Peter Noever

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Peter Noever (2005)
Peter Noever bei Anish Kapoor: shooting into the corner (2009) im MAK

Peter Noever (* 1. Mai 1941 in Innsbruck), ist ein österreichischer Designer und Kurator für Kunst, Architektur und Media. Ab 1986 war er künstlerischer Leiter und CEO des MAK - Österreichischen Museums für angewandte Kunst / Gegenwartskunst in Wien; im Jahr 2011 trat er nach einer Affäre zurück.

Leben[Bearbeiten]

Er initiierte eines der wichtigsten Designobjekte, den 1966 von Walter Pichler entworfenen, futuristischen Aluminiumstuhl "Galaxy". Ebenfalls 1966 beauftragte und kuratierte Noever Hans Hollein mit der ersten Environment–Show "Selection ´66" im Österreichischen Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst. Noevers Jahresplakate (u.a. "Wir müssen endlich beginnen unser Schicksal selbst in die Hand zu nehmen!", 1976) erschienen erstmals 1970. 1968 anlässlich der Weltraumkonferenz UNISPACE I in Wien, traf Noever erstmals Arthur C. Clarke, Zukunftsforscher, Science–Fiction–Schriftsteller und Koautor von Stanley Kubricks Film "2001: Odyssee im Weltraum". Im Jahr 1969 gründete Peter Noever gemeinsam mit Manfred Bene, Helmut R. Scholz und H. Laszlo die "ifabo", Internationale Fach–Ausstellung für Büro-Organisation, welche im Februar 1970 im Wiener Messepalast, dem heutigen Museumsquartier, erstmals stattfand. Sie sollte jährlich die neuesten Errungenschaften in der modernen Arbeitsplatzgestaltung präsentieren. In dieser Zeit wird Peter Noever Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Büroorganisation, welche eine Vorreiterrolle in Richtung einer gestalterisch organisierten Humanisierung des Arbeitsalltags einnimmt. Im Rahmen dieser Aktivitäten gelang es Peter Noever den in den USA lebenden "Vater der Motivforschung" Ernest Dichter erstmals wieder nach Wien zu bringen. Österreichs erster Concept-Store, die "Section N", initiierte Peter Noever 1971, und beauftragte Hans Hollein mit der Gestaltung des Geschäftslokals in der Schulerstrasse im ersten Wiener Gemeindebezirk. Das von Peter Noever gegründete und von seiner ersten Frau Katharina Noever geführte Unternehmen, war bis zur Schließung 1987, eine erste Anlaufstelle und Plattform für zeitgenössisches Design. 1974 besuchte Noever Marshall McLuhan im "Centre for Culture and Technology" an der Universität Toronto. 1979 gründete Peter Noever, auf Anregung von und mit Marshall McLuhan, ORF–Avantgarde–Programmgestalter Hans Preiner und Co–Author Barrington Nevitt das "Center for Understanding Media" in Wien, dessen Präsident ebenfalls Marshall McLuhan war und das in der Folge neben der Informationsschrift "IFI" die Architekturzeitschrift "Umriss" herausgab. Noever war an der Akademie der bildenden Künste Wien von 1975 bis 1993 Lehrbeauftragter für Designanalyse und an der Universität für angewandte Kunst Wien von 1988 bis 1989 Gastprofessor für Museologie. 1982 gründete er die Architekturzeitschrift „Umriss“, die er bis 1994 als Herausgeber und Chefredakteur, und in weiterer Folge in enger Zusammenarbeit mit Elisabeth Schweeger, leitete und zu einem wichtigen Forum architektur– und kunsttheoretischer Auseinandersetzungen wurde.

In seiner Funktion als Mitglied der Geschäftsleitung von R. Svoboda & Co. Büroeinrichtungen präsentierte er erstmals in Österreich ein Designprogramm der klassischen Moderne von Marcel Breuer, Bauhaus, bis Achille Castiglioni. Die Ausstellung „Achille Castiglioni. Rauminstallation, Objekte und Industrial Design“ kuratierte Peter Noever 1984, 2 Jahre vor seiner Bestellung als Direktor, im damaligen Österreichischen Museum für angewandte Kunst Wien.

