Paktia bezeichnet. Zur Zeit der sowjetischen Besatzung und der nachfolgenden Zeit der Bürgerkriege war dieses Gebiet schwer umkämpft.

Am 27. März 2011 sprengte sich ein Selbstmordattentäter in Paktika in die Luft. Er attackierte mit einem Auto das Gebäude einer Baufirma und zündete dann die Sprengsätze. Es gab 15 Tote.[2]

Am 1. Mai 2011 sprengte sich ein Zwölfjähriger auf einem Marktplatz selbst und tötete vier Menschen. Er galt als einer der jüngsten Attentäter in Afghanistan.[3]

Bezirke[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Belege[Bearbeiten]

  1. Summary of the National Risk and Vulnerability Assessment 2007/8 auf Website der Central Statistics Organisation, http://nrva.cso.gov.af/Brochure%20English-Final.pdf (PDF-Datei 1,77 MB), Oktober 2009, S. 4, und http://nrva.cso.gov.af/003.xls (Excel-Datei), abgerufen am 7. November 2009
  2. 15 Tote bei Selbstmordanschlag in Afghanistan. In: ORF. 28. März 2011, abgerufen am 28. März 2011 (deutsch).
  3. Willi Germund: Kind sprengt sich in die Luft. In: Frankfurter Rundschau. 1. Mai 2011, abgerufen am 2. Mai 2011 (deutsch).