Saalbach-Hinterglemm

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Saalbach-Hinterglemm
Wappen von Saalbach-Hinterglemm
Saalbach-Hinterglemm (Österreich)
Saalbach-Hinterglemm
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Salzburg
Politischer Bezirk: Zell am See
Kfz-Kennzeichen: ZE
Hauptort: Saalbach
Fläche: 125,53 km²
Koordinaten: 47° 23′ N, 12° 38′ O47.38333333333312.6333333333331003Koordinaten: 47° 23′ 0″ N, 12° 38′ 0″ O
Höhe: 1003 m ü. A.
Einwohner: 2.858 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 23 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 5753, 5754
Vorwahl: 06541
Gemeindekennziffer: 5 06 18
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfplatz 36
5753 Saalbach-Hinterglemm
Website: www.saalbach.or.at
Politik
Bürgermeister: Alois Hasenauer (ÖVP)
Gemeinderat: (2014)
(19 Mitglieder)
9
8
2
Von 19 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Saalbach-Hinterglemm im Bezirk Zell am See
Bramberg am Wildkogel Bruck an der Großglocknerstraße Dienten am Hochkönig Fusch an der Großglocknerstraße Hollersbach im Pinzgau Kaprun Krimml Lend Leogang Lofer Maishofen Maria Alm am Steinernen Meer Mittersill Neukirchen am Großvenediger Niedernsill Piesendorf Rauris Saalbach-Hinterglemm Saalfelden am Steinernen Meer Sankt Martin bei Lofer Stuhlfelden Taxenbach Unken Uttendorf Viehhofen Wald im Pinzgau Weißbach bei Lofer Zell am See Salzburg (Bundesland)Lage der Gemeinde Saalbach-Hinterglemm im Bezirk Zell am See (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Saalbach-Hinterglemm vom Pründelkopf aus gesehen
Saalbach-Hinterglemm vom Pründelkopf aus gesehen
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Saalbach-Hinterglemm ist eine Gemeinde im Pinzgau im Bundesland Salzburg in Österreich mit 2858 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014).

Geografie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Saalbach-Hinterglemm liegt im Pinzgau in dem von Westen nach Osten verlaufenden Tal der Saalach, dem Glemmtal. Das Gebiet gehört zu den Kitzbüheler Alpen. Höchste Erhebung im Norden ist das Spielberghorn (2.044 m), im Süden der Hochkogel (2.249 m). Als Hausberg gilt der Schattberg (2.097 m). Der nächste größere Ort ist das rund 20 Straßenkilometer entfernte Zell am See.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende zwei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Hinterglemm (1087)
  • Saalbach (1780)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Hinterglemm und Saalbach.

Geschichte[Bearbeiten]

Die ältesten Nachweise über eine Besiedlung stammen aus dem Jahr 1222. Der Name Salpach ist in einem Urbar von 1350 als Bezeichnung eines Meierhofes zum ersten Mal erwähnt. Um diesen entstand das Dorf Saalbach, welches das wirtschaftliche Zentrum des Gemeindebereiches wurde.

Schon vor 1410 bestand im Ort auch eine Kirche.

1489 verlieh Erzbischof Johannes Beckenschlager dem Ort das Marktrecht.

Trotzdem blieb Saalbach bis ins 20. Jahrhundert eine weitestgehend agrarische und arme Gemeinde. Erst der nach dem Ersten Weltkrieg, vor allem aber nach 1945 einsetzende Fremdenverkehr, besonders im Winter, brachte nachhaltigen wirtschaftlichen Aufschwung.

1987 wurde der Name der Gemeinde von Saalbach auf Saalbach-Hinterglemm geändert.

Vom 22. Jänner bis zum 3. Februar 1991 war Saalbach-Hinterglemm Austragungsort der alpinen Ski-WM. Dafür wurden für Saalbach und Hinterglemm je ein Umfahrungstunnel errichtet.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Die wirtschaftliche Entwicklung ist auch an der Entwicklung der Einwohnerzahlen abzulesen. Während zwischen den Volkszählungen 1869 bis 1900 die Bevölkerung nur verhältnismäßig geringfügig von 935 auf 1018 anstieg, brachten die nächsten zehn Jahre einen Zuwachs um 6,2 %, dem bis 1923 wieder ein Rückgang um -6,2 % folgte. Danach nahm die Bevölkerungszahl bis 1934 erneut um 8,7 % zu, stagnierte bis 1939 und wuchs seit damals kontinuierlich an (mit Zuwächsen von mehr als 25 % in den 1950er und 1960er Jahren). Auch zwischen der vorletzten Volkszählung 1991 und der letzten im Jahr 2001 gab es neuerlich einen Zuwachs um 8,6 %. Dieser ist der positiven Geburtenbilanz (+300) zu verdanken, durch die die negative Wanderungsbilanz (-60) wettgemacht wurde.