Als Direktor des MAK leitete er von 1988 bis 1993, in Zusammenarbeit mit Architekt Sepp Müller, den Generalumbau des Museums und gründete 1994 das MAK Center for Art and Architecture in Los Angeles in Kalifornien. Große internationale Aufmerksamkeit erhielt die von Noever geleitete Museumsneudefinition und dessen Umbau, vor allem auch wegen der Neuaufstellung der Sammlung. Im Auftrag von Peter Noever haben einige der bedeutendsten Künstler, durch ihre Intervention im MAK einmalige ortspezifische Kunstwerke geschaffen, die noch heute, nach nahezu 20 Jahren, als Orientierung und Herausforderung für im Entstehen begriffene Kunstinstitutionen und Museen herangezogen werden. Für diese künstlerischen Interventionen konnte Peter Noever unter anderem Donald Judd, Jenny Holzer, Günther Förg, Franz Graf, Barbara Bloom, Eichinger oder Knechtl, Manfred Wakolbinger und Heimo Zobernig, aber auch (für künstlerische Interventionen im Außenraum) Walter Pichler, James Wines/SITE, Gregor Eichinger, Franz West, Michael Kienzer und James Turrell gewinnen. Die inhaltliche und bauliche Neugestaltung des MAK (das bis heute weltweit unter dem von ihm gemeinsam mit der Grafikerin Catherine Rollier/Walter Bohatsch entwickelten, geschützten Markenzeichen operiert und am 1. Mai 1993 neu eröffnet wurde) wurde vor allem mit großem internationalen Interesse wahrgenommen. Der Europarat in Strasbourg zeichnete 1996 das MAK zum Museum des Jahres aus.

Im Jahr 2006 gründete Noever das Josef-Hoffmann-Museum, in dessen Geburtsort Brtnice in der Tschechischen Republik, welches seither als gemeinsame Expositur der mährischen Galerie in Brünn und dem MAK geführt wird. Russ Leland übergab 2008 als Schenkung Peter Noever für das MAK Center for Art and Architecture in Los Angeles sein eigenes Haus (Fitzpatrick-Leland House, entworfen 1936 von Rudolph M. Schindler). Peter Noever initiierte dafür die MAK Urban–Future–Initiative (UFI), Los Angeles.

Am 23. Februar 2011 erfolgte der vorzeitige Rücktritt Noevers von seiner Funktion als Direktor des MAK.[1]Vorausgegangen waren mediale Vorwürfe einer privaten Zweckentfremdung von Museumsgeldern. Es stellte sich heraus, dass Veranstaltungen im Museum weit teurer als veranschlagt gewesen seien.[2] Am 14. November 2011 stellte die Staatsanwaltschaft das Verfahren wegen Untreue ein. Grund dafür war die Hinterlegung von 220.000 Euro als tätige Reue. Da somit der Grund für seine fristlose Entlassung als MAK-Direktor wegfiel, ficht er diese am Arbeitsgericht an und fordert seine ihm bei regulärer Beendigung des Dienstverhältnis zustehenden Ansprüche in Höhe von 482.700 Euro.[3]

Ein durch den Kurier bekannt gewordener Rohbericht des Rechnungshofes ließ 2012 neue Vorwürfe öffentlich werden, die unter anderem 6600 verschwundene Objekte betrafen.[4][5] Sein Nachfolger im MAK, Christoph Thun-Hohenstein, widersprach den Behauptungen, es seien tausende Objekte verschwunden, vielmehr seien die Angaben irreführend,[6] mancher Schwund reiche über zwei Weltkriege bis in die Kaiserzeit zurück, und beklagte darüber hinaus das Fehlen einer einheitlichen Datenbank.[7] Darüber hinaus stellten sich die Sammlungsleiter hinter ihren ehemaligen Chef; seit den 1960er-Jahren habe man keine Verluste mehr zu beklagen. Lediglich 65 Objekte der Asiatika-Sammlung würden mit dem Vermerk ohne weitere Angaben fehlen, meinte Johannes Wieninger, und forderte den Rechnungshof auf, die angeblichen Fehlbestände nochmals zu überprüfen.[8][9] Peter Noever hielt in einer APA–Stellungnahme zur medialen Berichterstattung über den Rohbericht des Rechnungshofs fest, dass er bisher weder den Bericht zu Gesicht bekommen, noch Gelegenheit erhalten hätte, dazu Stellung zu nehmen. Er betonte, dass die fraglichen Veranstaltungen entgegen der Meinung des Rechnungshofes sehr wohl dem MAK zugutegekommen und auch erhebliche Sponsorleistungen bewirkt hätten. Die in der Berichterstattung gegen ihn erhobenen Vorwürfe könne er jederzeit entkräften. Deshalb habe er auch den Weg der Befassung unabhängiger Gerichte gewählt.[10]

Im März 2013 bestätigte der Rechnungshof seine Vorwürfe. Dazu gehörte u. a., dass Noever durchschnittlich 79 Tage von 221 Arbeitstagen im Jahr auf Reisen war. Dabei sind die „sonstigen Reisekosten“ – das sind jene, die nicht in direktem Zusammenhang mit Ausstellungsvorbereitungen standen – von 2001 bis 2010 um 715 % gestiegen; Noever verrechnete durchschnittlich 81.000 Euro pro Jahr an Reisespesen. Aufwendungen für Geburtstagsfeiern in der Höhe von 172.000 Euro sowie 11.000  Euro an Aufwendungen für Noevers Buch „chronisch obsessiv. Die Gegenwart muss erst erkämpft werden“, von dem lediglich elf Exemplare verkauft wurden, führt der Rechnungshofbericht ebenso kritisch an wie unterschiedlich verteilte Mittel innerhalb des MAK für Personal und Fortbildung und andere Details. Noever kann die Vorwürfe weiterhin nicht nachvollziehen, es sei alles immer transparent gewesen und er sei „der Maxime der Sparsamkeit gefolgt“.[11][12][13] Ministerin Claudia Schmied hielt fest, dass Noever trotz aller berechtigter Kritikpunkte „viel für die österreichische Kunst, für Künstlerinnen und Künstler im In- und Ausland geleistet hat“.[14][15] [16] [17]

Peter Noever lebt und arbeitet in Wien und ist mit der Juristin und Kulturmanagerin Elisabeth Noever–Ginthör verheiratet. Seine Tochter aus erster Ehe, Ixy Nova Noever, ist Ethnologin, Filmemacherin und Universitätslektorin an der Universität für angewandte Kunst Wien.

Schrift- und Bildwerke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Peter Noever, "chronisch obsessiv. Die Gegenwart muss erst erkämpft werden". Herausgegeben von Gabriel Ramin Schor, Einführung von Herbert Lachmayer; Verlag für moderne Kunst Nürnberg, 2008. 780 Seiten. ISBN 978-3-940748-76-8. "Mit "chronisch obsessiv" liegt nun erstmals eine repräsentative Auswahl der Schriften und Interviews von Peter Noever vor."
  • "design now © - what if...?", Hrsg. Peter Noever, Wien, no/ever–design art edition, 2012. ISBN 978-3-9503264-0-6
  • "nato a venezia - Koen Vanmechelen / open university of diversity", 54. Kunstbiennale Venedig, Hrsg. Peter Noever, 2011
  • "the [secret] return of no/ever", Ausstellungskatalog, ACE Museum, Los Angeles, SCI-Arc, 2011
  • "Austria Dawaj!", Hrsg. Martina Kandeler-Fritsch / Percept Peter Noever, Verlag für moderne Kunst Nürnberg, 2011. ISBN 978-3-86984-221-9
  • "Dawaj! Russian Art Now. Aus dem Laboratorium der freien Künste in Russland", Hrsg. Peter Noever und Joachim Sartorius, Hatje Cantz Verlag, 2002. ISBN 3-7757-1172-4
  • "design now ©", Hrsg. Peter Noever, Wien, no/ever–design art edition, 2011. ISBN 978-3-9503264-1-3
  • "Walter Pichler", Hrsg. MAK Wien, Jung & Jung, Salzburg/Wien, 2011
  • "Blumen für Kim Il Sung / Kunst und Architektur aus der Demokratischen Volksrepublik Korea", Hrs. Peter Noever, Verlag für moderne Kunst Nürnberg, 2010. ISBN 978-3-86984-107-6
  • "In The Absence of Raimund Abraham / Vienna Architecture Conference 2010", Hrsg. Peter Noever / Wolf D. Prix, 2010. ISBN 978-3-7757-2999-4
  • Gerhard Johann Lischka "World-Image-Cult-Spots.10", Hrsg. Peter Noever, Wien, MAK, 2010. ISBN 978-3-900688-96-6
  • Thomas Feichtner, "Edge to Edge", Hrsg. Peter Noever, Shonquis Moreno, Lilli Hollein, Bernhard E. Bürdek, Michael Hausenblas. 2010, MAK, Birkhäuser Verlag, Basel-Boston-Berlin. ISBN 978-3-0346-0342-3
  • Boris Groys, "Museum In The Media - Media In The Museum", Hrsg. Peter Noever, Wien, MAK, 2009
  • "20/21. MAK Sammlung Gegenwartskunst", Hrsg. Peter Noever, Verlag für moderne Kunst Nürnberg, 2009. ISBN 978-3-941185-29-6
  • "Julius Deutschbauer / Gerhard Spring. Nur 100 Plakate", Hrsg. Peter Noever, 2008. ISBN 978-3940748-34-8
  • Beat Wyss, "On Today’s State Of Art", Hrsg. Peter Noever, Wien, MAK, 2008. ISBN 978-900688-85-0 (formal falsche ISBN)
  • "Coop Himmelb(l)au. Beyond The Blue", Hrsg. Peter Noever, Prestel Verlag München, 2007/08. ISBN 978-3-7913-3962-7
  • "Padhi Frieberger. Ohne Künstler keine Kunst!", Hrsg. Peter Noever, 2007. ISBN 978-3-900688-82-6
  • "Jenny Holzer. XX", Hrsg. Peter Noever, Schlebrügge Editor, Wien, 2006. ISBN 3-85160-082-7 ISBN 978-3-85160-082-7
  • "Günther Domenig. Structures That Fit My Nature", Hrsg. Peter Noever, MAK Center Los Angeles, 2005.
  • "Lebbeus Woods. System Wien", Hrsg. Peter Noever, Hatje Cantz Verlag, 2005. ISBN 3-7757-1664-5
  • Otto Mühl, Leben, Kunst, Werk: Aktion, Utopie, Malerei 1960 - 2004, Hrsg. Peter Noever mit Otto Muehl (Illustration) und Éric Alliez, zur Ausstellung im MAK 2004, König Köln 2004, ISBN 3-88375-680-6, Schönstes Buch Österreichs Kategorie: Kunstbände und Fotobücher 2004.
  • "Elke Krystufek. Liquid Logic. Height Of Knowledge And The Speed Of Thought", Hrsg. Peter Noever, 2006. ISBN 978-3-7757-1935-3
  • "Zwischen Bild und Realität", Hrsg. Ralf Konersmann, Peter Noever, Peter Zumthor. ETH Zürich, 2006. ISBN 3-85676-191-8
  • "References To The Undefined. - Art. The Artists. The Art Museum", Hrsg. Peter Noever, Wien, MAK, 2004. ISBN 3-900688-57-5
  • "Zaha Hadid. Architecture", Hrsg. Peter Noever, Hatje Cantz Verlag, 2003. ISBN 3-7757-1364-6
  • "Carlo Scarpa. the craft of architecture/Das Handwerk der Architektur", Hrsg. Peter Noever, mit Texten von Tadao Ando, Roberto Gottardi, Arala Isozaki und Giovanni Antodilo; Hatzje Cantz Verlag, 2003; ISBN 3-7757-1403-0
  • "Architectural Resistance. Contemporary architects face Schindler today", Hrsg. Peter Noever, MAK Los Angeles, Manifeste von Coop Himmelb(l)au, Christophe Cornubert/PUSH, Odile Decq + Bernoit Cornette, Günther Domenig, driendl architects, Durfee/Regn, Eichinger oder Knechtl, Eisenman architects, Zaha M. Hadid, Sandrine von Klot, Andrea Lenardin Madden, Mack architect(s), Eric Owen Moss architects, the next enterprise architects, Dominique Perrault + Cyril Lancelin, Roto architects, Bernhard Sommer, Klaus Stattmann, Michael Volk, Lebbeus Woods; Hatje Cantz Verlag, 2003. ISBN 3-7757-1406-5
  • "Donald Judd. Architecture - Architektur", Hrsg. Peter Noever, Hatje Cantz Verlag, 1991. 2. Auflage 2003. ISBN 3-7757-1132-5
  • "Franz West. Gnadenlos", Hrsg. Peter Noever, Hatje Cantz Verlag, 2001. ISBN 3-7757-1138-4
  • "Museums Without Future", Hrsg. Peter Noever, Wien, MAK, 2001. ISBN 3-900688-47-8
  • "James Turrell. The Other Horizon", Hrsg. Peter Noever, 2001. ISBN 3-7757-9062-4
  • "das diskursive museum", Hrsg. Peter Noever, Hatje Cantz Verlag, 2001. ISBN 3-7757-1139-2
  • "Frederick J. Kiesler. Endless space", Hrsg. Dieter Bogner and Peter Noever, MAK Center, Los Angeles, 2000/01, Hatje Cantz Verlag, ISBN 3-7757-1047-7
  • "Heaven's Gift / CAT Contemporary Art Tower", Hrsg. Peter Noever, Hatje Cantz Verlag, 2000
  • "Visionary Clients For New Architecture", Hrsg. Peter Noever, Portraits über Frederick Samitaur Smith, Rolf Fehlbaum, Thomas Krens; Prestel Verlag, 2000. ISBN 3-7913-2296-6
  • "Jannis Kounellis. Il Sarcofago Degli Sposi", Hrsg. Peter Noever, Hatje Cantz Verlag, 1999. ISBN 3-7757-0864-2
  • "El Proyecto Habana. Architectura otra vez", Hrsg. Peter Noever, mit Vorwort von Fidel Castro Ruz, Prestel Verlag München, 1999. ISBN 3-7913-2143-9
  • "Architecture. Works by Gordon Matta-Clark", Hrsg. Peter Noever, Los Angeles, 1998. ISBN 3-90068831-1
  • "Chris Burden. Beyond the limits", Hrsg. Peter Noever, Hatje Cantz Verlag, 1996. ISBN 3-89322-835-7
  • "Kunst im Abseits?/art in the center. documenta X", Hrsg. Peter Noever, Gespräche mit Catherine David, Peter Kogler, Elke Krystufek, Peter Pakesch, Gerwald Rockenschaub, Franz West, Robert Fleck, Jean Francois Chevrier, Mike Davis, Mike Kelly, Peter Noever, Jeff Wall; Hatje Cantz Verlag. ISBN 3-89322-330-4
  • "Vienna/Milano Cityguide. Basicdesign. XIXth Triennale di Milano", Hrsg. Peter Noever, Springer Verlag, Wien/New York, 1996. ISBN 3-211-82820-6
  • "Tyrannei des Schönen. Architektur der Stalin-Zeit", Hrsg. Peter Noever, 1994, Prestel Verlag München. ISBN 3-7913-1340-1
  • "Peter Noever. Upstairs Down", Hrsg. Peter Noever und Storefront New York, 1994. ISBN 3-901127-04-6
  • "Peter Noever. Ein Stein für die Kunst./A Rock for the arts. The MAK-terrace plateau in Vienna", Hrsg. MAK, Hatje Cantz Verlag, 1994. ISBN 3-7757-0514-7
  • "Vito Acconci. The City Inside Us", Hrsg. Peter Noever, 1993. ISBN 3-900688-21-4
  • "austria im rosennetz / Eine Ausstellung von Harald Szeemann", Hrsg. Peter Noever und Kunsthaus Zürich, 1992/93. ISBN 3-211-82925-3
  • "Magdalena Jetelová. Domestizierung einer Pyramide", Hrsg. Peter Noever, 1992. ISBN 3-900688-17-6
  • "Kiki Smith. Silent Work", Hrsg. Peter Noever, 1992. ISBN 3-900688-19-2
