Pjatychatky

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Pjatychatky (Begriffsklärung) aufgeführt.
Pjatychatky
(П'ятихатки)
Wappen von Pjatychatky
Pjatychatky (Ukraine)
Pjatychatky
Pjatychatky
Basisdaten
Oblast: Oblast Dnipropetrowsk
Rajon: Rajon Pjatychatky
Höhe: keine Angabe
Fläche: 18,38 km²
Einwohner: 18.335 (2013)
Bevölkerungsdichte: 998 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 52100
Vorwahl: +380 5651
Geographische Lage: 48° 25′ N, 33° 42′ O48.41249638222233.704166Koordinaten: 48° 24′ 45″ N, 33° 42′ 15″ O
KOATUU: 1224510100
Verwaltungsgliederung: 1 Stadt
Bürgermeister: Oleg Mowtschan
Adresse: вул. Желєзнякова 79
52100 м. П'ятихатки
Website: http://www.vkpmr.org.ua/
Statistische Informationen
Pjatychatky (Oblast Dnipropetrowsk)
Pjatychatky
Pjatychatky
i1

Pjatychatky (ukrainisch П'ятихатки; russisch Пятихатки/Pjatichatki) ist eine Kleinstadt in der ukrainischen Oblast Dnipropetrowsk mit 18.335 Einwohnern (2013)[1]. Die Stadt ist der Hauptort des Rajons Pjatychatky, der Name bedeutet wörtlich etwa „fünf kleine Häuser“.

Ortseingang mit Eisenbahn-Denkmal

Die Stadt gleicht eher einem großen Dorf, das aus vielen rechtwinklig angelegten Straßen besteht, die von Holzmasten und Bäumen mit dahinter liegenden kleinen Parzellen, auf denen meist eingeschossige, kleine Häuser stehen, gesäumt sind. Lediglich der Bereich am Personenbahnhof hat einen städtischen Charakter mit dem davor befindlichen Busbahnhof und der Hauptstraße zwischen der orthodoxen Kirche und dem Denkmal des „Großen Vaterländischen Krieges“, auf der sich auch die Denkmäler für den Matrosen und Anarchisten Anatoli Schelesnjakow (russisch Анатолий Железняков)[Anmerkung 1] und Lenin sowie für die Gefallenen des Afghanistan-Krieges und des „Großen Vaterländischen Krieges“ befinden.

Verkehr[Bearbeiten]

Bahnhof von Pjatychatky

Pjatychatky ist vor allem durch den Güter- und Personenbahnhof bekannt.

Überlandzüge fahren von dem Bahnhof aus nach Kiew, Dnipropetrowsk oder Donezk. Dazu kommen einige der kleinen Überlandbusse, die sogenannten Marschrutka, welche in die umliegenden Städte und Dörfer, wie Schowti Wody, Wyschnewe und Bohdano-Nadeschdiwka fahren.

Die Stadt liegt an der Fernstraße M04 E50.

Geschichte[Bearbeiten]

Katharinenbahn Postkarte von 1900

1886 wurden die ersten fünf Häuser für die Eisenbahnstation auf der Strecke Kolatschewske (Колачевське) – Werchiwzewe der Katharinenbahn gebaut. Die Station wurde mit dem Ort zusammen benannt. Das heutige Bahnhofsgebäude stammt aus dem Jahr 1898. In den Jahren 1932 und 1933 war der Ort vom Holodomor, einer großen Hungersnot in der Ukraine, betroffen. Drei Wochen nach dem Überfall auf die Sowjetunion wurde die Stadt am 13. August 1941 von der Wehrmacht besetzt und zum Hauptort des Kreisgebietes Pjatichatka (bestehend aus den damaligen Rajons Friesendorf, Pjatichatka und Sofijewka) innerhalb des Generalbezirkes Dnjepropetrowsk im Reichskommissariat Ukraine. Gebietskommissar war Ernst Duschön.[2].

orthodoxe Kirche in Pjatychatky

Als strategischer Eisenbahnknotenpunkt war die Stadt wichtig für den Nachschub der Wehrmacht. Im Zuge der zweiten Phase der Dnepr-Offensive[3] erfolgte am 19. Oktober 1943 die Rückeroberung durch die Truppen der Steppenfront der Roten Armee[4]. 1962 wurde die Bahnstrecke Snamjanka-Pjatychatky elektrifiziert.

Religion[Bearbeiten]

Pjatychatky hat, neben einer russisch-orthodoxe Gemeinde mit einem sehenswerten Kirchengebäude, auch eine freie evangelische Gemeinde.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Quellen: 1906: [4], 1923-1939: [5] 1959-1979: [6], 1989-2013: [1]


Rajon[Bearbeiten]

Hauptartikel: Rajon Pjatychatky

Der von Pjatychatky aus verwaltete Rajon Pjatychatky hat eine Fläche von 1648 km² und eine Bevölkerung von 46.231 Einwohnern (2012), was einer Bevölkerungsdichte von 32 Einwohnern pro km² entspricht.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Wadym Jewtuschenko (* 1958) — ukrainischer Fußballtrainer und ehemaliger sowjetisch-ukrainischer Fußballspieler.

Galerie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pjatychatky – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Seite nicht mehr abrufbar, Suche im Webarchiv:[1] [2] Vorlage:Toter Link/bevoelkerungsstatistik.deBevölkerungszahlen auf World Gazetteer
  2. Kreisgebiet Pjatichatka auf territorial.de
  3. Pjatychatky-Offensive auf der russ. Wikipedia
  4. a b offiz. Seite der Stadt
  5. Demographie ukrainischer Städte auf pop-stat.mashke.org
  6. Volkszählungen der UdSSR auf webgeo.ru

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Die russische Wikipedia hat einen Artikel zu Anatoli Schelesnjakow unter Анатолий Железняков