Religionen[Bearbeiten]

Saalbach-Hinterglemm ist Sitz einer römisch-katholischen Pfarrei. Von den Einwohnern gehören 86,1 % der römisch-katholischen Kirche, 5,5 % der orthodoxen Kirche, 2,6 % der evangelischen Kirche und 1,0 % dem Islam an. Andere Glaubensgemeinschaften erreichen jeweils weniger als 1 %. Ohne religiöses Bekenntnis sind 3,3 %.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde zeigt „in rotem Schild zwei aufragende schräggekreuzte goldene Ski, oben begleitet von einem silbernen Schneekristall und unten von drei (1, 2) aufeinander ruhenden silbernen Kugeln (Hlg Nikolaus), der ganze Schild überzogen von einem silbernen Wellenbalken, der die Saalach symbolisiert.“

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretungswahl 2014
Wahlbeteiligung: 70,0 % (-3,9 Pp.)
 %
60
50
40
30
20
10
0
46,9 %
(-12,7 %p)
43,1 %
(+21,6 %p)
9,9 %
(-8,9 %p)
2009

2014


Bürgermeister ist seit 14. Oktober 2013 Alois Hasenauer (ÖVP). Die Gemeindevertretung von Saalbach-Hinterglemm hat 19 Mitglieder und setzt sich seit der Gemeindevertretungswahl 2014 wie folgt zusammen: 9 ÖVP, 8 FPÖ, 2 SPÖ.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Saalbach-Hinterglemm

Im hinteren Talbereich befinden sich die Passanlagen im Glemmtal.

Volkskultur[Bearbeiten]

Die bedeutendste Musikgruppe im Ort und über das Glemmtal hinaus ist Happy Hoagascht, welche als Mundartgruppe dem Innagebirgs-Anti-Folk-Genre zuzuordnen ist.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Offiziell beschränkt sich Saalbach-Hinterglemm auf einfache kulturelle Veranstaltungen mit touristisch-rustikalem Charakter. Einige regelmäßig stattfindende Veranstaltungen sind:

Tourismus[Bearbeiten]

Die Kohlmais-Gipfelbahn, eine von zwei Saalbacher Gondel-Seilbahnen

Der Tourismus stellt das wichtigste wirtschaftliche Standbein der Gemeinde dar. Die meisten Arbeitsplätze der Saalbacher sind direkt oder indirekt davon abhängig. Das Glemmtal zählt zu den wichtigsten Tourismusgebieten des Landes Salzburg.

In Saalbach-Hinterglemm und Umgebung gibt es 15 Seilbahnen, 17 Sesselbahnen und 24 Schlepplifte. Zusammen mit Leogang bilden diese den Skicircus Saalbach-Hinterglemm/Leogang.

Panorama zwischen großem Asitz und Wildenkarkogel

Winter[Bearbeiten]

Zum Ski- und Snowboardfahren können 200 km Pisten, davon 15 km schwarz (Schwierigkeitsgrad), 95 km rot und 90 km blau befahren werden. Dazu gibt es noch eine Flutlichtpiste. Es gibt 10 Kilometer gespurte Loipen mit einer Höhenloipe am Reiterkogel, Eislaufplätze sowie Rodelstrecken mit Flutlicht und Eisstockschießen.

Zur Präparierung der Pisten wurden acht Speicherteiche für die Beschneiungsanlagen angelegt und ca. 500 Schneekanonen installiert. Zur internationalen Größe unter den alpinen Wintersportorten wurde Saalbach mit der alpinen Skiweltmeisterschaft 1991.

Sommer[Bearbeiten]

Saalbach von einem Wanderweg auf den Kohlmaiskopf aus fotografiert

Nachfolgende Angebote markieren die Neupositionierung von Saalbach-Hinterglemm als Das Tal der Spiele im Sommertourismus:

  • Käpt'n Hook Erlebnisfreibad:
  • Teufelswasser:
  • Montelino's Erlebnisweg:
  • Der Berg Kodok:
  • Schnitza's Holzpark:
  • Hochseilpark:

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Hans Enn (* 1958), ehemaliger österreichischer Skirennläufer
  • Bartl Gensbichler (* 1956), ehemaliger österreichischer Skirennläufer
  • Hermann Rainer (1896-1983), österreichischer Politiker (ÖVP)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Saalbach-Hinterglemm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011