Panzerbrigade 3

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Panzerbrigade 3
„Weser-Leine“
— PzBrig 3 —
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Panzerbrigade 3 (Bundeswehr).svg
Verbandsabzeichen
Aktiv 10. Jul. 1957 bis 31. Dez 1993
Land Flag of Germany.svg Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr
Teilstreitkraft Bundeswehr Logo Heer with lettering.svg Heer
letzter Sitz des Stabes Nienburg/Weser
Kommandeur
letzter Kommandeur BrigGen Hans Hübner

Die Panzerbrigade 3 „Weser-Leine“ war eine Brigade des Heeres der Bundeswehr, die 1994 aufgelöst wurde. Sitz des Stabes war Nienburg/Weser. Die Brigade war mit Masse im östlichen Niedersachsen stationiert. Letzter Brigadekommandeur war Oberst Friedrich-Johann von Krusenstiern.

Geschichte[Bearbeiten]

Aufstellung und Heeresstruktur 1[Bearbeiten]

1957 wurde die Brigade als Kampfgruppe C 1 in Nienburg/Weser aufgestellt. Zunächst unterstanden das Grenadierbataillon 51 und das Panzerjägerbataillon 1. 1958 wurde das Panzerbataillon 33 in Munster aufgestellt. Die Kampfgruppe wurde der 1. Panzerdivision in Hannover zugeordnet.

Heeresstrukturen 2 und 3[Bearbeiten]

In der Heeresstruktur II wechselte der Name 1959 in Panzerbrigade 3. Bis 1959 wurde das Versorgungsbataillon 36 in Loccum und die Panzerpionierkompanie 30 in Minden neu aufgestellt. Das Panzerbataillon 33 verlegte nach Barme. 1959 wurde das Grenadierbataillon 51 in Panzergrenadierbataillon (SPz) 32 und das 1957 als Panzerjägerbataillon 1 in Langendamm (ab 1996: Celle) mit der neuen Bezeichnung Panzerbataillon 34 (später: Panzerlehrbataillon 334 „Celle“) der Brigade unterstellt. 1961 wurde die Panzer-Fla-Batterie 30 aufgestellt und die Panzerpionierkompanie 30 verlegte nach Nienburg. Bis 1963 wurden das Panzerartilleriebataillon 35 in Dedelstorf, das Feldersatzbataillon (Geräteeinheit) 37 in Gaste und das Ausbildungsbataillon 103 in Loccum neu aufgestellt. 1964 verlegten die Brigadeeinheiten Versorgungsbataillon 36 nach Langendamm und das Feldersatzbataillon 37 nach Loccum. 1965 wurde die ABC-Abwehrkompanie 30 in Luttmersen aufgestellt. Das Panzerbataillon 33 verlegte ebenfalls 1965 nach Luttmersen. Die 1967 in Luttmersen aufgestellte Panzerjägerkompanie 30 verlegte 1968 nach Scheuen, wohin 1969 auch das Panzerbataillon 34 verlegte. 1971 wurde das Ausbildungsbataillon 103 aufgelöst und die Panzerpionierkompanie 30 verlegte von Langendamm nach Dedelstorf. 1972 wurde der Panzerspähzug 30 aufgestellt, jedoch bereits 1979 in die Stabskompanie eingegliedert.

Heeresstruktur 4[Bearbeiten]

1976 wechselte das Panzerbataillon 34 und das Panzerartilleriebataillon 35 zur Panzerbrigade 33 in Celle. Im Gegenzug erhielt die Panzerbrigade 3 das Panzerbataillon 334 und das Panzerartilleriebataillon 335. 1981 wurde das Panzerbataillon 334 in Panzerbataillon 34 umbenannt. Das Panzerartilleriebataillon 335 wurde 1981 zum Panzerartilleriebataillon 35. Die Panzerjägerkompanie 30 wurde 1981 zur Panzerjägerkompanie 330. Ebenfalls 1981 wurde die Panzerpionierkompanie 30 in Panzerpionierkompanie 330 umbenannt. 1981 wurde das Panzerbataillon 31 neu aufgestellt. 1982 erhielt der Panzerspähzug 30 seine Eigenständigkeit zurück. Die Panzerpionierkompanie 30 verlegte 1983 nach Nienburg.

