Russische Griechisch-Katholische Kirche
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Die Russisch-Katholische Kirche ist eine Unierte Kirche innerhalb der Katholischen Kirche und untersteht dem Papst in Rom.
Bis 1905 in Russland verboten, lockerte Zar Nikolaus II. die Religionsgesetze, so dass die kleine Gemeinschaft katholischer Christen nach byzantinischem Ritus geduldet wurde. Diese wurden 1917 in ein Apostolisches Exarchat zusammengefasst, welches jedoch schon bald in den Wirren des Kommunismus fast gänzlich vernichtet wurde. Ein zweites Exarchat wurde am 24. Mai 1928 für diese in der damaligen Republik China errichtet, doch blieb diese Kirchengemeinschaft immer sehr klein und zählt heute etwa 3.500 Gläubige. Um die Ausbildung eines eigenen Klerus zu gewährleisten, wurde 1929 in Rom das Russicum begründet, welches unter der Aufsicht der Jesuiten steht und Missionare in diese Gebiete aussendet.
[Bearbeiten] Gemeinden
Die Kirchengemeinschaft, deren Exarchate bis heute nicht wieder hergestellt wurden, unterhielt 2002 31 russisch-katholische Gemeinden.
- Russland
- Moskau: Gemeinde zu Ehren des Heiligen Metropoliten Philip
- Sankt Petersburg: Heilig-Kreuz-Gemeinde und St. Michael Gemeinde
- Sargatskoje: St. Cyril Gemeinde
- Nischnewartowsk: Griechisch-Katholische Gemeinde zum Heiligen Nikolaus
- USA
- New York City: St. Michael's Russian Catholic Chapel
- San Francisco: Our Lady of Fatima Byzantine Catholic Church
- Denver: Sts. Cyril and Methodius Russian Catholic Community
- El Segundo: St. Andrew's Russian Greek Catholic Church
- Andere Länder
- Dublin, Republik Irland: Community of St. John Chrysostom
- Melbourne, Australien
- Brasilien
- Buenos Aires, Argentinien
- Singapur
[Bearbeiten] Leonid Iwanowitsch Feodorow
Ein bekannter russischer Katholik ist der Bischof Leonid Iwanowitsch Feodorow, der 1902 zum Katholizismus konvertierte und versuchte, das römisch-katholische Christentum in Russland zu verbreiten. Dieser geriet nach der Russischen Revolution in erhebliche Schwierigkeiten. Die Bolschwiken schlossen alle katholischen Kirchen in Russland. 1923 wurde Feodorow in ein Gulag-Straflager am Weißen Meer deportiert, das er nach zehn Jahren Haft verließ. Danach begab er sich ins Exil nach Weißrussland, kehrte aber bald wieder nach Russland zurück. 1935 starb er an den Folgen der beschwerlichen Haft. Am 27. Juni 2001 wurde Feodorow von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen.
[Bearbeiten] Literatur
- In der Datenbank RussGUS werden über 280 Publikationen nachgewiesen (dort Suche - Formularsuche - Sachnotation: 13.2.3)
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