  • "The end of Architecture? Vienna Architecture Conference", Hrsg. Peter Noever, Architekturpositionen von Coop Himmelb(l)au, Zaha Hadid, Steven Holl, Thom Mayne, Eric Owen Moss, Carme Pines, Lebbeus Woods, Prestel Verlag, 1992. ISBN 3-7913-1263-4
  • "Peter Noever. die grube/the pit", Fotodokumentation, Hrsg. Kristin Feireiss/Galerie und Architekturforum Aedes, Berlin, 1991. ISBN 3-901127-02-X
  • "Architecture in transistion. Between deconstruction an new modern", Hrsg. Peter Noever, mit Beiträgen von Coop Himmelb(l)au, Peter Eisenman, Zaha Hadid, Daniel Libeskind, Morphosis, Jean Nouvel, Michael Sorkin, Bernard Tschumi, Lebbeus Woods and Philip Johnson; Prestel Verlag, 1991. ISBN 3-7913-1136-0
  • "Rodschenko. Stepanova. The future is our own goal", Hrsg. Peter Noever, Prestel Verlag München/New York, 1991. ISBN 3-7913-11-34-4
  • "Peter Noever. Wiener Architekturgespräche", Hrsg. Elisabeth Schweeger, Verlag Ernst und Sohn Berlin, 1991. ISBN 3-433-02099-X
  • "Peter Noever. die grube/the pit", Hrsg. Kristin Feireiss/Galerie und Architekturforum Aedes, Berlin, 1991. ISBN 3-901127-01-1
  • "Christian Reder. Ein Museum im Aufbruch", Hrsg. Peter Noever, Neue Sammlungspolitik, Arbeitsstruktur und Dienstleistungsstudie in 3 Bänden, 1991. ISBN 3-85439-087-4. ISBN 3-85439-084-X
  • "Walter Pichler. Skulptur", Hrsg. Peter Noever, Resident Verlag, Salzburg/Wien, 1990. ISBN 3-7017-0648-4
  • "Carlo Scarpa. the other city. die andere stadt", Hrsg. Peter Noever; mit Texten von Philippe Duboy, Regina Haslinger, Luciano Benetton; Willhelm Ernst & Sohn, Berlin. ISBN 3-433-02097-3
  • "Land in Sicht. Österreichische Kunst im 20. Jahrhundert", Hrsg. Peter Noever, Verlag Ernst und Sohn Berlin. Bundesministerium für Kunst und Unterricht Wien. Ministerium für Kultur und Bildung Budapest. Mücsarnok, Budapest. 1989, ISBN 3-433-02130-9. ISBN 3-900922-03-9
  • "Günther Domenig, das Steinhaus: Ausstellung im Österreichischen Museum für Angewandte Kunst, Wien, 10. November 1988 bis 9. Jänner 1989", Hrsg. Günther Domenig, Peter Noever, Raimund Abraham, MAK, 1988, ISBN 3-900688-07-9
  • "Das Riegersburger Kochbuch", Hrsg. Peter Noever; mit Beiträgen von Peter Kubelka und Johannes Wieninger, ORAC Verlag, 1988. ISBN 3-7015-0160-2
  • "Kunst und Revolution/Art and Revolution. Russische und sowjetische Kunst 1910-1932", Herausgeber Kulturministerium der UdSSR, Katalin Néray, Mücsarnok, Budapest und Peter Noever, MAK, 1988. ISBN 3-900688-05-2
  • "Tradition und Experiment. Das österreichische Museum für angewandte Kunst", Hrsg. Peter Noever, Residenz Verlag Salzburg, 1988. ISBN 3-7017-0577-1
  • "Bernard Rudofsky. Sparta/Sybaris", Hrsg. MAK, Residenz Verlag, Salzburg, 1987, ISBN 3-7017-0501-1
  • Herausgeber der Architekturzeitschrift "Umriss", 1982-94, Institut für Informationsentwicklung/Center for Understanding Media. Unter Peter Noever´s redaktioneller Leitung, ab 1987 mit Elisabeth Schweeger, versteht sich Umriss als programmatisches Organ und Forum aktueller Auseinandersetzung.
MAK Terminal (Schaulager)/Mündung Wien in den Donaukanal - nicht realisiertes Projekt
MAK Terminal (Schaulager)/Mündung Wien in den Donaukanal - nicht realisiertes Projekt
MAK Plattform/Archiv der Bibliothek, Überdachung der Wien, Gestaltung der Oberfläche durch Lampenskulptur/Chris Burden - nicht realisiertes Projekt
MAK Plattform/Archiv der Bibliothek, Überdachung der Wien, Gestaltung der Oberfläche durch Lampenskulptur/Chris Burden - nicht realisiertes Projekt
Arnulf Rainer anlässlich der Ausstellung im Museum des 20. Jahrhunderts Wien, 1968 auf dem von Peter Noever initiierten und Walter Pichler entworfenen Aluminiumsessel Galaxy.

