Raymond Smullyan

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Raymond Smullyan

Raymond Merrill Smullyan (* 25. Mai 1919 in Far Rockaway, Queens, New York City) ist ein US-amerikanischer Mathematiker und Logiker, der vor allem durch seine populärwissenschaftlichen Bücher mit logischen Rätseln und philosophischen Geschichten bekannt wurde.

Leben[Bearbeiten]

Smullyan wurde in Far Rockaway geboren, das auf der zu Queens gehörigen Halbinsel Rockaway liegt. In seiner Jugend interessierte er sich gleichermaßen für Musik und Mathematik, doch verließ er die High School ohne Schulabschluss. Nach seiner Ausbildung als Pianist u. a. bei Gunnar Johansen an der University of Wisconsin-Madison arbeitete er zunächst als Klavierlehrer am Roosevelt College in Chicago. Als ihn eine Tendinitis-Erkrankung im rechten Arm zur Aufgabe dieser Tätigkeit zwang, wandte er sich der Mathematik zu. Er wechselte mehrfach die Universitäten, u. a. studierte er bei Rudolf Carnap an der University of Chicago, und verdiente seinen Lebensunterhalt als Zauberkünstler in Nachtklubs. Schließlich schloss er das Mathematikstudium doch noch 1959 an der Princeton University mit dem Erwerb des Doktortitels (Ph.D.) ab. Seit 1961 war Smullyan Professor für Mathematik u. a. an der Yeshiva University sowie dem Lehman College und dem Graduate Center der City University of New York. Nach seiner Emeritierung dort im Jahr 1982 wurde er noch zum Professor der Philosophie an der Indiana University berufen.

1962 war er Invited Speaker auf dem Internationalen Mathematikerkongress in Stockholm (Analytic natural deduction).

Logik[Bearbeiten]

Smullyan beschäftigt sich mit logischen Rätseln, häufig tauchen Paradoxa auf. Die Rätsel sind in der Umgebung von Rittern und Schurken, Tag- und Nachtrittern und anderen abstrakten Gesellschaften angesiedelt.

Schachkomposition[Bearbeiten]

Nur anscheinend paradox ist die retroanalytische Lösung seiner Schachaufgabe, in welcher ein Doppelschach vorkommt, ohne dass eine der beiden Schach bietenden Figuren zuletzt gezogen hat.

Werke[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Donald J. Albers, G. L. Alexanderson Mathematical People - Profiles and Interviews, Birkhäuser 1985

Weblinks[Bearbeiten]