Phitsanulok
16.84100.249Koordinaten: 16° 50′ 24″ N, 100° 14′ 56″ O
| พิษณุโลก Phitsanulok |
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| Basisdaten | ||
| Staat | Thailand | |
| Phitsanulok | ||
| ISO 3166-2 | TH-65 | |
| Fläche | 18,3 km² | |
| Einwohner | 74.069 (2007) | |
| Dichte | 4056,4 Ew./km² | |
| Webauftritt | www.phitsanulok.go.th/ (Thai) | |
| Blick auf Phitsanulok | ||
Phitsanulok (Thai: พิษณุโลก, Vishnus Erde; ursprünglich Bisnuloka; früher auchSong Khwae, Zwei Flüsse) ist die Hauptstadt des Landkreises Mueang Phitsanulok und der Provinz Phitsanulok. Die Provinz Phitsanulok liegt in der Nordregion von Thailand.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Phitsanulok liegt ca. 380 Kilometer nördlich von Bangkok, etwa auf halbem Wege nach Chiang Mai, am Maenam (Fluss) Nan, welcher den Westen der Provinz von Nord nach Süd durchfließt.
Verkehr [Bearbeiten]
Straßenverkehr [Bearbeiten]
Die Stadt bildet einen wichtigen Verkehrsknoten.
- Thailand Route 11: Nord-Süd Verbindung
- Thailand Route 12: West-Ost Verbindung
- Thailand Route 117: nach Nakhon Sawan
Bahnverkehr [Bearbeiten]
- Bahnhof Phitsanulok (Nordlinie)
Flugverkehr [Bearbeiten]
- Flughafen Phitsanulok (IATA-Code: PHS).
Schiffsverkehr [Bearbeiten]
Der Schiffsverkehr spielt kaum eine Rolle, da der Fluss Nan durch den Naresuan-Staudamm den Transport zu Wasser behindert.
Geschichte [Bearbeiten]
Während des 11. Jahrhunderts bestand in der Gegend der heutigen Stadt Phitsanulok ein kleiner nördlich gelegener Außenposten, der nach dem Maenam Nan (Nan-Fluss) und dem Maenam Khwae Noi (Kleiner Khwae-Fluss)„Song Khwae“ (Zwei Flüsse) genannt wurde. [1]
Zur Zeit des Königreichs Sukhothai bildete Phitsanulok bereits eine größere Siedlung, die damals im Osten des Reiches lag. Sie war von einem rechteckigen Wall umgeben, dessen Überreste heute an manchen Stellen noch zu sehen ist. Zentral auf der Ost-West-Achse des Rechtecks lag Wat Chedi Yod Thong, zunächst der Haupt-Tempel der Stadt. Wann genau er gegründet wurde ist ungewiss. Allerdings hat König Lue Thai (Thai: พระยาลือไทย auch: Maha Thammaradscha I.) in einer Inschrift mitgeteilt, dass er in den 1360er Jahren den Tempel restauriert hat.[2] 1357 entstand der heutige Haupttempel der Region, der Wat Phra Sri Rattana Mahathat oder Wat Yai. Im 14.und15. Jahrhundert wurden der alte Tempel Wat Aranyik errichtet und erweitert.
Phitsanulok hat dann zeitweise eine bedeutende Rolle in der Geschichte Thailands gespielt: 1448–1488 war Phitsanulok Hauptstadt des Königreichs Ayutthaya. Unter König Boromatrailokanat entstanden die Tempel Wat Ratchaburana und Wat Nang Phaya. Nachdem die Residenz des Königreichs wieder nach Ayutthaya zurückverlegt worden war, spielte Phitsanulok die Rolle einer Ausbildungsstätte für das Militär in den Kriegen gegen die Birmanen. KönigNaresuan (Regierungszeit 1588 bis 1605), nach dem auch die größte Universität der Stadt benannt ist, wurde hier 1555 geboren.
1756 ordnete König Boromakot die weitere Ausschmückung des Wat Yai mit Perlmutt-Arbeiten an der Hauptpforte an. Im 19. Jahrhundert ließ König Mongkut den Wat Ratchaburana großzügig ausbessern und erweitern.
1957 wurden große Teile des alten Phitsanulok durch eine Feuersbrunst vernichtet. Einige Einwohner wohnen deshalb heute noch auf Hausbooten im Fluss Nan. Zum Glück konnte die hoch verehrte Tempelanlage des Wat Yai gerettet werden. Am 28. November 1961 wurde der Naresuan-Schrein auf dem Gelände des Geburtsortes des Königs, dem Chandra-Palast, der Öffentlichkeit übergeben. Der Palast selbst wird seit dem Sommer 2008 von den Grundmauern an neu errichtet. In der Nähe des alten Flughafens Phitsanulok öffnete am 25. Januar 1967 die Pädagogische Hochschule (College for Education), seinerzeit eine für den Norden zuständige Zweigstelle derSrinakharinwirot-Universität, Bangkok. Zwischen 1976 und 1985 entstand der Naresuan-Staudamm des Nan als Teil des Bewässerungsprojekts Phitsanulok, um die ganzjährige Bewässerung der landwirtschaftlichen Flächen der Provinz zu sichern und die Stadt vor Überschwemmungen zu schützen.