Heeresstruktur 5[Bearbeiten]

Die Panzerbrigade 3 sollte ursprünglich in der Heeresstruktur V als nichtaktiver Großverband bestehen bleiben, und zwar wie folgt:

  • PzGrenBtl 312 (Delmenhorst)
  • PzGrenBtl 13 (Wesendorf)
  • PzBtl 34 (Nienburg)
  • PzBtl 333 (Celle-Scheuen)
  • PzArtBtl 35 (Luttmersen)
  • PzPiKp 30 (Nienburg)
  • PzJgKp 30 (Luttmersen)
  • StKp PzBrig 3 (Nienburg)

Das Panzergrenadierbataillon 32 und das Panzerbataillon 33 wechselten 1992 zur Panzerbrigade 21 in Augustdorf, Nachschubkompanie 30 und Instandsetzungskompanie 30 wurden aufgelöst, während die übrigen Verbände und Einheiten in nichtaktive Truppenteile umgegliedert wurden. Die Brigade wurde jedoch 1993 aufgelöst.

Verbandsabzeichen[Bearbeiten]

Das Verbandsabzeichen zeigte das weiße Sachsenross auf rotem Grund im gelb-weißen Wappenschild. Das Ross erinnerte an die Welfenherzöge und das Königreich Hannover. Das ursprünglich sächsische Stammesabzeichen nahmen die Welfenherzöge, ab 1235 Herzöge von Braunschweig und Lüneburg, als zusätzliches Wappenschild an. Durch die Verschmelzung eines Teiles des Lüneburgisch- Braunschweigschen Gebietes mit dem Fürstentum und späteren Königreich Hannover gelangte das Sachsenross 1705 in das kleine Staatswappen des Königreiches, das außerdem den großen Wappenschild gelb-weiß längsgestreift führte. Mit der Gründung Niedersachsens ist das Sachsenross auf rotem Grund seit 1952 Wappen des Bundeslandes Niedersachsen. Die gelbe Umrandung des Wappens -textil als gelbe Kordel ausgeprägt - entspricht der gebräuchlichen heraldischen Darstellungsform des Heers: gelb umrandet waren jeweils die Verbandsabzeichen der "dritten" Brigaden der Divisionen. Die übergeordnete Division sowie die anderen beiden Brigaden der Division führten traditionell ein bis auf die Umrandung identisches Verbandsabzeichen.

Kommandeure[Bearbeiten]

Die Kommandeure der Brigade waren (Dienstgrad bei Kommandoübnahme):

Nr. Name Beginn der Berufung Ende der Berufung
14 Oberst Friedrich-Johann von Krusenstiern (Brigadeführer) 1. Januar 1993 Auflösung
13 Oberst Hans Hübner 1. Oktober 1990 31. Dezember 1992
12 Oberst Wilfried-Otto Scheffer 1. Oktober 1987 30. September 1990
11 BrigGen Anton Steer 1. April 1983 30. September 1987
10 Oberst Baron Adalbert von der Recke 1. April 1980 31. März 1983
9 BrigGen Klaus Nennecke 1. April 1973 31. März 1980
8 Oberst Erwin Hentschel 1. Januar 1973 31. März 1973
7 Oberst Helmut Fischer 1. April 1972 31. Dezember 1972
6 Oberst Kurt Heiligenstadt 1. Oktober 1968 31. März 1972
5 BrigGen Hans-Jürg von Kalckreuth 1. April 1967 30. September 1968
4 BrigGen Hans-Joachim von Hopffgarten 1. Oktober 1964 31. März 1967
3 Oberst Karl-Reinhard von Schultzendorff 1. Oktober 1962 30. September 1964
2 Oberst Ernst Philipp 5. November 1959 30. September 1962
1 Oberst Paul Scheerle 10. Juli 1957 4. November 1959

Weblinks[Bearbeiten]

52.6160659.253922Koordinaten: 52° 36′ 57,8″ N, 9° 15′ 14,1″ O