Rückkehr zum Planet der Affen

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Filmdaten
Deutscher Titel Rückkehr zum Planet der Affen
Originaltitel Beneath the Planet of the Apes
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Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1970
Länge Kino und Blu-ray Disc: 95 Minuten
DVD: 91 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Ted Post
Drehbuch Paul Dehn
(Story: Paul Dehn und Mort Abrahams, Figuren: Pierre Boulle)
Produktion Arthur P. Jacobs
Musik Leonard Rosenman
Kamera Milton R. Krasner
Schnitt Marion Rothman
Besetzung
Synchronisation

Rückkehr zum Planet der Affen (Originaltitel: Beneath the Planet of the Apes) ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film aus dem Jahr 1970 von Regisseur Ted Post. Der Film stellt die Fortsetzung von Planet der Affen aus dem Jahr 1968 dar.

Handlung[Bearbeiten]

Ein Raumschiff von der Erde macht eine Bruchlandung in einer kargen Wüstenlandschaft auf einem ihnen unbekannten Planeten. An Bord befinden sich die Astronauten Brent und Skipper. Ihr Auftrag lautet, den verschollenen Astronauten Taylor und seine Mannschaft zu finden. Als Brent kurz vor ihrem Absturz von den Instrumenten die Erdzeit prüft, liest er das Jahr 4955 (im Originalton: 3955) ab. Da sie dieselbe Flugbahn wie Taylor geflogen sind, geht Brent davon aus, dass Taylor dasselbe wie ihnen passiert ist. Als Skipper kurz darauf stirbt und von Brent beerdigt wird, kommt eine Frau auf einem Pferd herangeritten: Es ist Nova, die stumme Frau, die im ersten Film der Reihe zusammen mit Taylor aus der Affenstadt geflohen ist. Brent erkennt, dass sie Taylors Erkennungsmarke am Hals trägt, und bittet sie, ihn zu Taylor zu führen, doch stattdessen führt sie ihn direkt in die Stadt der Affen.

Dort findet gerade die Versammlung des Bürgerrats statt, wo Gorilla-General Ursus die Affen dazu aufhetzt, Gebiete in der sogenannten „verbotenen Zone“ militärisch zu erobern, um Land für Nahrung zu gewinnen und die dort vermuteten Menschen ihnen untertan zu machen. Ursus erklärt, dass nur die Affen die göttliche Fähigkeit besitzen, zwischen Gut und Böse unterscheiden zu können, und nur ein toter Mensch ein guter Mensch wäre.

Brent und Nova suchen die menschenfreundlichen Schimpansen Zira und Cornelius auf, die ihnen Proviant und neue Kleidung geben. Doch Brent und Nova werden von Affen verhaftet und in den Zoo gebracht. Als die beiden als Zielscheiben für Schießübungen verwendet werden sollen, ermöglicht Zira ihnen die Flucht. Als diese entdeckt wird, werden sie von Ursus' Soldaten in die „Verbotene Zone“ verfolgt und müssen sich in einer unterirdischen Höhle verstecken. Dort erkennt Brent, dass es sich um die ehemalige U-Bahn-Station Queensboro Plaza von New York City handelt und er sich somit auf der Erde der Zukunft befindet.

In der Zwischenzeit holt sich General Ursus von den Orang-Utan-Priestern den Segen und bereitet sich auf den Heiligen Krieg gegen die Menschen vor. Als die Gorilla-Armee unter General Ursus zusammen mit Zaius loszieht, stellen sich ihnen pazifistische Schimpansen in den Weg und demonstrieren gegen den Krieg. Die Gorillas lassen diese jedoch aus dem Weg räumen und marschieren weiter in Richtung der verbotenen Zone.

Brent und Nova erforschen das Höhlensystem und werden von einem Summen zu einer Gruppe von Menschen geführt, welche sich nach einem verheerenden Atomkrieg aufgrund von radioaktiver Strahlung zu Mutanten entwickelt haben. Die Mutanten besitzen telepathische Fähigkeiten und beten eine Atombombe an, die sie als heilige Waffe des Friedens bezeichnen und sich selbst als Priester der göttlichen Bombe.