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Wat Phra Si Rattana Mahathat (auch Wat Yai, „großer Tempel“) – buddhistische Tempelanlage (Wat) mit einem 36 m hohen, oben vergoldeten Prang im Khmer-Stil. Der Viharn mit seinen dreifach gestaffelten Dach hat große Eingangstüren mit Perlmutt-Einlegearbeiten aus dem 18. Jahrhundert. Dort befindet sich Phra Puttha Tschinnarat, eineBuddha-Statue im Sukhothai-Stil, die von den Buddhisten im ganzen Land hoch verehrt wird. Diese Statue war das Vorbild für die gleichnamige Statue im Wat Benchamabophit, Bangkok.
- Wat Ratchaburana – einer der ältesten Tempel von Phitsanulok, nahe dem Wat Yai
- Folklore-Museum – Ansichten aus früheren Zeiten, Gegenstände des täglichen Lebens und ein Komplex mit mehreren schönen Thaihäusern; das Museum wird privat geführt (englische Erklärungen).
- Wat Chulamani – Tempelanlage südlich von Phitsanulok, in der König Boromatrailokanat (15. Jahrhundert) begraben wurde.
- Naresuan-Schrein – auf dem Boden des zerstörten Chandra-Palastes, der derzeit ausgegraben und wiederhergestellt wird
- Wat Aranyik und Wat Chedi Yod Thong – buddhistische Tempel aus der Sukhothai-Periode (13.–15. Jahrhundert)
- Statue des Königs Naresuan auf dem Campus der Naresuan-Universität – die Statue wurde entworfen vom Fine Arts Departmentund ist in etwa doppelter Lebensgröße (2,80 m hoch) ausgeführt; sie wiegt ca. 2000 kg. Sie zeigt den König in Kampfbekleidung, wie er auf dem Thron sitzend Wasser aus einer goldenen Behälter ausgießt; dies symbolisiert die neu gewonnene Unabhängigkeit des Reiches Ayutthaya. Das Gesicht des Königs wurde modelliert nach dem Originalmodell von Prof. Silpa Bhirasri. Die Statue wurde am 31. August 1993 in Anwesenheit von Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn feierlich enthüllt.
- Das Bahnhofsgebäude in Phitsanulok, das an mittel- und süddeutsche Fachwerkbauten angelehnt ist, wurde zwischen 1906 und 1912 von dem deutschen Architekten Karl Döring entworfen und gebaut.
- Tal des Flusses Wang Thong (auch Khaek) mit seinen Wasserfällen (siehe Phitsanulok (Provinz))
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Statue von König Naresuan, gestaltet von Silpa Bhirasri
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Lak Mueang Phitsanulok
Lokale Feste [Bearbeiten]
- Ende September/Anfang Oktober finden jedes Jahr auf dem Nan-Fluss Langboot-Rennen statt.
Besonderheit [Bearbeiten]
Im Oktober 2009 ist in Phitsanulok ein Büro der thailändischen Immigrationspolizei eröffnet worden, das für ausländische Einwohner und Touristen Visa ausstellen kann.
Das Abfallmanagement der Stadtverwaltung ist in Thailand und sogar über die Grenzen hinaus bekannt. Hier startete 1999,[3] u. a. mit deutscher Hilfe, das erste Projekt zur getrennten Müllerfassung. Das Projekt wurde mit Hilfe der GTZumgesetzt.[4] Man setzte auf Privatfirmen, die den Müll einsammeln, trennen und recyclen. Ein Beispiel ist die Wongphanit-Kette, die allein in Phitsanulok mehr als 20 Filialen hat, wo Bürger ihren Abfall verkaufen können. Weiterhin ließ die Verwaltung eine Mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlage errichten.[5] Vom 1. bis 4. November 2009 fand deshalb mit Unterstützung derKonrad-Adenauer-Stiftung in Phitsanulok eine internationale Konferenz des ESEANET zum Umgang mit dem Klimawandel in Gesundheits- und Unterrichtswesen statt.
Klimatabelle [Bearbeiten]
| Phitsanulok | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Phitsanulok
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Literatur [Bearbeiten]
- Matthias Kühle-Weidemeier: International Symposium MBT 2005 – Internationale Tagung MBA 2005. Cuvillier, Bonn, ISBN 3-86537-665-7.
- In einer Fabrik im thailändischen Phitsanulok wird Buddha tausendfach kopiert. In: Die Zeit, Nr. 43/1997, über einen Besuch in der Buddha Image Factory in Phitsanulok
Weblinks [Bearbeiten]
- Stadtplan von Phitsanulok (Bezeichnungen in Englisch und Thai)
- Amphoe.com (Thai
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Geschichte Phitsanulok (Thai)
- ↑ A.B. Griswold: Towards A History Of Sukhothai Art. The Fine Arts Department, Bangkok 1967 (ohne ISBN), Seite 33, 38
- ↑ frühe Version der Projektplanung (letzter Zugriff am 2. November 2009).
- ↑ [1] (letzter Zugriff am 2. November 2009).
- ↑ Zu den Ergebnissen, siehe Kühle-Weidemeier (2005), S. 104–105