Đà Nẵng

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Đà Nẵng
Đà Nẵng (Vietnam)
Đà Nẵng
Đà Nẵng
Basisdaten
Staat: VietnamVietnam Vietnam, Viêt Nam
Landesteil: Mittel-Vietnam (Trung Bộ)
Region: Südl. Küstenreg. (Nam Trung Bo)
Provinz: Đà Nẵng
ISO 3166-2:VN: VN-DN
Koordinaten: 16° 4′ N, 108° 14′ O16.066666666667108.23333333333Koordinaten: 16° 4′ N, 108° 14′ O
Fläche der Provinz: 1.256 km²
Gewässer: Sông Hàn
Bevölkerung
Einwohner der Stadt: 973.800 (Berechnung 2012)
Ethnien: Kinh, Hoa, Cơ-tu, Tày
Weitere Informationen
Namensbedeutung: Großer Fluss
Postleitzahl: 59
Vorwahl: +84 (0) 511
KFZ-Kennzeichen: 43
Zeitzone: UTC+7:00
Verwaltung
Distrikte: 6
Ländliche Distrikte: 2
Vorsitzender des Volksrates: Nguyễn Bá Thanh
Vorsitzender des Volkskomitees: Trần Văn Minh
Webseite: www.danang.gov.vn

Đà Nẵng Aussprache?/i ist eine Großstadt in Zentralvietnam. Sie war während der französischen Kolonialherrschaft auch unter dem Namen Tourane bekannt. Sie liegt am Delta des Flusses Han. Im Norden schließt sich der Wolkenpass als Wetterscheide an, nicht weit davon liegt die alte Kaiserstadt Huế. In Da Nang leben etwa 1 Million Einwohner. Đà Nẵng ist direkt der Zentralregierung unterstellt und somit einer Provinz gleichgestellt.

Die Stadt verfügt über einen Naturhafen, der Đà Nẵng einst zu einem wichtigen Handelspunkt am Pazifischen Ozean machte.

Geschichte[Bearbeiten]

Ganesha im Cham-Museum

Da Nang lag im Einzugsbereich des alten Cham-Reiches in Zentral-Vietnam. 1858 landeten französische Truppen auf Befehl von Napoléon III., um die Region zu kolonisieren. Im Vietnamkrieg diente Đà Nẵng als wichtige Marinebasis der Amerikaner. In jener Zeit entwickelte sich Da Nang zu einer der größten Städte in Südvietnam. Heute gilt Da Nang nach Ho-Chi-Minh-Stadt, Hanoi, Hải Phòng und Cần Thơ als fünftgrößte Stadt der Sozialistischen Republik Vietnam.

Zu Beginn des Vietnamkrieges gingen 1965 die ersten US-Kampftruppen am China Beach südlich von Da Nang in Vietnam an Land. Da Nang war 1967–1972 zudem auch Ankerplatz des LazarettschiffesHelgoland“, einem umgebauten Seebäderschiff der deutschen Reederei HADAG, von der es das Deutsche Rote Kreuz charterte. Ärzte, Krankenschwestern und Pflegepersonal des Malteser-Hilfsdienstes leisteten in Đà Nẵng humanitäre Hilfe für zivile Opfer des Vietnamkrieges. Fünf Malteser-Helfer wurden von einer Vietcong-Einheit entführt. Zwei wurden später freigelassen, die drei anderen kamen ums Leben.[1]

Kurz vor der Tet-Offensive wurde am 21. Januar 1968 von den Nordvietnamesen damit begonnen die Festung Khe Sanh zu belagern (Schlacht um Khe Sanh). Ein Entsatz durch die 1. US-Kavalleriedivision gelang erst am 6. April 1968. Die etwa 6.000 eingekesselten Marines mussten über eine Luftbrücke versorgt werden. Die Đà Nẵng Air Base war der nördlichste Luftstützpunkt in Südvietnam und war daher für die Versorgungsflüge von großer Bedeutung.

Am 30. März 1975 wurde die Stadt im Vietnamkrieg von kommunistischen Truppen eingenommen.[2]

Klima[Bearbeiten]

Đà Nẵng hat ein tropisches Monsunklima mit zwei Jahreszeiten: eine lange Regenzeit von Mai bis Januar, sowie eine kurze Trockenzeit von Februar bis April. Die Temperaturen sind das ganze Jahr über hoch mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 25.9 °C. Am wärmsten ist es zwischen Juni und August (33-34 °C im Tagesdurchschnitt) und am kältesten zwischen Dezember und Februar (18-19 °C).

Đà Nẵng
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
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350
 
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366
 
27
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199
 
25
19
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: Meteorological Organisation; wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Đà Nẵng
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 24,8 26,1 28,7 31,0 33,4 33,9 34,3 33,9 31,5 29,6 27,0 24,9 Ø 29,9
Min. Temperatur (°C) 18,5 19,8 21,5 23,3 24,9 25,5 25,3 25,5 24,1 23,2 21,6 19,3 Ø 22,7
Niederschlag (mm) 96,2 33,0 22,4 26,9 62,6 87,1 85,6 103,0 349,7 612,8 366,2 199,0 Σ 2.044,5
Sonnenstunden (h/d) 4,4 5,4 5,8 7,0 8,2 8,0 7,8 7,0 5,8 5,1 4,6 4,0 Ø 6,1
Regentage (d) 13,7 6,9 4,8 5,6 8,9 8,0 8,6 11,4 15,4 21,2 20,9 18,6 Σ 144
Luftfeuchtigkeit (%) 83 83 83 82 79 76 75 77 81 84 84 84 Ø 80,9
T
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24,8
18,5
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19,8
28,7
21,5
31,0
23,3
33,4
24,9
33,9
25,5
34,3
25,3
33,9
25,5
31,5
24,1
29,6
23,2
27,0
21,6
24,9
19,3
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
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22,4
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349,7
612,8
366,2
199,0
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Wirtschaft[Bearbeiten]

Über den Hafen wird ein Teil der landwirtschaftlichen Produkte Zentral-Vietnams, wie Reis, Trockenfisch, Tee und Fischsoße exportiert. Mit der Fertigstellung des Transportkorridors von Da Nang via Laos nach Mukdahan in Nordost-Thailand werden auch Im- und Exporte aus Thailand, insbesondere des Nachbarlandes Laos über Da Nang abgewickelt. Die Fertigstellung einer Erdöl-Raffinerie hat die wirtschaftliche Bedeutung der Stadt zusätzlich erhöht. Seit der Aufhebung des US-Handelsembargos 1994 haben sich Unternehmen aus Südkorea und Japan in Da Nang angesiedelt.

Der deutsche Handelskonzern Metro hat in Da Nang eine Filiale errichtet (die dritte neben Hanoi und Saigon).

Von touristischer Bedeutung sind das Cham-Museum mit herausragenden Exponaten der Cham-Kultur sowie die südlich der Stadt auf dem Weg nach Hoi An gelegenen Höhlen der Marmor-Berge. Der Hafen von Da Nang wird regelmäßig von Kreuzfahrtschiffen aus Japan und den USA angelaufen. 1997 wurde das Luxus-Hotel „Furama“ in Da Nang eröffnet.

Der internationale Flughafen verbindet die Stadt mit Bangkok, Seoul, Siem Reap und Singapur.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

67 m hohe Bodhisattva-Statue auf der Halbinsel Son Tra
  • Cham-Museum
  • Kathedrale (1923)
  • China Beach (ein Surfer-Paradies)
  • Marmor-Berge
  • Wolkenpass (496 m NN) – 22 km nördlich von Da Nang
  • Bodhisattva-Statue auf der Halbinsel Son Tra

Politik[Bearbeiten]

Verwaltung[Bearbeiten]

Đà Nẵng ist direkt der Zentralregierung unterstellt und der Verwaltungseinheit Provinz gleichgestellt. Dieser erweiterte Stadtbereich wird in 6 Stadtdistrikte, 1 Landkreis und die umstrittene Inselgruppe Paracel-Inseln gegliedert.

  • Stadtdistrikte: Cẩm Lệ, Hải Châu, Liên Chiểu, Ngũ Hành Sơn (Marmor-Berge), Sơn Trà, Thanh Khê
  • Ländliche Distrikte: Hòa Vang, Hoàng Sa (Paracel-Inseln).

Hafenpartnerschaft[Bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • Hiep Thi Le (* 1970), vietnamesisch-amerikanische Schauspielerin
  • John Phan (* 1974), amerikanischer Profi-Pokerspieler
  • Trần Anh Hùng (* 1962), vietnamesisch-französischer Filmregisseur
  • James Nguyen (*1966), vietnamesisch-amerikanischer Filmproduzent und Regisseur

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Recherche von Johannes Max Riemann
  2. New York Times-Bericht vom 30. März 1975: Da Nang’s Fall Feared Imminent; U.S. Ships Sent to Help Refugees (englisch), abgerufen am 29. März 2010
  3. Nizhny Novogorod relations
  4. Russian and Vietnamesee partnership

Literatur[Bearbeiten]

  • Monika Schwinn/Bernhard Diehl: Eine Handvoll Menschlichkeit. Der authentische Bericht der beiden überlebenden Malteserhelfer. München; Zürich: Droemer-Knaur, 1973. ISBN 3-426-05587-2

Film[Bearbeiten]

  • Hans-Dieter Grabe: Nur leichte Kämpfe im Raum Da Nang (D 1970) – Adolf-Grimme-Preis in Silber

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Da Nang – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien