St. Martinus (Köln-Esch)

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St. Martinus
Grundriss 1893

St. Martinus ist die ehemalige römisch-katholische Pfarrkirche des Kölner Ortsteils Esch.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Kapitel des Kölner Stifts St. Andreas erhielt durch Erzbischof Sigewin von Are den Zehnten des Kirchspiels Esch als Geschenk. Erzbischof Hermann III. von Hochstaden bestätigte diese Schenkung 1091. Die dem Andreastift inkorporierte Pfarrkirche wurde um 1300 im liber valoris erwähnt. Bis zur Säkularisation verblieb das Kollationsrecht bei St. Andreas.

Die heutige Kirche ist im Kern noch der romanische zweischiffige Bau. Von den äußerlich sichtbaren Teilen haben sich von dieser Kirche der Turm, der Chor sowie wesentliche Teile des nördlichen Seitenschiffes erhalten. Die romanische Saalkirche wurde ursprünglich im 11. Jahrhundert errichtet, um 1200 erhöht und um das Seitenschiff erweitert und schließlich im 13. Jahrhundert der spätromanische Turm hinzugefügt. Im Jahr 1517 wurde in den Akten des Dekanates Neuss über eine Baufälligkeit dieser Kirche berichtet, woraufhin ein spätgotischer Um- und Erweiterungsbau in Angriff genommen wurde, in dessen Rahmen ein südliches Seitenschiff erbaut und eine hallenartige Wölbung des Inneren stattfand. In der Längsachse der Kirche wurde an den Chor später eine Sakristei angebaut.

Als neue Escher katholische Pfarrkirche wurde 1967 bis 1969 St. Mariä Namen errichtet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Manfred Becker-Huberti, Günther A. Menne (Hrsg.): Kölner Kirchen. Die Kirchen der katholischen und evangelischen Gemeinden in Köln. J. P. Bachem Verlag, Köln 2004.
  • Paul Clemen (Hrsg.): Die Kunstdenkmäler des Landkreises Köln, Düsseldorf 1897.

Weblinks[Bearbeiten]

51.016056.857845Koordinaten: 51° 0′ 58″ N, 6° 51′ 28″ O