Robert Sheckley
Robert Sheckley (* 16. Juli 1928 in Brooklyn, New York City; † 9. Dezember 2005 in Poughkeepsie, NY) war ein US-amerikanischer Schriftsteller. Er gilt als einer der humorvollsten Erzähler der Science-Fiction-Literatur.
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Leben[Bearbeiten]
Robert Sheckley wuchs in New Jersey auf. Nach der High School und verschiedenen Jobs als Gärtner, Verkäufer und Barkeeper diente er in der United States Army und wurde in Korea stationiert. Er wurde dort als Redakteur für eine Truppenzeitung und als Gitarrist in einer Tanzkapelle der Army eingesetzt. Nach dem Militärdienst besuchte er die New Yorker Universität und studierte dort Englisch, Psychologie und Philosophie. In dieser Zeit begann Sheckley, Science-Fiction-Storys zu schreiben, und verkaufte diese an verschiedene SF-Magazine (die erste Geschichte druckte Imagination). 1951 beschloss er, freier Autor zu werden, und verfasste Krimis, Thriller und SF. Ab 1970 lebte er auf Ibiza, von 1977 bis 1980 in London, um danach in die USA zurückzukehren. Ab 1979 arbeitete er bei dem renommierten Magazin Omni als Literaturredakteur und hatte Gastdozenturen an verschiedenen Universitäten.[1]
Robert Sheckley starb im Dezember 2005 in Poughkeepsie, NY, im Alter von 77 Jahren an einem Hirn-Aneurysma.
Werk[Bearbeiten]
Seinen größten Bekanntheitsgrad in der SF-Szene erreichte Sheckley mit seinen häufig humorvoll geprägten Kurzgeschichten, von denen er zeit seines Lebens mehr als 200 schrieb und von denen einige die Vorlagen für Filme wie „Das Millionenspiel“ oder „Das zehnte Opfer“ lieferten. Oft getränkt von Satire und Ironie, machten seine Texte auch vor dem Veralbern herkömmlicher SF-Ideen nicht halt und hielten oftmals der Wirklichkeit einen zynischen Spiegel vor. In „Hunting Problem“ erzählt er von Aliens, die als Mutprobe das Fell eines besonders wilden Tieres erjagen sollen – den Raumanzug eines Astronauten. „The Robot Who Looked Like Me“ schildert, wie Leute aus Zeitnot zu ihren Stelldicheins immer Roboter-Kopien von sich schicken – bis die Roboter miteinander durchbrennen. Und in „Plague Circuit“ wird geschildert, wie Zeitreisende Seuchen auslösen, um die Überbevölkerung im Zaum zu halten – die Erzählung schließt mit den Worten "... manchmal ist es hart, ein Gärtner für die Menschheit zu sein."
Victim[Bearbeiten]
- Das zehnte Opfer. 1966, ISBN 3-404-22077-3, The 10th Victim. 1965
- Das Jäger-Spiel. 1987, ISBN 3-404-13099-5, Victim Prime auch: Pop Death. 1987
- Jäger und Opfer. 1988, ISBN 3-404-13163-0, Hunter/Victim. 1988
Aliens[Bearbeiten]
- Alien Starswarm. 1990
- Blutige Ernte. 1998, ISBN 3-442-24852-3, Alien Harvest. 1995
- Aliens Omnibus Vol 3: Alien Harvest / Rogue. 1997
Bill, the Galactic Hero[Bearbeiten]
(mit Harry Harrison)
- Die Welt der essbaren Gehirne. 1994, ISBN 3-453-07767-9, The Planet of the Bottled Brains. 1990
Beste Böse Tat - Millenial Contest[Bearbeiten]
(mit Roger Zelazny)
- Bring mir den Kopf des Märchenprinzen, Bergisch Gladbach: Bastei-Lübbe 20275, 1996, ISBN 3-404-20275-9, Bring Me the Head of Prince Charming. 1991
- Wer immer sterbend sich bemüht, Bergisch Gladbach: Bastei-Lübbe, 1996, ISBN 3-404-20293-7, 'If At Faust You Don't Succeed. 1993
- Ein Schauspiel, teuflisch bös und unmoralisch, Bergisch Gladbach: Bastei-Lübbe, 1998, ISBN 3-404-20325-9, A Farce To Be Reckoned With. 1995
Hob Draconian[Bearbeiten]
- The Alternative Detective. 1993
- Draconian New York. 1996
- Soma Blues. 1997
Einzelromane[Bearbeiten]
- Lebensgeister GmbH auch: Freejack – Lebensgeister GmbH. ISBN 3-404-13413-3, 1982, Immortality, Inc. auch: Immortality Delivered. 1958
- Planet der Verbrecher. 1963, ISBN 3-404-21161-8, The Status Civilization auch: Omega. 1960
- Journey Beyond Tomorrow. 1962
- Mr. Joenes wundersame Reise. 1981, , ISBN 3-404-22035-8, Journey Of Joenes. 1964
- Der Seelentourist. 1984, ISBN 3-404-22071-4, Mindswap. 1966
- 1. Preis: Allmächtigkeit. 1984, ISBN 3-404-22040-4, Dimension of Miracles. 1968
- Der unbegrenzte Mann. 1986, ISBN 3-404-22090-0, Options. 1975
- Die alchimistische Ehe. 1979, ISBN 3-426-05710-7, The Alchemical Marriage of Alistair Crompton auch: Crompton Divided. 1978