Die Mutanten versuchen, die vorrückende Gorilla-Armee mittels telepathischer Sinnestäuschungen abzuwehren, was jedoch nicht gelingt. Brent wird in eine Zelle gesperrt, in der bereits Taylor gefangen ist. Einer der Mutanten zwingt sie nun durch die Kraft seiner Gedanken, gegeneinander zu kämpfen. Während ihres Kampfes taucht Nova auf und spricht ihr erstes Wort aus: „Taylor“. Dadurch abgelenkt, kann der Mutant überwältigt und getötet werden. Als Brent erzählt, dass die Mutanten eine Atombombe mit der Aufschrift „Α Ω“ besitzen, erklärt Taylor, dass es sich dabei um die Bombe des Jüngsten Gerichts mit einem Kobalt-Mantel handelt, welche eine totale Vernichtung der Erde verursacht.

Die Gorilla-Armee stürmt das Höhlensystem und schießt wild um sich. Dabei wird Nova getötet. Nachdem die Affen in die Kapelle mit der Atombombe gelangt sind und die Mutanten getötet haben, kommt es dort zum Schussgefecht mit Brent und Taylor. Taylor wird angeschossen und bittet Zaius um Hilfe, doch der erklärt nur, dass die Menschen zu nichts anderem fähig sind als zu zerstören. Nachdem auch Brent getötet wurde, zündet Taylor mit letzter Kraft die Atombombe und vernichtet den gesamten Planeten.

Synchronisation[Bearbeiten]

Die deutsche Synchronisation wurde von der Berliner Synchron GmbH erstellt. Dialogbuch führte Ruth Leschin, Dialogregie Dietmar Behnke.[1]

Rolle Darsteller Deutsche Stimme
Brent James Franciscus Heinz Petruo
Zira Kim Hunter Renate Danz
Prof. Zaius Maurice Evans Konrad Wagner
Dicker Mann Victor Buono Gerd Duwner
Ursus James Gregory Wolfgang Amerbacher
Cornelius David Watson Claus Jurichs
Taylor Charlton Heston Wilhelm Borchert
Erzähler Paul Frees Joachim Nottke

Hintergrund[Bearbeiten]

  • Charlton Heston hat in diesem Film eine andere deutsche Stimme als im ersten Teil. Auch die Archivaufnahmen aus dem letzten Film (welche zu Beginn gezeigt werden) wurden mit der Stimme von Wilhelm Borchert anstelle von Wolfgang Kieling nachsynchronisiert.
  • In der englischen Version hört man Brent sagen, die Instrumente hätten vor dem Absturz als Erdzeit das Jahr 3955 angezeigt. Im ersten Teil ist Taylor jedoch erst im Jahr 3978 auf den Planeten gestürzt, also 23 Jahre später. Brent hätte sich somit noch 23 Jahre auf dem Planeten aufhalten müssen, bis er auf Taylor hätte treffen können. Im Film wird dieser Punkt nicht erklärt. In der deutschen Synchronisation hört man Brent anstatt 3955 die Jahreszahl 4955 sagen.
  • Der Film ist der einzige der fünfteiligen Original-Serie, in dem Roddy McDowall nicht die Rolle des Cornelius spielte, da er zu der Zeit für einen anderen Film Regie führte. Er erscheint jedoch zu Beginn in einer Archivaufnahme aus dem vorigen Film.
  • Natalie Trundy (Ehefrau von Produzent Arthur P. Jacobs) hatte in der Rolle der Mutantin Albina ihren ersten Auftritt in der Planet-der-Affen-Filmreihe und spielte danach in allen drei weiteren Fortsetzungen (als Menschenfrau und Schimpansin) mit.
  • Die Bombe im Film ist eine Anspielung auf die tatsächlich theoretisch konzipierte Kobaltbombe, die jedoch, anders als im Film, keine Sprengung des ganzen Planeten, sondern stark erhöhten radioaktiven Fallout bewirkt.

