James Gunn (Schriftsteller)

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James Gunn

James Edwin Gunn (* 12. Juli 1923 in Kansas City (Missouri)) ist ein amerikanischer Autor von Science-Fiction-Romanen. Die von ihm in den 1960er und 1970er Jahren geschriebenen Werke gelten als seine bedeutendsten, und seine Anthologie The Road to Science Fiction wird als wichtiges Sekundärwerk zu dieser Literaturgattung angesehen. Gunn erhielt im Jahre 1983 einen Hugo Award für sein Sachbuch Isaac Asimov: The Foundations of Science Fiction. Weiterhin erhielt er 2007 die Auszeichnung „Damon Knight Memorial Grand Master Award“ von der Vereinigung Science Fiction and Fantasy Writers of America.

Biographie[Bearbeiten]

Gunn diente im Zweiten Weltkrieg in der U.S. Navy. Nach Kriegsende besuchte er die University of Kansas und schloss 1947 ein Studium der Journalistik mit dem Bachelor-Titel ab. Er erwarb ferner im Jahre 1951 den Titel Master of Arts im Fach Englisch. Gunn war anschließend an der Universität Kansas als Public Relations Direktor tätig und lehrte als Englisch-Dozent, wobei er sich auf Science Fiction und das Schreiben von Erzählungen spezialisierte. Heute ist er emeritierter Professor und Direktor des „Center for the Study of Science Fiction“.

In den Jahren 1971 und 1972 war er Präsident der Autorenvereinigung Science Fiction and Fantasy Writers of America, von der er 2007 mit dem Grand Master Award geehrt wurde. Ferner war er von 1980 bis 1982 Präsident der Science Fiction Research Association.

Schriftstellerisches Werk[Bearbeiten]

Gunn begann seine Science-Fiction-Autorenkarriere im Jahre 1948. Fast 100 seiner Kurzgeschichten erschienen in Zeitschriften und Anthologien. Er schrieb 26 Bücher und fungierte bei 10 Büchern als Herausgeber. Viele seiner Geschichten und Romane wurden auch übersetzt und in anderen Ländern publiziert. Einzelne seiner Kurzgeschichten wurden auch als Vorlagen zu Hörspielen und Fernsehfilmen in den USA verwendet.[1]

Werke (auszugsweise)[Bearbeiten]

Erzählungen und Romane[Bearbeiten]

  • This Fortress World (1955) – deutsch: Das Vermächtnis der Terraner (Bastei, 1973)
  • Star Bridge (mit Koautor Jack Williamson, 1955)
  • Station in Space (Stories, 1958) – deutsch: Brücke zwischen den Sternen (1960)
  • The Joy Makers (1961) – deutsch: Die Wächter des Glücks (Pabel, 1966)
  • The Immortals (1964) – deutsch: Der Gamma-Stoff (Goldmann, 1964)
  • Future Imperfect (Stories, 1964) – deutsch: Die Venus-Fabrik (Goldmann, 1976)
  • The Witching Hour (Stories, 1970) – deutsch: Die Hexen sind unter uns (Pabel, 1977)
  • The Listeners (1972) – deutsch: Die Horcher (Heyne, 1983)
  • The Burning (1972)
  • Some Dreams Are Nightmares (Stories, 1974)
  • The End of the Dreams (Stories, 1975)
  • The Magicians (1976) – deutsch: Die Tagung der Magier (Goldmann, 1979)
  • Kampus (1977)
  • The Dreamers (1981) – deutsch: Die Träumer (Heyne, 1986)
  • Crisis! (1986)
  • Gift from the Stars (2005)

Sachbücher[Bearbeiten]

  • Isaac Asimov: The Foundations of Science Fiction (1. Aufl. 1982, 2. erweiterte Auflage 1996), Scarecrow Press.
  • Inside Science Fiction (2006), Scarecrow Press.

Anthologien[Bearbeiten]

  • The Road to Science Fiction (mittlerweile insgesamt 6 Bände, von 1977 bis 1998, deutsch: Wege zur Science Fiction, 14 Bände, Heyne).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lexikon der Science Fiction Literatur (Hans Joachim Alpers, Werner Fuchs, Ronald M. Hahn, Wolfgang Jeschke), Heyne 7111, 1980, S. 342.

Weblinks[Bearbeiten]