Senec

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Stadt Senec in der Slowakei. Für Informationen über die tschechische Stadt, siehe Senec u Rakovníka.
Senec
Wappen Karte
Wappen von Senec
Senec (Slowakei)
Senec
Senec
Basisdaten
Staat: Slowakei
Kraj: Bratislavský kraj
Okres: Senec
Region: Bratislava
Fläche: 38,714 km²
Einwohner: 17.806 (31. Dez. 2013)
Bevölkerungsdichte: 459,94 Einwohner je km²
Höhe: 137 m n.m.
Postleitzahl: 903 01
Telefonvorwahl: 0 2
Geographische Lage: 48° 13′ N, 17° 24′ O48.21861111111117.399444444444137Koordinaten: 48° 13′ 7″ N, 17° 23′ 58″ O
Kfz-Kennzeichen: SC
Kód obce: 508217
Struktur
Gemeindeart: Stadt
Gliederung Stadtgebiet: 2 Stadtteile
Verwaltung (Stand: November 2010)
Bürgermeister: Karol Kvál
Adresse: Mestský úrad Senec
Mierové námestie 8
90301 Senec
Webpräsenz: www.senec.sk
Statistikinformation auf statistics.sk

Senec (deutsch Wartberg, ungarisch Szenc - bis 1907 Szempc) ist eine Stadt im Westen der Slowakei.

Blick auf die Stadtmitte

Sie liegt zirka 25 Kilometer nordöstlich von Bratislava und ist ein lokales Zentrum des Bezirkes Senec und beliebter Sommererholungsort der Bratislavaer.

Sonnenseen[Bearbeiten]

Heute ist Senec vor allem im Sommer ein touristisches Zentrum. Durch Förderung von Kies und Sand entstanden in Senec mehrere Wasserflächen, die heute Slnečné jazerá (deutsch wörtlich Sonnenseen) genannt werden. Neben den Bademöglichkeiten kann man im Erholungsareal viele Unterkunftseinrichtungen, Restaurants und Campingplätze finden. Es können fast alle Wassersportarten ausgeübt werden. Die hiesige Tennishalle gehört zu den schönsten in der Slowakei.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Stadt ist ein alter Siedlungsplatz. Aus dem 7. und 8. Jahrhundert stammt eine slawisch-awarische Grabstätte. Im 11. Jahrhundert gab es hier ein romanisches Kloster mit Kirche.

Der erste Quellenbeleg stammt von 1252. Damals war Senec Bestandteil des Herrenguts Šintava. Etwa 1480 erhielt Senec das Marktrecht, 1714 das Jahrmarktrecht.

Seit dem 17. Jahrhundert war Senec eines der bedeutendsten Wirtschafts- und Handelszentren der Region.

1763 wurde hier durch eine Anordnung Maria Theresias das Collegium oeconomicum (eine Art Wirtschaftsuniversität und Ausbildungsstätte für staatliche Verwaltungskräfte) errichtet, das nach einem Brand 1776 nach Tata übersiedelte.

Bis 1918 gehörte die Stadt zum Königreich Ungarn und kam dann zur neu entstandenen Tschechoslowakei, durch den Ersten Wiener Schiedsspruch kam sie von 1938 bis 1945 kurzzeitig wieder zu Ungarn.

In der früher überwiegend ungarischen Stadt (1930: 3165 Ungarn, 1934 Slowaken, 306 Juden, 70 Deutsche) haben sich nach 1945 slowakische sogenannte Reemigranten aus Ungarn und Rumänien angesiedelt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Das alte Stadtbild wurde großteils durch moderne Bebauung zerstört.

Sehenswert ist eine befestigte ursprünglich gotische Pfarrkirche aus der 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts, sie wurde 1740 barockisiert. Daneben gibt es auch noch einen Renaissancebau, das sogenannte „Türkenhaus“, aus dem 17. Jahrhundert, in dem niederer Adel wohnte. Im Ort gibt es auch ein kleines Museum über den Komponisten Johann Nepomuk Hummel, der hier kurzzeitig wirkte.

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Senec

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Unterteilt wird die Stadt in die Stadtteile Senec und Svätý Martin, bekannte Stadtviertel sind Červený majer und Horný dvor. Auf Grund der Lage nahe der Hauptstadt Bratislava entstanden in den letzten Jahren auch neue Siedlungen wie zum Beispiel Mlynský klin oder Senec Gardens.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Senec – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien