Strumpfhose

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Die Strumpfhose ist im Prinzip eine aus zwei überlangen Strümpfen gefertigte Unterleibsbekleidung, die so eine nahtlose Verbindung aus Strümpfen und Schlüpfer bildet.[1] Im Deutschen Wörterbuch (Band 20, Beleg Heinsius 4, 894b) heißt es: „Strumpfhose, f., bekleidungsstück des unterkörpers. 1) eine hose, welche schenkel und füsze bedecket, also zugleich hose und strumpf ist“.[2]

Variationen reichen von kurzen (Form-)Hosen und Leggings bis hin zu Bodystockings. Hauptfunktionen des Kleidungsstücks sind der Schutz vor Kälte oder auch die Betonung bzw. kosmetische Verbesserung des Erscheinungsbildes der Beine. Die fast nahtlos fließende Passform zeichnet sich kaum unter der Oberbekleidung ab, weshalb sie im Showgeschäft auch unter Leotards oder Shorts verwendet wird. Im Alltag wird sie oft je nach Gewohnheit, Moralvorstellung oder wegen zum Teil hygienisch untauglicher Verarbeitung über anderer Unterwäsche getragen.

Inhaltsverzeichnis

Aufbau [Bearbeiten]

Einzelteile [Bearbeiten]

  • Aus einem Teil: Auf modernen Strickmaschinen können Strumpfhosen ohne Naht im Höschenteil hergestellt werden.
  • Aus zwei Teilen: Linkes und rechtes Strumpf- und Höschenteil bestehen jeweils aus einem Stück und werden zusammengenäht. Dies ist die am einfachsten zu fertigende und damit billigste Variante.
  • Aus drei Teilen mit Zwickel: Wie oben, nur dass im Schrittbereich ein Zwickel eingesetzt wird, der den Tragekomfort, Haltbarkeit und in einigen Fällen die Hygiene verbessert.
  • Aus vier Teilen mit gesondert an das Höschenteil angenähtem Bund aus besonderem Material (z.B. Spitze).

Garnfeinheit [Bearbeiten]

Die Feinheit des bei der Herstellung einer Feinstrumpfhose verwendeten Garns wird in den Einheiten Denier (den) und Dezitex (dtex) angegeben, wobei die traditionellere Angabe den in Deutschland immer noch weit verbreitet ist. Obwohl beide Nummerierungen als Maß für die Durchsichtigkeit des Beinteils benutzt werden, geben sie eigentlich das Gewicht eines Garns bezogen auf die Länge an und werden stets ganzzahlig angegeben. Tatsächlich wird die Transparenz durch die Maschenweite bestimmt, die sich je nach Dehnung am Körper verändern kann. So sind Stützstrumpfhosen mit 140 Denier auch in Durchsichtigen Varianten erhältlich. Die Denier-Werte üblicher Feinstrumpfhosen liegen zwischen 3 den (extrem dünn) und 150 den (blickdicht und warm), übliche Nylonstrumpfhosen haben etwa 20 den.

Arten von Strumpfhosen [Bearbeiten]

Schwarze Feinstrumpfhose unter Leotard

Feinstrumpfhosen [Bearbeiten]

Feinstrumpfhosen bestehen zumeist aus Nylon (Polyamid), Polypropylen und Elastan (auch bekannt unter den Markennamen Lycra oder Spandex), aber auch Seide wird verwendet. Sie sind in unterschiedlichen Fadenstärken erhältlich, so dass sie sowohl fast transparent als auch blickdicht hergestellt werden können. Sie werden aus sehr dünnen Fäden hergestellt und sind dementsprechend empfindlich (siehe: Laufmasche). Feinstrumpfhosen werden in praktisch allen erdenklichen Farben produziert, die beliebtesten sind jedoch transparent bzw. hautfarben und schwarz.

