SV Salamander Kornwestheim

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SV Kornwestheim
Vereinslogo des SV Salamander Kornwestheim
Name Sportverein Salamander
Kornwestheim 1894 e. V.
Gegründet 2006
Gründungsort Kornwestheim
Vereinssitz Bogenstraße 35
70806 Kornwestheim
Abteilungen Aikido, American Football, Badminton,
Behindertensport, Bowling, Breitensport,
Gymnastik, Einrad, Fußball,
Handball, Lacrosse, Leichtathletik,
Karate/Shotokan, Sports-Karate,
Kunstspringen, Reha-Sport, Seniorensport,
Schwimmen, Sport in Herzgruppen, Tanzen,
Tennis, Tischtennis, Turnen,
Volleyball, Wasserball, Faustball
Vorsitzender Gerhard Bahmann
Homepage sv-kornwestheim.de

Der SV Salamander Kornwestheim ist ein Sportverein aus Kornwestheim in Baden-Württemberg. Der Verein entstand im Sommer 2006 durch die Verschmelzung des 1902 gegründeten 1. FV Salamander Kornwestheim, des 1894 gegründeten TV Kornwestheim und der ESG Kornwestheim. Erfolgreichste Abteilungen des Großvereins sind die aus dem FVK hervorgegangenen Leichtathleten und Fußballer, sowie die vormals im TVK beheimateten Handballer und Eishockeyspielerinnen.

Darüber hinaus verfügt der Verein über die Abteilungen Aikidō, American Football (Kornwestheim Cougars), Badminton, Eiskunstlauf, Faustball, Kunstspringen, RC-Car, Seniorensport, Schwimmen, Sport in Herzgruppen, Tennis, Tischtennis, Turnen, Unihockey, Volleyball, Wasserball sowie Breitensport und Gymnastik.

Leichtathletik[Bearbeiten]

Die für das LAZ Salamander Kornwestheim-Ludwigsburg startenden Leichtathleten des Vereins gehören zu den erfolgreichsten Deutschlands. So konnten in der Vergangenheit zahlreiche Deutsche Meisterschaften und Europameisterschaften errungen werden. Darüber hinaus stellte der Verein auch einige Teilnehmer an den Olympischen Spielen.

Mannschaftserfolge[Bearbeiten]

Bekannte Sportler[Bearbeiten]

Fußball[Bearbeiten]

SVK Fußball
Stadion Stadion an der Jägerstraße
Plätze
Trainer Markus Fendyk
Liga Landesliga Württemberg
2013/14 1. Platz (Bezirksliga Enz/Murr)
Heim
Auswärts

Der zunächst als reiner Fußballverein entstandene FV Kornwestheim wurde 1902 gegründet. Im Jahre 1920 gelang der Aufstieg der Fußballmannschaft in die höchste württembergische Amateurklasse. In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg spielte der Verein in den 1950er und 1960er Jahren viele Spielzeiten in der 1. Amateurliga. Hier konnte mit dem Gewinn der Nord-Württembergischen Amateurmeisterschaft 1961 (4:2 im Entscheidungsspiel gegen den VfL Sindelfingen) der bislang größte Erfolg im Fußballbereich gefeiert werden. Mit dem Abstieg aus der 1. Amateurliga im Jahr 1969 verabschiedete sich der FV Salamander Kornwestheim aus dem überregionalen Fußball. Heute spielt der Verein in der Landesliga.

Erfolge[Bearbeiten]

  • Amateurmeister Nord-Württemberg 1961
  • Bezirkspokalsieger Enz/Murr 2005, 2006
  • Bezirksligameister Enz/Murr 2013/14 und Aufstieg in die Landesliga

Bekannte Spieler[Bearbeiten]

Handball[Bearbeiten]

SVK Handball
Voller Name
Gegründet
Halle
Plätze
Trainer Mirko Henel
Liga 3. Liga (Staffel Süd)


Website handball.sv-kornwestheim.de
Heim
Auswärts


Logo des ehemaligen TV Kornwestheim

Die 1. Männermannschaft des TV Kornwestheim schaffte 1999 den Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga Süd und spielte dort sieben Jahre lang in ununterbrochener Folge unter diesem Namen. Zur Saison 2006/07 wurde gemeinsam mit dem benachbarten Ligarivalen TSG Oßweil die Spielgemeinschaft SG HBR Ludwigsburg begründet, diese jedoch vom TV Kornwestheim nach einem Jahr bereits wieder gelöst wurde.

Der SV Salamander übernahm die Lizenz und zog mit seinem Team in die Stuttgarter Porsche-Arena um. Folgerichtig geht die Mannschaft ab dieser Spielzeit unter der Bezeichnung SVK Salamander Stuttgart an den Start. Nach den Experimenten SG Stuttgart/Scharnhausen, SG Göppingen/Scharnhausen und VfL Pfullingen/Stuttgart ist dies bereits der vierte Versuch, Bundesliga-Handball in Stuttgart zu etablieren.

Nach Zeitungsberichten vom 12. Juli 2007 wird der SVK Salamander Stuttgart doch nicht an den Start gehen können, da der Lizenzhalter TVK Marketing & Management GmbH & Co. KG zwischenzeitlich Insolvenz angemeldet hat.

Die Nachfolge der HBR in der zweiten Handball-Bundesliga sollte der TVK-Nachfolger SV Salamander Kornwestheim antreten, während die TSG Ludwigsburg-Oßweil zur Saison 2007/2008 in der fünfthöchsten Spielklasse (Württembergliga) antritt.