Projekte und Realisierungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • "Büroarbeit vom Bett", Peter Noever, 1974
  • "Architektur aus der Dose (Svobodair)", Hans Hollein und Peter Noever, in Kooperation mit R. Svoboda & Co., Wien, Projekt für die 14. Triennale Mailand, 1968
  • "Neugestaltung des ORF ZiB2 Nachrichtenstudios", Peter Noever, 1977
  • "arte libre. Projekt eines internationalen Künstlerquartiers für Havanna", Peter Noever und Carl Pruscha, 1985
  • "Percept, Strategie und Gründung der Section N. Erster Design Concept Store in Österreich", mit der Gestaltung des Geschäftslokals wurde Hans Hollein 1971 betraut.
  • "Die Grube/The Pit", Landart Projekt Breitenbrunn Burgenland, ab 1972: "Eine Auseinandersetzung mit einem faszinierenden Ort, ein schrittweise vollzogener Denk- und Arbeitsprozess, dessen Logik nur vor Ort verstanden werden kann." - Friedrich Achleitner; "...eine schlichte, geistvolle Darstellung, der Freundschaft gewidmet - neu entdecktes Stonehenge, bereit, neue Formen vom Himmelsbogen zu holen für euch, für uns" - Carlos Scarpa; [18]
  • "Projekt Kärntnerstraße", Wirkung von Gestaltungssystemen am Beispiel des Fußgeherbereichs Kärntnerstraße, Peter Noever mit Studenten der Akademie der Bildenden Künste, 1976
  • "MAK Terrassenplateau", Entwurf Peter Noever 1988, Ausführung 1991-93: Trotz gültiger Baugenehmigung wurde das Projekt vom Wirtschaftsministerium untersagt. Renommierte Architekten aus aller Welt (u.a. Philip Johnson, Kobun Ito, Thom Mayne, Peter Eisenman, Stuart Wrede, Mark Mack, Michael Sorkin) sandten daraufhin Petitionen an den Bürgermeister der Stadt Wien, Helmut Zilk, und den damaligen Wirtschaftsminister Wolfgang Schüssel.
  • "CAT - Contemporary Art Tower", Peter Noever, Michael Embacher, Sepp Müller, architektonisch konzipierte Peter Noever seine Idee, aus der ungenützten Bausubstanz des ehemaligen NS-Gefechtsturmes etwas radikal entgegengesetztes entstehen zu lassen, nämlich ein Zentrum für internationale Gegenwartskunst "a CAThedral for contemporary art", wie es der amerikanische Architekt Philip Johnson nannte; CHRISTO und Jeanne-Claude entwarfen zur Unterstützung der Realisierung des Projektes für die österreichische Post AG 2007 die Briefmarke mit dem CAT-Modell "Wrapped Flak Tower", [19]
  • "Österreicher im MAK", Restaurant, 2006 wurde unter der künstlerischen Leitung von Peter Noever durch das Architekturbüro Eichinger oder Knechtl neu gestaltet. Aus diesem Anlass entwickelte Noever mit der Glasmanufaktur Lobmeyr Werkstätten ein mundgeblasenes 1/8 Weinglas samt Hausweinflasche mit dem Titel "im Griff", sowie andere Objekte
  • "MAK über Wien", Peter Noever mit Michael Embacher, 2009; Machbarkeitsstudie und Entwurf für das neue Profil des MAK im städtebaulichen Kontext des Donaukanals, der Wien, der Ringstraße und des öffentlichen Raums zwischen dem ersten und dem dritten Wiener Bezirk.