Genau genommen ist die Unterteilung in Feinstrumpfhosen und Strickstrumpfhosen nicht ganz korrekt, da auch Feinstrumpfhosen gestrickt (und nicht etwa gewebt) sind. Eine Feinstrumpfhose besteht aus etwa zwei Millionen Maschen, etwa fünf bis sechs Kilometer Garn werden für ihre Herstellung benötigt.

Figurformende Strumpfhosen [Bearbeiten]

Praktisch einer der Urtypen der modernen Feinstrumpfhose. In diesem Fall dem Patent von Ernest G. Rice entsprechend, verfügt sie meist über transparente Beine und ein blickdichtes Höschen in Pagenform. Die Sollbruchstelle, die es ermöglicht das Höschen zu behalten, falls die Beinteile zerstört sind, ist praktisch verschwunden. Jedoch ist bei heutigen Modellen der nur am Rande erwähnte Zwickel fast immer aus Baumwolle gearbeitet. Zum Zweck der stärkeren Figurformung ist im Höschenteil zusätzliches Elastan verarbeitet. [1] Seit Mitte der 1980er Jahre ist es möglich komplizierter strukturierte Höschenteile zu fertigen. So ist es möglich gezielt bestimmte Bereiche zu formen oder gar hervorzuheben. Z.B das Gesäß. Deshalb wird diese Art Strumpfhose auch mit kurzen Beinteilen als Formhose, einer Art langen Miederhose, angeboten. Trotz fehlender Sollbruchstelle ist es auch möglich diese Formhosen durch vorsichtiges Abtrennen der (beschädigter) Beineteile einer figurformenden Strumpfhose zu erhalten.[3]

Stütz- und Kompressionsstrumpfhosen [Bearbeiten]

Patienten mit Venenleiden und Lymphödemen sind häufig gezwungen, spezielle Stütz- oder Kompressionsstrumpfhosen zu tragen. Diese sind besonders fest und üben dadurch einen definierten Druck auf die Beine aus. Dieser Druck ist bei Kompressionsstrumpfhosen stärker (etwa 3 kPa) als bei Stützstrumpfhosen (etwa 1 kPa).

Glanzstrumpfhosen als Teil der typischen Hooters-Arbeitskleidung

Glanzstrumpfhosen [Bearbeiten]

Unter Glanzstrumpfhose versteht man eine meist stark glänzende Strumpfhose, wie sie zum Beispiel im Tanzsport oder beim Eiskunstlauf getragen wird. Da diese Strumpfhosen häufig bei diesen Sportarten sehr beansprucht werden, sind sie sehr widerstandsfähig gegen Laufmaschen und andere Beschädigungen.

Ein in den Maschen einer zu kleinen gerippten Strickstrumpfhose gefangenes Model.

Strickstrumpfhosen [Bearbeiten]

Strickstrumpfhosen werden aus dickeren, gesponnenen Garnen hergestellt als Feinstrumpfhosen, meistens aus Baumwolle oder Wolle mit einer Beimischung von Synthetikfasern wie zum Beispiel Elasthan, das die Strumpfhose dehnbar macht. Sie werden mit speziellen Strickmaschinen hergestellt. Strickstrumpfhosen sind dicker und wärmer als Feinstrumpfhosen. Es gibt sie sowohl glatt gestrickt als auch mit strukturierter Oberfläche (unterschiedlich breit gerippt oder mit Zopfmuster).

Tänzerin mit Netzstrumpfhose unter einem Leotard (1953)

Netzstrumpfhosen [Bearbeiten]

Strumpfhosen mit netzartiger, löchriger Struktur.