- Dramocles. 1985, ISBN 3-404-22081-1, Dramocles: An Intergalactic Soap Opera. 1983
- Minotaur Maze. 1990
- Watchbird. 1990
- Xolotl. 1993
- Godshome. 1998
Kriminalromane[Bearbeiten]
- Kaliber .50, Calibre .50. 1961
- Lauf um dein Leben, Dead Run. 1961
- Live Gold. 1962
- White Death. 1963
- Time Limit. 1967
- Duell in der Hitze, The Man in the Water. 1962
- Spaghetti mit blauen Bohnen, The Game of X. 1965
Kurzgeschichtensammlungen[Bearbeiten]
- Für Menschen ungeeignet. 1981, ISBN 3-404-22042-0, Untouched By Human Hands. 1954
- Utopia mit kleinen Fehlern. 1973, ISBN 3-442-23081-0, Citizen In Space. 1955
- Pilgerfahrt zur Erde. 1982, ISBN 3-8147-0022-8, Pilgrimage To Earth. 1957 (als stark veränderte Zusammenstellung bei Das Neue Berlin, DDR 1984, mit Nachwort von Erik Simon)
- Fütterungszeiten unbekannt. 1983, ISBN 3-404-22062-5, Notions: Unlimited. 1960
- Das geteilte Ich. 1963, ISBN 3-442-23064-0, Store Of Infinity. 1960
- Shards of Space. 1962
- Die Menschenfalle. 1969, ISBN 3-442-23110-8, The People Trap And Other Pitfalls. 1968
- Der grüne Jademond. 1973, ISBN 3-442-23167-1, Can You Feel Anything When I Do This? auch: Same to You Doubled. 1971
- Endstation Zukunft. 1981, ISBN 3-404-24020-0, The Robot Who Lookes Like Me. 1978
- The Wonderful World of Robert Sheckley. 1979
- Is THAT What People Do?: The Selected Short Stories of Robert Sheckley. 1984
- Feast of Sheckley. 1989
- The Collected Short Fiction of Robert Sheckley. 1991
- Dimensions of Sheckley. 2001
- Uncanny Tales. 2003
- The Masque Of Mañana. 2005
Deutsche Originalzusammenstellungen[Bearbeiten]
- Pilgerfahrt zur Erde. 1971, ISBN 3-8147-0022-8.
- Endlich allein. 1982, ISBN 3-423-09188-6, Alone at last. 1982 (zweisprachig : Engl.-dt.)
- Das große Robert Sheckley Buch. 1985, ISBN 3-404-24070-7.
- Das zweite Robert Sheckley Buch. 1987, ISBN 3-404-24090-1.
- Der widerspenstige Planet. 2009, ISBN 978-3-453-52562-7, The Collected Stories. 2009
Als Herausgeber[Bearbeiten]
- After the Fall. 1980
- Thrillers. 1994
Sachbuch[Bearbeiten]
- Futuropolis. 1978
Hörspiele[Bearbeiten]
- 1970: Einmal Utopia - Hin und zurück RIAS Berlin
- 1972: Der Minimalforscher SWF
- 1973: Genau wie auf der Erde SWF
- 1975: Menschenfalle oder Das Landrennen SWF 59 Min. – Regie: Peter Michel Ladiges
- 1979: In A Land Of Clear Colours – Limited Edition Buch und Hörspiel 1000 Kopien.
- 1985: Der Berufstote, SFB
- 1989: Das bessere Drittel SDR
- 1993: In A Land Of Clear Colours – Brian Eno und Peter Sinfield
Verfilmungen[Bearbeiten]
- 1965: Das zehnte Opfer (La decima vittima) – Regie: Elio Petri (eine Verfilmung der Kurzgeschichte „The Seventh Victim“; nach dem Film wiederum baute Sheckley die Idee aus zu dem Roman „The Tenth Victim“)
- 1967: Geheimnisse in goldenen Nylons (Deux billets pour Mexico) – Regie: Christian-Jaque
- 1970: Das Millionenspiel – Regie: Tom Toelle, nach Sheckleys Story „The Prize Of Peril“
- 1980: Condorman – Regie: Charles Jarrott
- 1982: Kopfjagd – Preis der Angst (Le prix du danger) – Regie: Yves Boisset
- 1991: Freejack – Geisel der Zukunft – Regie: Geoff Murphy
Literatur[Bearbeiten]
- Hendrik P. Linckens: Interview mit Robert Sheckley. Interview. In: Hans Joachim Alpers u. a. (Hrsg.): Science Fiction Times 11/84. Corian, Meitingen, ISSN 0048-9654, S. 5–8.
- Michael Roth: Zu Besuch bei Robert Sheckley. Interview. In: Wolfgang Jeschke (Hrsg.): Das Science Fiction Jahr 1998. Heyne, München, ISBN 3-453-13313-7, S. 597–614.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Hans Joachim Alpers: Robert Sheckley. In: Das SF-Jahr 2006. München, S. 678.
Weblinks[Bearbeiten]
- Literatur von und über Robert Sheckley im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Robert Sheckley in der Internet Movie Database (englisch)
- Website zu Robert Sheckley
- Eine große Sammlung von Bildern mit Sheckley in Europa von 1999 bis 2005 – Aus der privaten Sammlung von Roberto Quaglia
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Sheckley, Robert |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 16. Juli 1928 |
| GEBURTSORT | Brooklyn, New York City |
| STERBEDATUM | 9. Dezember 2005 |
| STERBEORT | Poughkeepsie, NY |
