Romoos

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Romoos
Wappen von Romoos
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Luzern (LU)
Wahlkreis: Entlebuch
BFS-Nr.: 1007i1f3f4
Postleitzahl: 6113
Koordinaten: 644736 / 20677847.0105518.026949791Koordinaten: 47° 0′ 38″ N, 8° 1′ 37″ O; CH1903: 644736 / 206778
Höhe: 791 m ü. M.
Fläche: 37.29 km²
Einwohner: 695 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 19 Einw. pro km²
Website: www.romoos.ch
Dorfkern von Romoos

Dorfkern von Romoos

Karte
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Romoos ist eine politische Gemeinde im Wahlkreis Entlebuch des Kantons Luzern in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten]

Die Grenzen von Romoos verlaufen fast ausschliesslich entlang natürlicher Grenzen. Die Grosse Fontannen bildet die Ost- und Südgrenze. Kurz vor der Grenze zum Kanton Bern, bei Unter Freimoss biegt sie gegen Norden ab und trifft beim Gehöft Hängelenfluh auf die Grenze zum Kanton Bern. Entlang eines Grats verläuft diese dann in nördlicher Richtung bis zum Hengst (1'372 m ü. M.). Nördlich des Hengsts entspringt der Krachenbach. Dessen Lauf entlang verläuft die Gemeindegrenze zu Hergiswil bei Willisau. Nach einigen Kilometern mündet der Krachenbach von links in die Kleine Fontannen, welche östlich des Hengsts entspringt. Die Kleine Fontannen bildet dann bis zu ihrer Vereinigung mit der Grossen Fontannen zur Fontannen die Grenze zu den Gemeinden Menznau und Wolhusen.

Die gesamte Gemeinde liegt im Voralpengebiet, im östlichen Teil des Napfberglandes und ist sehr hügelig - teilweise sogar gebirgig sowie vielfach stark bewaldet. Die Hügel zwischen den einzelnen Bächen sind zum Teil gerodet.

Romoos-Dorf liegt auf einer Höhe zwischen der Grossen Fontannen im Osten und dem Altmühlebach im Westen und Norden. In den Altmühlebach mündet von links der Rechenlochbach ein. Kurz nach dieser Vereinigung mündet dieser dann von links in die Grosse Fontannen. Gleich östlich der Bernergrenze entspringt der Goldbach, der zuerst ostwärts und dann südwärts fliesst und in den Seeblibach einmündet. Dieser entspringt - allerdings viel weiter südlich als der Goldbach - ebenfalls nahe der Grenze zum Kanton Bern. Er fliesst vorerst in östlicher, dann in südöstlicher Richtung und mündet von links in die Grosse Fontannen ein.

Nebst Romoos-Dorf gibt es auf dem Gemeindegebiet zahlreiche Einzelgehöfte und Häusergruppen. Jedoch nur noch eine einzige grössere Siedlung: Bramboden. Diese liegt auf 1'054 m ü. M. 4,8 km südwestlich des Dorfs.

Vom Gemeindeareal von über 37 km² ist 61,8 % von Wald bedeckt. Nur 34,8 % wird landwirtschaftlich genutzt. Doch handelt es sich teilweise um kargen Boden, dessen Ertrag wesentlich geringer ist als im Flachland. Bloss 2,2 % des Gemeindegebiets ist überbaut (Siedlungen, Strassen).

Romoos grenzt im Westen an die Gemeinde Trub im Kanton Bern. Alle anderen Gemeinden liegen im Kanton Luzern. Diese sind: Hergiswil im Nordwesten, Menznau im Norden, Wolhusen im Nordosten, Doppleschwand im Osten, Entlebuch (Exklave Dieplischwand) und Hasle im Südosten, Schüpfheim im Süden und Escholzmatt-Marbach im Südwesten.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1780 1'135
1798 1'395
1816 1'451
1837 1'610
1850 1'629
1900 1'194
1910 1'244
1990 724
2000 732
2004 745

Die Zahl der Bewohner stieg zwischen 1780 und 1837 stark an (1780-1837: +41,9 %). Grund dafür war der hohe Geburtenüberschuss. Nach einer Stagnationsphase bis 1850 setzte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine starke Auswanderungswelle in die Industriezentren und nach Amerika ein (1850-1900: -26,7 %). Nach einem kleinen Aufschwung in den 1900er Jahren folgte ein wahrer Exodus bis ins Jahr 1990 (1910-1990: -41,8 %). 1990 war das Jahr mit der historisch tiefsten Einwohnerzahl - 55,6 % weniger Einwohner als beim Höchststand 1850. Seither wächst die Einwohnerzahl ganz leicht (1990-2004: +2,9 %).

Sprachen[Bearbeiten]

Die Bevölkerung benutzt als Alltagssprache eine hochalemannische Mundart. Der Entlebucher Dialekt ist stark beeinflusst vom benachbarten Emmental und unterscheidet sich deutlich von der Stadtluzerner Mundart. Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2000 gaben 98,50 % Deutsch, 0,68 % Albanisch und 0,41 % Portugiesisch als Hauptsprache an.

Religionen - Konfessionen[Bearbeiten]

Pfarrkirche St. Maria Magdalena, 1134 geweiht

Früher waren alle Bewohner Mitglied der römisch-katholischen Kirche. Auch heute noch ist die Bevölkerung wesentlich gläubiger als in den verstädterten Regionen der Schweiz. Heute (Stand 2000) sieht die religiöse Zusammensetzung der Einwohnerschaft wie folgt aus. Es gibt 91,39 % römisch-katholische und 4,51 % evangelisch-reformierte Christen. Daneben findet man 0,68 % Muslime und 0,41 % Konfessionslose. Die Muslime sind albanischer Herkunft.

Blick vom Dorf Romoos nordwestlich Richtung Under Grämse

Herkunft - Nationalität[Bearbeiten]

Von den 744 Einwohnern Ende 2006 waren 737 Schweizer und 7 (=0,9 %) Ausländer. Anlässlich der letzten Volkszählung waren 98,22 % (einschliesslich Doppelbürger 98,50 %) Schweizer Staatsangehörige. Die wenigen Ausländer sind Albaner aus dem Kosovo und Portugiesen.

Verkehr[Bearbeiten]

Romoos liegt an keiner Verkehrsachse. Bis ins 19. Jahrhundert gab es keine ausgebauten Strassen hinunter ins Tal der Kleinen Emme (Entlebuch). Romoos ist heute durch die Postautolinie Wolhusen-Doppleschwand-Romoos-Holzwegen durch den Öffentlichen Verkehr erschlossen - der Ortsteil Bramboden durch die Postautolinie Hasle-Bramboden.

Bei der 1999 geschlossenen Haltestelle Doppleschwand-Romoos an der Bahnlinie Luzern-Bern zweigt die Strasse Richtung Doppleschwand und Romoos von der Strasse Wolhusen-Langnau BE ab. Die Haltestelle war so viele Kilometer vom Dorf entfernt, dass sie für die Bewohner von Romoos kaum Bedeutung hatte. Der nächste Autobahnanschluss ist 30 km entfernt an der A2.

Geschichte[Bearbeiten]

Romoos wird unter dem Namen Rormoos im Jahr 1184 in einer Urkunde der Freiherren von Wolhusen erstmals erwähnt. Später gehörte es nominell den Habsburgern. Noch vor der Schlacht bei Sempach schlossen sich die Entlebucher der aufstrebenden Stadt Luzern an. Die Herrschaft blieb wegen der störrischen Abneigung der Entlebucher gegenüber fremden Herren oft ablehnend, was die Herrschaften in der Stadt angeht. Ein erster Aufstand der Entlebucher gegen Luzern fand im Jahr 1434 statt. Und beim Bauernkrieg im Jahr 1653 waren die Entlebucher sehr aktiv dabei. Romoos gehörte von 1798 bis 1803 in der Helvetischen Republik zum Distrikt Schüpfheim und seither zum damals neu geschaffenen Amt Entlebuch.

Zyberliland Romoos

Tourismus[Bearbeiten]

Touristisch richtet sich Romoos über eine Genossenschaft als Zyberliland Romoos (der Name wird von einer Sage zur Zibarte hergeleitet) vor allem an ein junges Publikum, insbesondere an Familien und Schulklassen.[2]

Seilbahn Schwändi-Oberlänggrat

Kultur[Bearbeiten]

Der Dokumentarfilm Die Kinder vom Napf[3] (2011) von Alice Schmid zeigt aus der Perspektive der Kinder von Romoos, ihre weiten Schulwege zum Teil mit der Seilbahn Schwändi-Oberlänggrat, ihre Spiele und ihre Mithilfe auf den Bauernhöfen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Romoos – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. www.zyberliland.ch
  3. Informationen des Filmvertriebs abgerufen 7. Januar 2012