Robert Glasper

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Robert Glasper beim Newport Jazz Festival, August 2006

Robert Glasper (* 5. April 1978 in Houston, Texas[1]) ist ein US-amerikanischer Jazz-Pianist.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Glasper wurde musikalisch stark durch seine Mutter geprägt, die Gospelsängerin war, aber auch eine Band leitete und mit ihr in den regionalen Blues- und Jazzclubs auftrat. Im Alter von zwölf Jahren spielte er erstmals in der Kirche Piano. Er besuchte die renommierte High School for the Performing and Visual Arts in Houston, bevor er nach New York zog, um dort an der Universität The New School zu studieren. Noch als Student spielte er mit Christian McBride, Kenny Garrett und Russell Malone. Anschließend arbeitete er mit Roy Hargrove, Carmen Lundy und Terence Blanchard (Bounce, 2003). Im Jahr 2004 veröffentlichte er sein Debütalbum Mood, welchem ein Jahr später das erste Album auf dem Majorlabel Blue Note Records, Canvas, folgte. Seine Mutter und ihr zweiter Ehemann wurden 2004 Opfer eines Mordes. Die Musik brachte ihn darüber hinweg, sagte er im Interview, er habe seine Trauer am Piano ausgelebt.[2][3] 2007 erschien sein drittes Album In My Element.

Glasper wurde auch durch Hip-Hop beeinflusst; daher kam es zu einer Zusammenarbeit mit Künstlern dieser Musikrichtung, darunter Bilal, Mos Def, Common, Talib Kweli, Slum Village, Jay-Z, J Dilla sowie Erykah Badu. Zusätzlich zu seinem Jazztrio tritt er auch gemeinsam mit Derrick Hodge, Chris Dave und Casey Benjamin unter dem Namen The Robert Glasper Experiment in Erscheinung, wo er mit der Fusion aus Jazz und Hip-Hop experimentiert.[4] Glasper arbeitete außerdem mit Jeremy Pelt, Marcus Strickland und Jaleel Shaw.

2012 erhielt er den Rising Star Award als Jazzmusiker des Jahres in den Down Beat Kritikerpolls[5] und 2013 wurde das Album Black Radio mit dem Grammy Award for Best R&B Album ausgezeichnet.

Diskografische Hinweise[Bearbeiten]

  • Mood (Fresh Sound/New Talent, 2004; aufgenommen 2002)
  • Canvas (Blue Note, 2005)
  • In My Element (Blue Note, 2007)
  • Double Booked (Blue Note, 2009)
  • Black Radio (Blue Note, 2012)
  • Black Radio Recovered: The Remix EP (Blue Note, 2012)
  • Black Radio 2 (Blue Note, 2013)

Quellen[Bearbeiten]

  1. Encyclopedia of Jazz Musicians: Glasper, Robert(englisch, abgerufen 31. Juli 2012)
  2. Peter Culshaw in The Telegraph vom 22 November 2007: Robert Glasper: The pianist whose jazz is filled with soul (Culshaw schreibt fälschlicherweise „[...] were murdered last year“).
  3. Glasper widmete ihr 2013 seinen Grammy; s. das Video seiner Danksagung.
  4. Nate Chinen: The Corner of Jazz and Hip-Hop (2012) in Im Februar 2012 spielte er mit dem Robert Glasper Experiment im New Yorker Blue Note zusammen mit Lupe Fiasco und Kanye West.Kanye West & Mos Def Join Lupe Fiasco for Blue Note Show
  5. "Down Beat"-Auszeichnungen 2012, Spiegel online 8. Dezember 2012

Weblinks[Bearbeiten]