Sonstiges Wirken[Bearbeiten]

  • Roland Rainer Komitee Wien, Vorstandsmitglied
  • STEINHAUS Günther Domenig Privatstiftung, Steindorf/Kärnten; Vorstände: Adolf Rausch (stellvertretender Vorsitzender), Peter Noever (Vorsitzender), Hannes Pflaum
  • Schusev State Museum of Architecture, Moskau; korrespondierendes Mitglied

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kulturpolitik: Noever bleibt bis Ende 2011 MAK-Chef Die Presse, 15. Juli 2008
  2. Kuratorium hat Strafanzeige gegen Noever eingebracht Der Standard, 24. Februar 2011
  3. Museum in Los Angeles präsentiert Lebenswerk Peter Noevers. Die Presse, 11. Dezember 2011, abgerufen am 11. Dezember 2011.
  4. [1] kurier.at, 5. November 2012
  5. [2] kurier.at, 1. November 2012
  6. [3] kurier.at, 6. November 2012
  7. [4] Der Standard, 5. November 2012
  8. [5] Der Standard, 5. November 2012
  9. [6] kurier.at, 6. November 2012
  10. [7] Der Standard, 1. November 2012
  11. Noever fordert sein Recht: "Eine Mega-Sauerei!" APA, 10. April 2013, abgerufen am 10. April 2013.
  12. Eine Mega-Sauerei. News, 15. April 2013, abgerufen am 15. April 2013.
  13. Eine Mega-Sauerei. News, 15. April 2013, abgerufen am 15. April 2013.
  14. MAK: Rechnungshof bekräftigt Kritik an Noever. ORF, 11. März 2013, abgerufen am 21. Dezember 2013.
  15. Ex-MAK-Direktor: Bis zu 139 Tage pro Jahr auf Dienstreise. Die Presse, 11. März 2013, abgerufen am 11. März 2013.
  16. Rechnungshof-Bericht zu MAK bekräftigt Vorwürfe gegen Noever. Wiener Zeitung, 11. März 2013, abgerufen am 11. März 2013.
  17. Thomas Trenkler: RH-Bericht bestätigt Vorwürfe an Noever. derStandard, 11. März 2013, abgerufen am 11. März 2013.
  18. Bundesdenkmalamt Peter Noever: Breitenbrunn, Die Grube: Ein Ort an der Schnittstelle von Leben, Kunst und Architektur
  19. MAK Peter Noever: CAT - Contemporary Art Tower
  20. Prix du Musée du Conseil de l'Europe 1996: MAK-Austrian Museum of Applied Arts Vienna, Austria