Unter der Namen SVK Salamander Stuttgart sollte die Zweitligamannschaft ab der Saison 2007/08 in der Stuttgarter Porsche-Arena antreten.[1] Die TVK Marketing & Management GmbH & Co. KG, die im Besitz der Bundesliga-Lizenz ist, beantragte am 12. Juli 2007 das Insolvenzverfahren, woraufhin die Stadt Stuttgart die Verträge mit dem Verein gekündigt hatte. Nachdem die Mannschaft zunächst den Spielbetrieb in der Saison 2007/08 in der Zweiten Bundesliga als SV Salamander Kornwestheim aufrechterhalten wollte, teilte der Insolvenzverwalter bereits gut eine Woche nach Beginn des Insolvenzantragsverfahrens mit, dass keine Sanierungschance mehr bestehe. Der Spielbetrieb der ersten Herrenmannschaft musste daher eingestellt werden. Die bisherigen Spieler erhielten die sofortige Freigabe für einen Vereinswechsel.

Nach den Statuten der Handball-Bundesliga (HBL) stand der Verein somit als erster Absteiger der Saison 2007/08 fest.[2] In der Saison 2012/13 stieg die Mannschaft in die 3. Liga auf.[3]

Die männlichen Kornwestheimer Jugendmannschaften sind leistungsorientiert und fördern viele Talente zu Tage. In ihren Reihen sind einige HVW-Spieler und auch Jugendnationalspieler zu finden. Zum Beispiel wechselte Peter Jungwirth zur Saison 2007/08 zum Bundesligisten SC Magdeburg. Mittlerweile spielt dieser bei der HSG Wetzlar. Ebenso wie Timo Salzer, der auch aus der Kornwestheimer Talentschmiede kommt.

Eishockey[Bearbeiten]

Logo der Kodiaks

Das seit 1998 am Ligabetrieb teilnehmende Team der Lady Kodiaks Kornwestheim spielte seit der Saison 1999/2000 in der Fraueneishockey-Bundesliga und konnte von 2001 bis 2004 den Deutschen Meistertitel erringen. In der Spielzeit 2005/06 wurde die Mannschaft Dritter. Im Oktober 2007 wurde die Mannschaft vom Spielbetrieb abgemeldet.

Die Herrenmannschaft der Kodiaks, die zuletzt 2005/06 an der - viertklassigen - Baden-Württemberg-Liga teilnahm, nahm nach einer Saison ohne Teilnahme in der Saison 2007/08 bis zum Brand im Dezember 2007 in der Eissporthalle wieder an der - fünftklassigen - Landesliga Baden-Württemberg teil. Danach wurde die Mannschaft erneut vom Spielbetrieb abgemeldet.

Neben den Nachwuchsmannschaften, die zur Saison 2008/09 nicht mehr zum Spielbetrieb gemeldet worden sind, gab es unter dem Dach des SV Kornwestheim die hobbymäßig organisierte Alte Herren-Mannschaft Old and Wilds und die mit dem SV Kornwestheim zusammenarbeitende hobbymäßig organisierte Mannschaft des ERC Icedivers aus Stuttgart.

Spielstätte[Bearbeiten]

Spiel- und Trainingsstätte war die vom Verein betriebene Eissporthalle Kornwestheim. Im Dezember 2007 wurde diese nach einem Brand in einem Nebengebäude stillgelegt und 2009 schließlich nach langen Diskussionen abgerissen.[4][5]

Erfolge der Frauenmannschaft[Bearbeiten]

  • Deutscher Eishockeymeister der Frauen: 2001, 2002, 2003, 2004

Bekannte Sportlerinnen[Bearbeiten]

  • Sabine Rückauer (Neunfache Deutsche Meisterin, Teilnehmerin an den Olympischen Spielen 2002)
  • Kathrin Lehmann (Dreifache Deutsche Meisterin, Teilnehmerin an den Olympischen Spielen 2006 in Turin)
  • Sandra Westrich (Achtfache Deutsche Meisterin)
  • Stephanie Kürten (Achtfache Deutsche Meisterin, Teilnehmerin an den Olympischen Spielen 2002 und 2006)

Tischtennis[Bearbeiten]

In der 2.Tischtennismannschaft (zur Zeit (September 2008) in der Bezirksklasse) spielt mit dem Ungarn Gábor Gergely einer der besten Tischtennisspieler der 1970er- und 1980er-Jahre. Gergely errang 1978 in Duisburg die Europameisterschaft im Herreneinzel, Herrendoppel (mit Milan Orlowski) und mit der Herrenmannschaft. In Kalkutta wurde er 1975 an der Seite von István Jónyer auch Weltmeister im Herrendoppel und 1979 in Pjöngjang auch Weltmeister mit der Mannschaft.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. bietigheimerzeitung.de, HBR Ludwigsburg zukünftig als SVK Salamander Stuttgart auf Torejagd (Version vom 30. April 2014 im Internet Archive)
  2. http://www.lkz.de/index/LKZPortal/Lokalsport.html?arid=2857 SVK-Handballer müssen Spielbetrieb einstellen
  3. SV Kornwestheim hat es geschafft
  4. Eishalle wird abgerissen Reutlinger Nachrichten vom 24. August 2009, abgerufen am 2. Juni 2014
  5. Stuttgarter Zeitung, Nur sechs Formationsläufer sind noch übrig

Weblinks[Bearbeiten]