Hans-Peter Briegel

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Hans-Peter Briegel

Hans-Peter Briegel 2012 im Studio bei Markus Lanz

Spielerinformationen
Voller Name Hans-Peter Briegel
Geburtstag 11. Oktober 1955
Geburtsort KaiserslauternDeutschland
Größe 1,88 m
Position Abwehr
Vereine in der Jugend
1972–1974
1974–1975
SV Rodenbach
1. FC Kaiserslautern
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1975–1984
1984–1986
1986–1988
1. FC Kaiserslautern
Hellas Verona
Sampdoria Genua
240 (47)
55 (12)
51 0(9)
Nationalmannschaft
1976–1978
1978–1979
1979–1986
Deutschland Amateure
Deutschland B
Deutschland
6 0(0)
2 0(1)
72 0(4)
Stationen als Trainer
1989–1992
1992–1994
1994–1995
1999–2000
2001–2002
2002–2006
2006–2007
2007
FC Glarus
SV Edenkoben
SG Wattenscheid 09
Beşiktaş Istanbul
Trabzonspor
Albanien
Bahrain
MKE Ankaragücü
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Hans-Peter Briegel (* 11. Oktober 1955 in Kaiserslautern[1]) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und heutiger Fußballfunktionär und -trainer. Sein größter internationaler Erfolg war der EM-Titel 1980.

Spieler[Bearbeiten]

Leichtathlet[Bearbeiten]

Briegel kam aus der Leichtathletik und war deutscher Jugendmeister im Weitsprung und Dreisprung. Er absolvierte auch zwei Zehnkämpfe, was die Presse später dazu veranlasste, ihn als „ehemaligen Zehnkämpfer“ zu bezeichnen. Seine Weit- und Dreisprungbestleistungen erzielte Briegel als A-Jugendlicher des TV Rodenbach in den Jahren 1972 und 1973.[2]

Verein[Bearbeiten]

Briegel begann seine fußballerische Karriere erst mit 17 Jahren und spielte zuerst für den jetzigen Landesligisten Sportverein Rodenbach 1919 e.V. Nach dem Wechsel zum 1. FC Kaiserslautern spielte er von 1975 bis 1984 in der Fußball-Bundesliga.[3] Später war er für Hellas Verona und Sampdoria Genua tätig. Mit Hellas Verona wurde Briegel 1985 italienischer Meister. Im selben Jahr wurde er als erster im Ausland spielender Fußballer zu Deutschlands Fußballer des Jahres gewählt. Briegel, die „Walz aus der Pfalz“, wie er wegen seiner athletischen Statur und seines ungebändigten Vorwärtsdranges oft genannt wurde, beendete 1988 seine aktive Laufbahn als Spieler.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Von Oktober 1979 bis Juni 1986 machte er 72 Spiele in der deutschen Fußballnationalmannschaft.[4] Dabei gelangen ihm vier Tore. Die Höhepunkte seiner Karriere waren der Europameistertitel 1980 und die Vizeweltmeistertitel 1982 in Spanien und 1986 in Mexiko. Vor der A-Nationalmannschaft hatte er bereits bei der DFB-Amateurnationalmannschaft von 1976 bis 1978 sechs Länderspiele bestritten.

Trainer[Bearbeiten]

Von Oktober 1989 bis zum 30. Juni 1992 war Briegel Spielertrainer beim FC Glarus. Seine erste reine Trainerstation war der SV Edenkoben von Juli 1992 bis Juni 1994. Danach trainierte er unter anderem die SG Wattenscheid 09 bis März 1995, Beşiktaş Istanbul zunächst von Mai 1999 bis September 1999 als Ko-Trainer unter Karl-Heinz Feldkamp und von Mitte September 1999 bis Juni 2000 als Cheftrainer und Trabzonspor von November 2001 bis Juni 2002.

Vom 21. Dezember 2002 bis zu seinem Rücktritt am 9. Mai 2006 war Briegel Trainer der albanischen Nationalmannschaft, von Juli 2006 bis zum 20. Januar 2007 Trainer der bahrainischen Nationalmannschaft. Zur Saison 2007/08 wurde er Cheftrainer des türkischen Erstligisten MKE Ankaragücü und wurde nach fünf Monaten wieder entlassen.

Funktionär[Bearbeiten]

Von Sommer 1996 bis zu seinem Rücktritt am 21. Oktober 1997 war Briegel Sportlicher Leiter des 1. FC Kaiserslautern. Am 5. November 2002 wurde er in den Aufsichtsrat des FCK gewählt. Bis zu seinem Rücktritt am 10. Dezember 2003 saß Briegel in diesem Gremium.

Anekdoten[Bearbeiten]

  • Briegel war als Spieler dafür bekannt, ohne Schienbeinschützer zu spielen.
  • Seine größten Triumphe als Trainer waren die Siege gegen den von Otto Rehhagel trainierten Europameister Griechenland und gegen die Nationalmannschaft Russlands. Diese Siege brachten Briegel in Albanien einen Kultstatus ein. So wurden zahlreiche Kinder mit seinem Namen getauft. Legendär war auch sein Quartier in Tirana, das gegenüber dem Präsidentenpalast in einem Prachtbau Enver Hoxhas lag.

Privates[Bearbeiten]

Wie der Mannheimer Morgen am 12. Januar 2010 berichtete, engagieren sich Hans-Peter Briegel und seine Frau Petra seit 2008 in Zusammenarbeit mit der DFB-Stiftung Egidius Braun und dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ für notleidende Menschen in Mexiko, die auf Müllhalden leben und täglich um ihr Überleben kämpfen müssen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatHans-Peter Briegel: Porträt. Abgerufen am 18. Juli 2010.
  2. Statistiken, Leichtathletikarchiv, Ewige Bestenlisten Rheinland-Pfalz
  3. Matthias Arnhold: Hans-Peter Briegel - Matches and Goals in Bundesliga. Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation. 29. November 2012. Abgerufen am 2. Januar 2013.
  4. Matthias Arnhold: Hans-Peter Briegel - International Appearances. Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation. 13. März 2004. Abgerufen am 2. Januar 2013.