Spezielle Strumpfhosen [Bearbeiten]

Zusätzlich werden Strumpfhosen produziert, die speziellen Bedürfnissen entgegenkommen. Beispiele dafür sind:

  • Für Schwangere mit verstellbarem oder über dem Bauch endendem Bund, welche den Bauch auch stützen können.
  • Hüftstrumpfhosen mit niedrigerem Höschenteil, die unter Hüfthosen und -röcken getragen werden können, ohne dass der Bund der Strumpfhose sichtbar wird
  • Herrenstrumpfhosen
  • Skistrumpfhosen, welche innen mit Frottee versehen sind
  • Sommerstrumpfhosen in sehr dünnen DEN-Stärken und oft ohne Zehenverstärkung für offene Schuhe
  • Spezielle Strumpfhosen mit erotischer Anmutung, zum Beispiel Ouvert-Strumpfhosen (offener Zwickel) oder Catsuits (eng anliegende Ganzkörpertrikots)
  • „Over Boot“-Strumpfhose mit offenen Sohlen, welche über die Schuhe oder Stiefel (englisch: Boot) im Eislauf gestülpt werden oder auch wahlweise als Leggings getragen werden können

Hygiene [Bearbeiten]

Infektionsvermeidung [Bearbeiten]

Für Kälte geeignete Baumwollstrumpfhosen können wie sonstige Unterwäsche behandelt werden. Da aber Nylon wegen mangelnder Atmungsaktivität kaum Wärme und Wasserdampf entweichen lässt, noch Feuchtigkeit (normaler Ausfluss, Schweiß) bindet, werden hier die Mitverursacher für Pilzinfektionen im Intim-[4][5] und Fuß- Bereich vermutet. Microfaser gilt zwar als atmungsaktiv und somit als etwas schneller trocknend, die Feuchtigkeitsaufnahme des meist dünnen Stoffes ist jedoch dementsprechend begrenzt.

Intimbereich [Bearbeiten]

Für beste Luftzirkulation und Kühlung wird empfohlen nur Strumpfhosen mit Hygienezwickel (meist aus Baumwolle) ohne zusätzliche Unterwäsche zu tragen.[5] Bei Fehlen dieses speziellen Zwickels, Baumwollunterwäsche darunter, um so mehr Feuchtigkeit fernzuhalten. Jedoch bleibt hier die mangelnde Atmungsaktivität und zudem wird die Wärme erhöht.[4]

Füße [Bearbeiten]

Bei vorhandenem Fußteil sollten Strumpfhosen nicht mehrere Tage wie Oberbekleidungshosen getragen, sondern wie Socken täglich gewechselt werden. In seltenen Fällen sind Einsätze aus Baumwolle oder mit Silber versetzte Faser im Sohlenbereich zu finden. Ebenso gibt es, ursprünglich für Diabetiker oder Schiefzehen gedacht, Fußteile mit offenen Zehen.

Kritik [Bearbeiten]

  • Für sehr stämmige Personen können Strumpfhosen extrem unkomfortabel sein. So werden Strumpfhosen für breite Beine kaum angeboten und verfügen selbst dann über einen taillenhohen Bund, der seinen Halt erst auf der Hüfte findet[6] und somit das restliche Material nach unten rutschen lässt.
  • Manche Menschen lehnen Strumpfhosen aus geld- wie auch ressourcenwirtschaftlichen Gründen ab. Zu einem wegen der leichten Bildung von Laufmaschen oder Reißen der Strumpfhose. Zum anderen, weil sie in der Regel nicht biologisch abbaubar sind bzw. nicht recycelt werden. Obwohl laufmaschenfreie Strumpfhosen existieren, bilden diese nur eine Randerscheinung.
  • Slipeinlagen können zwar direkt in Strumpfhosen eingeklebt werden,[7] aber weil das Höschenteil weit gedehnt wird, muss hier auch die Slipeinlage mithalten können. Ansonsten löst sie sich ab oder wird zusammengestaucht. Dementsprechend müssen dicke Monatsbinden ohne Kleber durch ihre Größe und straffen Sitz [8][9] mit Hilfe von integrierten Control Tops (Figurformende Strumpfhosen) [10] oder bereits vorhandene Bodysuits/Leotards oder Miederhosen darüber gehalten werden.

Optische und erotische Wirkung [Bearbeiten]

Was die erotische Wirkung betrifft, scheiden sich bis heute die Geister. Während Strapsliebhaber den Vormarsch der Strumpfhose bedauern und sie als „Liebestöter“ bezeichnen, gibt es auch ausgesprochene Befürworter, auf die das hautenge Erscheinungsbild besonders erotisierend wirkt. Bei der Präferenz dürfte auch eine Rolle spielen, durch welche visuellen Eindrücke Prägungen in der Kindheit und Pubertät erfolgten.

Geschichte [Bearbeiten]

erkennbar sind die einzelnen Beinlinge der Delinquenten um 1438

Definiert man die Strumpfhose als ein Paar langer Strümpfe, die an einer kurzen Hose befestigt sind und beachtet, dass Strümpfe bis ins 16. Jahrhundert nicht gewirkt oder gestrickt, sondern aus gewebtem Stoff gefertigt wurden, dann reicht die Geschichte der Strumpfhose in der europäischen Kleidung bis ins 15. Jahrhundert zurück. Allerdings ist die Abgrenzung zu Hosen bzw. Unterhosen schwierig bis unmöglich.

15. bis 18. Jahrhundert [Bearbeiten]

Männer in Strumpf-Hosen (damals Beinlinge genannt), ca. 1495.

Frühe Vorläufer der Strumpfhose gehen auf die mittelalterlichen Beinlinge zurück, d.h. auf Männerstrümpfe, die am Gürtel befestigt wurden. Im 15. Jahrhundert wurden die Beinlinge durch einen dazwischengenähten Zwickel zu einem Kleidungsstück kombiniert. In Alpirsbach hat sich eine solche Hose erhalten, die auf um 1500 datiert wird. [11] Im 16. Jahrhundert wurden die Strümpfe wieder von der Hose (Heerpauke) getrennt, aber an diese angenestelt.[12]. Im Verlauf des Jahrhunderts kommen auch gestrickte Strümpfe auf.[13] Als Anfang des 17. Jahrhunderts die Hosen knielang werden, wird auch das Annesteln unnötig. Erst Ende des 18. Jahrhunderts kehrt die Strumpfhose - immer noch als Männerkleidungsstück - unter dem Namen Pantalons wieder, allerdings als Unterkleidung, so dass nur das Vorhandensein von Fußteilen sie von langen Unterhosen unterscheidet. Im Zuge der teilweise durchsichtigen, den Körper umschmiegenden Revolutionsmode wurden sie erstmals auch von Frauen getragen.[14]

Erste Hälfte des 20. Jahrhunderts [Bearbeiten]

Die Pantalons des späten 18. Jahrhunderts wurden im 19. Jahrhundert zu fußlosen langen Unterhosen, so dass man sagen kann, dass im 19. Jahrhundert keine Strumpfhosen getragen wurden. In den zwanziger bis vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts nähten Tänzerinnen Schauspielerinnen mitunter ihre Nylonstrümpfe an die Unterhose an, aber es gab keine industrielle Fertigung.[15] Die Firma Glen Raven brachte 1959 die ersten panty hose aus synthetischen Fasern auf den Markt. [16] 1956 hatte bereits Ernest Rice ein entsprechendes Patent eingereicht, das 1958 genehmigt wurde, was zu Rechtsstreitigkeiten führte.[17]

Sechziger Jahre [Bearbeiten]

Nylonstrumpfhosen (Feinstrumpfhosen) [Bearbeiten]

Die Feinstrumpfhose setzte sich in den folgenden Jahren schnell durch. Bereits 1966 betrug der Anteil der Strumpfhose an der gesamten Nylonstrumpferzeugung 77 %, zwei Jahre später war der Anteil auf 85 % angestiegen. Die Nylonstrumpfhose löste zur Zeit des Minirocks die bis dahin üblichen Nylonstrümpfe mit Strumpfhalter und Hüftgürtel weitgehend ab, hatte aber zunächst noch ein blickdichtes Höschenteil. Die Notwendigkeit, auch auf dieses zu verzichten, ergab sich erst mit dem Aufkommen der „Hot Pants“ (1971).

Neben Nylon war auch das chemisch verwandte Perlon in Gebrauch. Nylonstrumpfhosen wurden schnell zum Massenprodukt in den westlichen Staaten, im Ostblock waren sie dagegen noch lange ein knappes Gut, so auch in der DDR. Hier wurde ein zum Nylon ähnliches Material verwandt, das Dederon.

Geringelte Strickstrumpfhose

Strickstrumpfhosen [Bearbeiten]

Etwa zur gleichen Zeit kamen verstärkt Strickstrumpfhosen auf den Markt. Sie wurden zum Schutz vor Kälte unter langen Hosen getragen, seltener zu Röcken und Kleidern, da hier die Nylonstrumpfhose als feiner galt.

Kinderstrumpfhosen [Bearbeiten]

Außerdem wurde die Strickstrumpfhose ab den 1960ern ein sehr weit verbreitetes Kleidungsstück für Kinder. Mädchen tragen sie seitdem unter Röcken und Kleidern, Jungen in der kälteren Jahreszeit unter langen Hosen. Manche Jungen trugen in den Sechzigern Strickstrumpfhosen aber auch in Verbindung mit kurzen Hosen. Die Strumpfhose ersetzte hier lange Wollstrümpfe, besonders bei kühler Witterung.

Herrenstrumpfhosen [Bearbeiten]

In den 1960er und 1970er Jahren wurden zunehmend auch (Strick-)Strumpfhosen für Männer hergestellt. Um die Nachfrage zu erhöhen, kamen zu den von beiden Geschlechtern tragbaren eingrifflosen Strumpfhosen Modelle mit Eingriff speziell für den Mann auf den Markt. Diese fanden, verglichen mit den eingrifflosen Modellen, nur beschränktes Interesse. Zwischenzeitlich werden Feinstrumpfhosen für den Mann mit und ohne Eingriff angeboten, die sich wachsender Verkaufszahlen erfreuen, sie sind vom Schnittmuster her der Anatomie des männlichen Körpers angepasster.

Siebziger und achtziger Jahre [Bearbeiten]

Mit Abflauen der Begeisterungswelle für Hot Pants zu Beginn der 1970er sowie Ablösung der Minimode zunächst durch Midi- und Maxi-Kleider und zunehmender Akzeptanz langer Hosen in der Frauenmode verloren Strumpfhosen weitgehend ihren „modisch chic“-Status und wurden zum allgemeinen Gebrauchsgut. Unter langen Hosen wurden im Winter durchaus gern wärmende Strickstrumpfhosen getragen. Auch Strumpfhosen mit Frottéesohle bzw. Frottée-Einsätzen im Knie- und Gesäßbereich waren in den Siebzigern auf dem Markt, diese Jahre gelten als Hochzeit der Strickstrumpfhose.

Ende der 80er Jahre wurde durch die Popkultur, mit Künstlern wie Madonna oder Prince, die blickdichte (und meist bunte) Strumpfhose ohne Fuß – genannt Leggings – populär.

1990er [Bearbeiten]

Zu Beginn der 1990er wiederholte sich kurzzeitig der modische Trend der Kombination von Strumpfhosen mit kurzen bis halblangen Hosen bei Frauen.

Mitte der 1990er kamen für Frauen auch Strickstrumpfhosen mit (oft buntem) Ringelmuster auf. Die Strickstrumpfhose hat sich damit ein wenig von ihrem bisherigen Image als Kinderstrumpfhose oder wärmende Unterwäsche befreit und wird zunehmend auch als modisches Accessoire eingesetzt.

21. Jahrhundert [Bearbeiten]

An Stelle von Strumpfhosen wird nun auch häufiger Thermounterwäsche (Funktionsunterwäsche) als wärmende Unterbekleidung angeboten und getragen. Frauen und Mädchen tragen Strumpfhosen weiterhin als modisches Accessoire zu Röcken, Kleidern und Hot Pants, dabei erfreuen sich – ermöglicht durch die technische Verbesserung der Wirkmaschinen – eingewirkte Muster zunehmender Beliebtheit. Im Segment der Herren werden neben den seit längerem eingeführten Strickstrumpfhosen in den letzten Jahren vereinzelt und kommerziell erfolglos auch Feinstrumpfhosen für den Mann angeboten. Die Stärken variieren von 15 bis 100 DEN.

Siehe auch [Bearbeiten]

Literatur [Bearbeiten]

  • Ingrid Loschek: Mode im 20. Jahrhundert, eine Kulturgeschichte unserer Zeit. Bruckmann, München 1988, ISBN 3-7654-2161-8
  • Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (Hrsg.): Künstliche Versuchung. Nylon – Perlon – Dederon. (Begleitbuch zur Ausstellung im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Bonn, 23. April bis 22. August 1999.) Köln, Wienand, 1999, ISBN 3-87909-640-6
  • Susanne Buck: Gewirkte Wunder, hauchzarte Träume - Von Frauenbeinen und Perlonstrümpfen. Jonas-Verlag, Marburg, 1996, ISBN 3-89445-199-8

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Strumpfhose – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary Wiktionary: Strumpfhose – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. a b (Englisch) Patent US 2826760 Ernest G. Rice, Combination Stockings and Panty, veröffentlicht am 18. März 1958
  2. Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm
  3. (Deutsch) lisa-freundeskreis.de: Fragen Sie die NUR DIE Experten: Besteht die Möglichkeit - sollte der "Strumpfteil" beschädigt sein oder eine Laufmasche haben - einfach den oberen Teil (Höschen) abzutrennen und weiter zu tragen?
  4. a b (Deutsch) [1] Dr. med. Iris Lipinska (Grützmacher): Menstruationshygiene - Ganz modern und ungesund.
  5. a b (Englisch) Prevention Magazine Editors: The Doctors Book of Home Remedies, Thousands of Tips and Techniques Anyone Can Use to Heal Everyday Health Problems. Bantam, USA 1991, ISBN 0553291564. S. 705, S. 707
  6. (Englisch) Plus Size Lingerie Tips: How to Say Goodbye to Pantyhose Forever. E-zinearticles.com. Abgerufen am 8. Juli 2012.
  7. (Englisch) Always FAQ: Can I use a pantiliner with pantyhose if I don't wear underwear? (Anmerkung: Früher auch im deutschen, nun stark gekürzten, FAQ enthalten)
  8. (Deutsch) Kulmine FAQ: Die rutschen doch? Kann ich Kulmines in meiner üblichen Unterwäsche tragen?
  9. (Englisch) Wikihow.com: How to Have a Relatively Accident Free Period
  10. (Englisch) Yahoo Answers: Can you wear a maxi pad with just pantyhose?
  11. Ninya Mikhaila: The Tudor Tailor. Reconstructing sixteenth-century dress. London: Batsford, 2006. S. 16
  12. Janet Arnold: Patterns of Fashion. The cut and construction of clothes for men and women c1560-1620. London: Macmillan, 1985. S. 30
  13. Janet Arnold: Patterns of Fashion 4. The cut and construction of linen shirts, smocks.... London: Macmillan, 2008. S. 12f
  14. Almut Junker, Eva Stille: Die zweite Haut. Zur Geschichte der Unterwäsche 1700-1960. Historisches Museum Frankfurt, 1988. S. 81f
  15. [2] tcm.com, Private screenings: Ann Miller, abgerufen am 9. April 2012
  16. [3] Website von Glen Raven Inc. Abgerufen am 29. Februar 2012
  17. [4] justitia.com, abgerufen am 29. Februar 2012