Preben Elkjær Larsen

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Preben Elkjær

Preben Elkjær, 1 Juni 2011. (Foto: Lars Schmidt)

Spielerinformationen
Voller Name Preben Elkjær Larsen
Geburtstag 11. September 1957
Geburtsort KopenhagenDänemark
Größe 183 cm
Position Sturm
Vereine in der Jugend
bis 1976 Vanløse IF
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1976
1976–1978
1978–1984
1984–1988
1988–1990
Vanløse IF
1. FC Köln
SC Lokeren
Hellas Verona
Vejle BK
15 0(7)
9 0(1)
190 (98)
91 (32)
45 (15)
Nationalmannschaft
1975–1976
1976–1979
1977–1988
Dänemark U-19
Dänemark U-21
Dänemark
11 0(6)
9 0(9)
69 (38)
Stationen als Trainer
1995–1996 Silkeborg IF
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Preben Elkjær Larsen (* 11. September 1957 in Kopenhagen) ist ein ehemaliger dänischer Fußballspieler.

Elkjær Larsen war Stürmer und gehörte neben Spielern wie Søren Lerby, Michael Laudrup oder Morten Olsen der großen dänischen Fußballgeneration an, die durch spektakulären Angriffsfußball in den 1980er Jahren auf sich aufmerksam machte. Insbesondere bestach er durch seine Schnelligkeit und seinen unbändigen Kampfeswillen.

Karriere als Spieler[Bearbeiten]

Verein[Bearbeiten]

Er begann seine Karriere 1976 bei Vanløse IF und wechselte im Winter 1977 von dort zum 1. FC Köln. Mit den Kölnern gewann er 1978 das Double, bestehend aus der deutschen Meisterschaft und dem DFB-Pokal. Allerdings konnte er sich bei den Rheinländern nicht durchsetzen und kam in eineinhalb Jahren nur zu neun Einsätzen und einem Tor. Er wechselte daraufhin zum belgischen Erstligisten SC Lokeren, wo ihm dann der Durchbruch gelang. In sechs Jahren machte er 190 Spiele und schoss 98 Tore. Nach der Europameisterschaft 1984 wechselte er zum italienischen Erstligisten Hellas Verona. Mit Hans-Peter Briegel gewann er im ersten Jahr die italienische Meisterschaft. In seinen vier Jahren in Italien machte er 91 Spiele und kam auf 32 Tore. 1988 kehrte er nach Dänemark zurück und spielte zwei Jahre bei Vejle BK, ehe er 1990 seine Karriere beendete.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Sein erstes Länderspiel für Dänemark machte Larsen am 22. Juni 1977 gegen Finnland. Dabei stand er in der Startelf. Durch die Tatsache, dass er in Köln nur Ergänzungsspieler war dauerte es bis Mai 1978, bis er sein zweites Länderspiel machen konnte. Nach seinem Wechsel nach Belgien, wurde er dann Stammspieler in der Nationalelf. Unter dem deutschen Nationaltrainer Sepp Piontek qualifizierte sich Preben Elkjær für die EM 1984 in Frankreich. Dänemark hatte die Qualifikationsgruppe als Sieger vor England beendet und Larsen war mit vier Treffern einer der dänischen Leistungsträger gewesen. In Frankreich kämpfte sich die dänische Mannschaft bis ins Halbfinale. Larsen hatte mit zwei Treffern Anteil an den zwei dänischen Siegen in der Vorrunde gehabt. Gegen Halbfinal-Gegner Spanien kämpfte sich die Mannschaft bis ins Elfmeterschießen, wo allerdings Larsen zur tragischen Figur wurde. Er verschoss den letzten entscheidenden Elfmeter, wodurch Dänemark ausschied. Aufgrund seiner starken Leistung im Turnier wurde Larsen auf den dritten Platz des besten europäischen Fußballers des Jahres 1984 gewählt (hinter Platini und Tigana).

Bei der zwei Jahre später stattfindenden WM in Mexiko erreichte Larsen mit Dänemark das Achtelfinale. Dänemark gewann alle Spiele und zog als beste Vorrundenmannschaft mit 9:1 Toren in das Achtelfinale ein. Larsen schoss vier Tore. Im Achtelfinale war dann auch Schluss: Spanien siegte mit 5:1. Larsen wurde aufgrund seiner Leistungen in der Vorrunde hinter Diego Maradona und Harald Schumacher zum drittbesten Spieler der WM 1986 gewählt.[1] Auch bei der EM 1988 in Deutschland war er mit der Nationalmannschaft mit von der Partie. Dort schieden die Skandinavier allerdings schon nach der Gruppenphase aus. Im zweiten Gruppenspiel gab es auch eine 0:2 Niederlage gegen Deutschland. Das war Larsens 69. und letztes Länderspiel. Er trat nach dem Turnier aus der Nationalmannschaft zurück.

Karriere als Trainer[Bearbeiten]

Silkeborg IF[Bearbeiten]

Von 1995 bis 1996 war er Trainer bei Silkeborg IF

Überblick[Bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten]

Statistik[Bearbeiten]

Erfolge[Bearbeiten]

  • 1977 DFB-Pokal-Sieger
  • 1978 Deutscher Meister
  • 1978 DFB-Pokal-Sieger
  • 1985 Italienischer Meister

Ehrungen[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

Larsen verschaffte sich durch sein lockeres Auftreten außerhalb des Fußballplatzes viele Sympathien. Kurioserweise war Larsen notorischer Kettenraucher, Liebhaber schneller Autos und für seinen Fahrstil berühmt und berüchtigt. So ist eine Anekdote verbreitet, wonach sich Larsen beim Wechsel Hans-Peter Briegels zu Hellas Verona anbot, ihm mit dem Wagen die Stadt zu zeigen. Briegels Kommentar nach der Fahrt: „Ich bin froh, dass ich mit dem Leben davon kam.“ Nicht von ungefähr hat Larsen den Spitznamen „Crazy Horse“.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. FIFA Awards - World Cup 1986 "Golden Ball". Abgerufen am 30. Mai 2010 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Preben Elkjær – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorgänger Amt Nachfolger
Morten Olsen Fußballer des Jahres in Dänemark
1984
Michael Laudrup