Produktionsgeschichte[Bearbeiten]

  • Nach dem Erfolg des ersten Teils drängte der Produktionsleiter von 20th Century Fox Stan Hough auf eine Fortsetzung. Produzent Arthur P. Jacobs wandte sich deswegen an die Autoren Rod Serling und Pierre Boulle, die Vorschläge für einen weiteren Film machen sollten. Jacobs gefiel allerdings keiner davon. Schließlich wandte sich Koproduzent Mort Abrahams an Autor Paul Dehn, der am 13. September 1968 ein erstes Exposé unter dem Arbeitstitel Planet of the apes revisited vorlegte. Viele seiner Ideen fanden den Weg in den Film. Seine Idee, ein Mischlingskind – halb Mensch, halb Affe – einzuführen, wurde vom Studio jedoch abgelehnt, da man befürchtete, dass allein die Andeutung dieses Themas (Zeugung eines Kindes zwischen einem Menschen und einem Affen) zu einer Altersbeschränkung des Films in den USA führen würde. Als Regisseur wurde schließlich Ted Post verpflichtet. Nachdem Charlton Heston sich jedoch weigerte, in der Fortsetzung mitzuspielen, drohte auch Post mit seinem Rückzug. Richard D. Zanuck versuchte persönlich, Heston zu überreden, und erklärte ihm, dass sie die Fortsetzung nicht ohne ihn machen könnten. Heston gab nach, allerdings wollte er, dass seine Figur gleich zu Beginn des Films getötet wird. Als sich das Drehbuch weiter entwickelte, schlug man Heston vor, dass er gleich zu Beginn des Films verschwinden, erst wieder am Ende des Films auftauchen und dann getötet werden sollte. Heston stimmte schließlich auch dem, wenn auch nur widerwillig, zu.[2]
  • Um Kosten zu sparen, wurde für viele Statisten nicht mehr das aus dem ersten Teil bekannte, aufwändige Affen-Makeup mit Prothesen verwendet, sondern überziehbare Gummimasken. Darüber hinaus verwendete man Teile der bereits vorhandene Kulissen aus dem Film Hello, Dolly.[2]
  • Heston schlug das Ende vor, in dem er selbst die Atombombe zündet und die Erde vernichtet. [2]

Kritiken[Bearbeiten]

„Mit seiner Fortsetzung hat der Filmmacher Ted Post nunmehr alle Befürchtungen übertroffen: Er sortiert die äffischen Weltbeherrscher in pazifistische „Tauben“ (Schimpansen) und militante „Falken“ (Gorillas), hetzt sie nach den dramaturgischen Gesetzen der Abenteuerromane aus dem vorigen Jahrhundert ins Gefecht gegen einen Menschheitsrest, der in New Yorker U-Bahn-Tunneln eine Kobalt-Bombe vergöttert, und macht am Schluß tabula rasa.“

Der Spiegel[3]

„Anstatt Charlton Heston sehen wir eben James Franciscus herumirren und vor den Affen flüchten. […] Auch die sozialkritische Komponente in diesem Film ist enttäuschend: Weil die pazifistischen Schimpansen die Armee mit Protestmärschen aufhalten will, werden sie in Käfige eingesperrt. Diese Parallele zu den Sechziger Jahren und ein impliziter Aufruf gegen die Atombombe sind die seltenen sozialkritischen Punkte, welche im gesamten Film auftauchen. Dabei stellt die Anbetung der Atombombe einen interessanten Gedanken dar: Gott ist nicht mehr unvorstellbar, sondern manifestiert sich in der durchführbaren totalen Zerstörung.“

Thomas Vesely - allesfilm[4]

„Der Fortsetzungsfilm ist nicht mehr so beklemmend satirisch wie der Vorgänger, aber im Rahmen der Serie nicht ohne Reiz.“

Lexikon des Internationalen Films[5]

Fortsetzungen[Bearbeiten]

1971: Flucht vom Planet der Affen
1972: Eroberung vom Planet der Affen
1973: Die Schlacht um den Planet der Affen

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rückkehr zum Planet der Affen in der Deutschen Synchronkartei
  2. a b c Dokumentation Hinter den Kulissen von Planet der Affen
  3. Filmkritik Apokalypse im Tunnel
  4. Filmkritik Rückkehr vom Planet der Affen
  5. Rückkehr zum Planet der Affen im Lexikon des Internationalen Films