Shannon (Fluss)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Shannon
An tSionainn
Vorlage:Infobox Fluss/KARTE_fehlt
Shannon in der Stadt Limerick. Im Hintergrund King John’s Castle

Shannon in der Stadt Limerick. Im Hintergrund King John’s Castle

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Irland, Europa
Flusssystem Shannon
Quelle Cuilcagh Mountains im County Cavan
54° 14′ 5″ N, 7° 55′ 9″ W54.234722222222-7.919027777777876
Quellhöhe 76 mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung Atlantik bei Limerick52.566666666667-9.70Koordinaten: 52° 34′ 0″ N, 9° 42′ 0″ W
52° 34′ 0″ N, 9° 42′ 0″ W52.566666666667-9.70
Mündungshöhe mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied 76 m
Länge 370 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Linke Nebenflüsse Brosna, River Inny, River Feale
Rechte Nebenflüsse Suck
Mittelstädte Limerick
Schiffbar von der Mündung bis zum Ort Leitrim

Der Shannon (irisch: An tSionainn, An tSionna) ist mit etwa 370 Kilometern der längste und wasserreichste Fluss Irlands sowie der Britischen Inseln. Sein Einzugsgebiet umfasst rund 15.700 Quadratkilometer.[1] Knapp 250 Kilometer des Flusslaufs sind schiffbar.

Seine Entstehung und sein Name soll nach der keltischen Mythologie auf die weibliche Sagengestalt Sionan zurückgehen.

Verlauf des Flusses

Verlaufsbeschreibung[Bearbeiten]

Seine Quelle liegt 76 Meter über dem Meeresspiegel, in den Cuilcagh Mountains im irischen Cavan im Nordwesten des Landes. Von hier aus fließt er zunächst durch ein unterirdisches Höhlensystem und kommt als Shannon Pot im County Cavan wieder an die Oberfläche. Er entwässert die moorige Mitte Irlands, durchfließt fischreiche Seen und bildet nördlich von Limerick Stromschnellen. Westlich von Limerick, durch einen schmalen etwa 100 km langen Mündungstrichter ergießt sich der Fluss in den Atlantik. Der Mündungsarm unterhalb von Limerick ist stark von den Gezeiten beeinflusst. Der Shannon durchfließt die Seen Lough Allen, Lough Ree und Lough Derg, den größten See des Shannons. Bei Ardnacrusha liegt ein Wasserkraftwerk.

Bauten und Nutzung[Bearbeiten]

Während des Mittelalters wurden zahlreiche Burgen an seinen Ufern gebaut, da er die Grenze der Provinzen Leinster und Connacht bildete. Von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zum Einzug der Eisenbahn in Irland war der Shannon der Hauptverkehrsweg in der Region. Das nach dem Ersten Weltkrieg unabhängig gewordene Irland investierte umfassend in den Ausbau des Flusses im Rahmen des Shannon Power Development Projektes, an dessen Realisierung in den Jahren zwischen 1924 und 1930 mehrere Informationstafeln erinnern, die entlang des Flusses stehen. Bis heute sind die Staustufen des Shannon mit seinen Kraftwerken der größte Stromlieferant Irlands.

Heute nutzen Touristen die Gelegenheit, einen Urlaub mit dem Hausboot auf dem Shannon zu machen. Das Bootsrevier ist durch den revitalisierten Kanal Shannon-Erne Waterway (vormals Ballinamore & Ballyconnell Canal) mit dem Seengebiet des Lough Erne (Nordirland) verbunden. Eine weitere Verbindung ist durch den Grand Canal mit der Hauptstadt Dublin und dem River Barrow ermöglicht. Der Royal Canal rundet jetzt das Netz der Inland Waterways ab. Den Freizeitkapitänen stehen weit über 800 km zusammenhängende Wasserwege, ohne Sportbootführerschein B, zur Verfügung. Die Revitalisierung des Ulster Canals ist auch geplant. Momentan finden Arbeiten am Zugang zum Castle Saunderson statt.

Orte am Fluss[Bearbeiten]

Aktivitäten[Bearbeiten]

Es stehen eine Reihe von Hausbootvermietern zur Verfügung. Man kann sehr luxuriöse Hausboote mieten, die mit allen notwendigen Utensilien ausgerüstet sind. Ein Bootsführerschein ist nicht erforderlich.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Shannon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Meyers Neues Lexikon, Bibliographisches Institut Leipzig, 1964. Band 7, S. 488