Meudon

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Meudon (Begriffsklärung) aufgeführt.
Meudon
Wappen von Meudon
Meudon (Frankreich)
Meudon
Region Île-de-France
Département Hauts-de-Seine
Arrondissement Boulogne-Billancourt
Kanton Meudon und Issy-les-Moulineaux-Ouest
Koordinaten 48° 48′ N, 2° 14′ O48.80752.240277777777885Koordinaten: 48° 48′ N, 2° 14′ O
Höhe 28–179 m
Fläche 9,90 km²
Einwohner 45.010 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 4.546 Einw./km²
Postleitzahl 92190
INSEE-Code
Website www.ville-meudon.fr
Bahnhof Meudon - Val Fleury der RER C

Meudon [møˈdɔ̃] ist eine französische Stadt mit 45.010 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) in der Pariser Umgebung (französisch Banlieue), zwölf Kilometer südwestlich der Hauptstadt. Die Stadt gehört zum Département Hauts-de-Seine in der Île-de-France. Verwaltungsmäßig gehört die Stadt zu einem kleinen Teil zum Kanton Issy-les-Moulineaux-Ouest und bildet mit dem größten Teil den Kanton Meudon.

Meudon ist besonders durch die Forschung geprägt: ONERA und CNRS forschen hier. Das 1875 gegründete Observatorium ist seit 1926 verwaltungsmäßig dem Pariser Observatorium angeschlossen. Das IUCAF hat hier seinen Sitz.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Stadt Meudon gliedert sich in die Ortsteile Meudon-Ville, Bellevue, Val-Fleury, Bas-Meudon und Meudon-la-Forêt.

Geschichte[Bearbeiten]

Meudon ist seit dem Neolithikum bewohnt; sein keltischer Name ist Mole-Dum (Sandhügel), die Römer latinisierten dies zu moldunum.

Im 16. Jahrhundert entstand unter Kardinal Charles de Lorraine-Guise ein Schloss, das 1803 zerstört wurde.

Im 19. Jahrhundert war Meudon beliebter Wohnort von Musikern und Künstlern; es wurde aber auch zu einem Industriestandort für Metallwaren und Explosivstoffe.

Sehenswertes[Bearbeiten]

  • Blick auf die Seine-Schleife.
  • Auguste-Rodin-Museum in der Villa des Brillants (Dépendance des Pariser Rodin-Museums), geöffnet vom 1. April bis 30. September am Freitag, Samstag und Sonntag jeweils von 13:00 bis 18:00 Uhr.
  • Schloss (16. Jh.), jetzt Observatorium. Im 17. Jahrhundert entstanden die berühmten Schlossterrassen mit beeindruckenden Abmessungen: 260 m lang, 140 m breit, 14 m hoch.
  • Das im Südwesten Meudons gelegene Waldgebiet Forêt de Meudon erstreckt sich mit einer Gesamtfläche von rund 1100 ha auch auf Gebiete der Nachbargemeinden und ist ein beliebtes Naherholungsgebiet auch für die Bewohner der Hauptstadt.
  • Das Eisenbahnviadukt von Meudon, das als ältestes Ingenierbauwerk des französischen Eisenbahnwesens gilt.
  • Der Fernmeldeturm Meudon, der zu den ersten Fernsehtürmen Frankreichs zählt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Meudon unterhält seit 1953 eine Städtepartnerschaft mit Celle (Deutschland). Außerdem bestehen Partnerschaften mit Woluwe-Saint-Lambert (Belgien, seit 1958), Ciechanów (Polen, seit 1970), Rushmoor (Großbritannien, seit 1972), Mazkeret Batia (Israel, seit 1987) und Brezno (Slowakei, seit 4. Mai 1999).

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Die Verkehrsanbindung durch die Pariser S-Bahn RER, Linie C, Richtung Versailles/Saint-Quentin-en-Yvelines bis Meudon Val Fleury. Das Tal des Ru d'Arthelon wird hier auf der Strecke nach Versailles durch den Eisenbahnviadukt von Meudon überquert. Er gilt als ältestes Ingenieurbauwerk des französischen Bahnwesens.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

In Meudon geboren[Bearbeiten]

  • Lionel Jospin (* 1937), sozialistischer Politiker und französischer Premierminister (1997-2002)
  • André Ekyan (1907–1972), Jazz-Musiker (Klarinette, Saxophon), Komponist und Arrangeur
  • Booba (* 1976), französischer Rapper
  • Clémence Poésy (* 1982), französische Schauspielerin

In Meudon gestorben[Bearbeiten]

Andere Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Meudon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien