Peter Wirnsberger

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Dieser Artikel behandelt den Skirennläufer Peter Wirnsberger. Es gab einen weiteren Skirennläufer gleichen Namens, siehe Peter Wirnsberger II
Peter Wirnsberger Ski Alpin
Peter Wirnsberger
Nation OsterreichÖsterreich Österreich
Geburtstag 13. September 1958
Geburtsort Vordernberg
Karriere
Disziplin Abfahrt
Verein DSV Alpine Donawitz
Status zurückgetreten
Karriereende 1992
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
Silber Lake Placid 1980 Abfahrt
Platzierungen im alpinen Skiweltcup
 Debüt im Weltcup 17. Dezember 1976
 Weltcupsiege 8
 Gesamtweltcup 8. (1985/86)
 Abfahrtsweltcup 1. (1985/86)
 Super-G-Weltcup 26. (1986/87)
 Slalomweltcup 48. (1978/79)
 Kombinationsweltcup 6. (1984/85)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Abfahrt 8 7 12
 

Peter Wirnsberger (* 13. September 1958 in Vordernberg) ist ein ehemaliger österreichischer Skirennläufer. Seine Spezialdisziplin war die Abfahrt. Er gewann bei den Olympischen Spielen 1980 die Silbermedaille in der Abfahrt und wurde 1986 Gesamtsieger im Abfahrtsweltcup.

Karriere[Bearbeiten]

Wirnsberger ist Absolvent der Skihauptschule und der Skihandelsschule Schladming. Sein Debüt im Weltcup gab er am 17. Dezember 1976 in der Abfahrt von Gröden,[1] wo er den siebenten Platz belegte. Am 8. Jänner 1977 fuhr er in Garmisch-Partenkirchen als Dritter erstmals auf das Podest. Am Ende seiner ersten Weltcupsaison belegte er Platz acht in der Abfahrtswertung. Dieses Resultat konnte er mit zwei Podestplätzen in der Saison 1977/78 wiederholen. Bei seinem ersten Großereignis, der Weltmeisterschaft 1978 in Garmisch-Partenkirchen belegte er Platz 19.

Am 27. Jänner 1979 feierte Wirnsberger in der Abfahrt von Garmisch-Partenkirchen seinen ersten Weltcupsieg, am 3. März gewann er auch die Abfahrt von Lake Placid. Mit diesen Erfolgen wurde er in der Saison 1978/79 hinter dem Schweizer Peter Müller Zweiter im Abfahrtsweltcup. Die Saison 1979/80 begann mit seinem dritten Weltcupsieg in der Abfahrt von Val-d’Isère. Der Höhepunkt dieses Winters waren aber die Olympischen Spiele in Lake Placid. Wirnsberger gewann hinter seinem österreichischen Teamkollegen Leonhard Stock die Silbermedaille im Abfahrtslauf.

Im Weltcup erbrachte Wirnsberger in den nächsten Saisonen weiterhin gute Leistungen. Bei der Weltmeisterschaft 1982 in Schladming fuhr er auf Platz zwölf. In den Jahren 1983 und 1984 konnte er sich jedoch erstmals nicht unter den besten zehn im Abfahrtsweltcup platzieren. Die ÖSV-interne Qualifikation für die Olympischen Spiele 1984 gelang ihm nicht. In der Saison 1984/85 kehrte Wirnsberger aber wieder an die Weltspitze zurück. Er feierte am 29. Jänner 1985 in der Abfahrt von Wengen seinen vierten Weltcupsieg und kam noch drei weitere Male auf das Podest. Damit belegte er den dritten Rang im Abfahrtsweltcup und den Neunten im Gesamtweltcup. Bei der Weltmeisterschaft 1985 in Bormio belegte er den sechsten Platz. In der Saison 1985/86 konnte sich Wirnsberger noch weiter steigern: Er sicherte sich mit insgesamt vier Siegen den Gewinn des Abfahrtsweltcups und erreichte im Gesamtweltcup Platz acht. Die beiden nächsten Saisonen verliefen weniger erfolgreich. 1986/87 fuhr er nur einmal auf das Podest und fiel im Abfahrtsweltcup auf Rang neun zurück. Auch bei der Weltmeisterschaft 1987 kam er nur auf den 24. Platz. Noch schlechter lief es 1987/88, als er nur den 17. Rang in der Abfahrtswertung erreichte und sich abermals nicht für eine Olympia-Teilnahme qualifizierte.

In der Saison 1988/89 konnte sich Wirnsberger aber noch einmal steigern. Er fuhr zweimal auf das Podest und kam in der Endwertung auf den fünften Rang im Abfahrtsweltcup. Bei der Weltmeisterschaft 1989 in Vail belegte er Platz acht. Seinen letzten Podestplatz erreichte Wirnsberger am 8. Dezember 1990 mit Platz drei in Val-d’Isère. Bei der Weltmeisterschaft 1991 in Saalbach-Hinterglemm wurde er Zehnter. Im Weltcup fuhr Wirnsberger danach nicht mehr unter die schnellsten zehn, weshalb er auch 1992 auf eine Teilnahme an den Olympischen Spielen verzichten musste, worauf er seine Karriere beendete.

Wirnsberger nahm in 16 Weltcupjahren an 151 Abfahrten teil. Er fuhr in dieser Disziplin 78 Mal unter die schnellsten zehn, erreichte 8 Siege und weitere 19 Podestplätze. Auch in Kombinationen kam er mehrmals unter die besten zehn. Hinzu kommen der Gewinn der Olympischen Silbermedaille 1980, drei Top-10-Ergebnisse bei Weltmeisterschaften und der Sieg im Abfahrtsweltcup 1986.

Erfolge[Bearbeiten]

Olympische Spiele[Bearbeiten]

Weltmeisterschaften[Bearbeiten]

Weltcup[Bearbeiten]

Abfahrtsweltcup: 1. Platz 1986, 2. Platz 1979, 3. Platz 1985

Weltcupsiege:

Datum Ort Land Disziplin
27. Jänner 1979 Garmisch-Partenkirchen Deutschland Abfahrt
3. März 1979 Lake Placid USA Abfahrt
7. Dezember 1979 Val-d’Isère Frankreich Abfahrt
20. Jänner 1985 Wengen Schweiz Abfahrt
14. Dezember 1985 Gröden Italien Abfahrt
31. Dezember 1985 Schladming Österreich Abfahrt
17. Jänner 1986 Kitzbühel Österreich Abfahrt
18. Jänner 1986 Kitzbühel Österreich Abfahrt

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Franz immer schneller. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 18. Dezember 1976, S. 9.