Flughafen Shannon

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Flughafen Shannon
Flughafen Shannon Logo.svg
Shannon-airport-building-2008.jpg
Kenndaten
ICAO-Code EINN
IATA-Code SNN
Koordinaten
52° 42′ 7″ N, 8° 55′ 29″ W52.701977777778-8.924816666666714Koordinaten: 52° 42′ 7″ N, 8° 55′ 29″ W
14 m ü. MSL
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 2 km von Shannon (Irland)
Basisdaten
Betreiber Dublin Airport Authority
Passagiere 1,4 Mio (2013)[1]
Luftfracht 31.355 t [2] (2006)
Flug-
bewegungen
46.515 [2] (2006)
Start- und Landebahnen
04/22
(geschlossen)
1970 m × 60 m
06/24 3199 m × 45 m Asphalt
08/26
(geschlossen)
1465 m × 45 m
13/31
(geschlossen)
1720 m × 45 m Asphalt
18/36
(geschlossen)
1713 m × 45 m

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Der Flughafen Shannon (engl. Shannon International Airport, ir. Aerfort na Sionna, IATA: SNN, ICAO: EINN) ist ein internationaler Flughafen im Westen Irlands. Er liegt am gleichnamigen Fluss, 2 km vom Ort Shannon, 24 km von Limerick und 90 km südöstlich von Galway.

Geschichte[Bearbeiten]

1935 beschloss die Regierung den Ausbau des transatlantischen Luftverkehrs. 1937 fand ein erster Flug von Neufundland zum Flugboothafen Foynes auf dem Shannon-River statt, zwei Jahre später erfolgte ein Testflug zum neuen Flugplatz Rineanna. Obwohl während des Zweiten Weltkrieges die zivile Luftfahrt eingestellt wurde, wurde der Flugplatz weiter ausgebaut. Nach Ende des Krieges ersetzten die Fluggesellschaften ihre Flugboote durch Landflugzeuge. Seitdem spielte der Flughafen Shannon eine wichtige Rolle im transatlantischen Flugverkehr.

Am 16. September 1945 fand der erste reguläre Flug statt, der von Gander auf Neufundland ausging. Zu dieser Zeit war die Reichweite der Flugzeuge je nach Typ noch auf ca. 4000 bis 6000 Kilometer beschränkt; weswegen die kürzeste Verbindung zwischen Westeuropa und dem Osten Nordamerikas genutzt werden musste. Zunächst diente Shannon daher bis in die 1960er Jahre als Zwischenstopp für viele Fluggesellschaften, da die geringe Reichweite der Jets keine Nonstop-Flüge zuließ. Gegen Ende der 1950er Jahre kamen die ersten Verkehrsflugzeuge mit ausreichender Reichweite zum Einsatz und die Bedeutung Shannons als transatlantisches Drehkreuz ging zurück, weil die großen Flughäfen nun im Direktflug zu erreichen waren.

Fluggesellschaften und Ziele[Bearbeiten]

Shannon wird (Stand August 2014) von deutschsprachigen Ländern lediglich durch Ryanair ab Berlin-Schönefeld bedient, außerdem bestehen Umsteigeverbindungen via London-Heathrow mit Aer Lingus.

SNN verfügt neben einigen regionalen und teils saisonalen europäischen Verbindungen auch über eine für seine Größe bemerkenswerte Zahl an Langstreckenverbindungen nach Nordamerika. So fliegt Aer Lingus nach New York-JFK und nach Boston, United Airlines bedient zudem New York-Newark. Eine große Rolle spielt hierbei die hohe Zahl von Heimatbesuchen durch Iren, die in den USA leben. British Airways nutzt den Flughafen als Tankstopp für Transatlantikflüge zwischen dem London City Airport und JFK mit einem speziell umgebauten Airbus A318.

Militärische Nutzung[Bearbeiten]

Die USA nutzten den Flughafen bis Mitte 2006 für Truppentransporte zu Kampfeinsätzen in Afghanistan und dem Irak.[3] Allein im ersten Quartal 2006 hatten über 160.000 Soldaten den Flughafen passiert, was gegenüber dem Vorjahr eine Verdopplung bedeutete. Damit war Irland ein wichtiger Durchgangspunkt für US-Truppen auf dem Weg in den Nahen Osten.

Während der Betriebszeit des Space Shuttle der NASA war der Flughafen ein möglicher Notlandeplatz im Falle einer außerplanmäßigen Landung.[4]

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Es gibt keinen Bahnhaltepunkt, sondern nur eine Anbindung an das Bus-Netz. Taxen und Mietwagen stehen ebenfalls zur Verfügung. Die Fahrzeit nach Galway beträgt ca. 2 Stunden, nach Limerick ca. 30–50 Minuten, nach Ennis ca. 30 Minuten und nach Doolin ca. eineinhalb Stunden.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pressemitteilung des Flughafens vom 15. Januar 2014, abgerufen am 30. August 2014
  2. a b ACI
  3. vgl. Informationsstelle Militarisierung e.V.
  4. Justine Whitman: Space Shuttle Abort Modes. Aerospaceweb.org, 25. Juni 2006, abgerufen am 7. Oktober 2011 (englisch).