Dietmar Haaf

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Medaillenspiegel
Weitsprung
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Bundesrepublik Deutschland
Hallenweltmeisterschaften
Silber 1989 Budapest Weitsprung
Gold 1991 Sevilla Weitsprung
Europameisterschaften
Gold 1990 Split Weitsprung
Halleneuropameisterschaften
Gold 1990 Glasgow Weitsprung
Gold 1994 Paris Weitsprung

Dietmar Haaf (* 6. März 1967 in Stuttgart-Bad Cannstatt) ist ein ehemaliger deutscher Weitspringer

Leben[Bearbeiten]

Er war 1986 Juniorenweltmeister, achtmaliger Deutscher Meister, zuletzt 1996, und mehrfach Vizemeister bei weiteren Veranstaltungen im Inland.

1989 gewann er Silber bei den Hallenweltmeisterschaften in Budapest. Im Jahr darauf siegte er bei den Halleneuropameisterschaften in Glasgow und bei den Europameisterschaften in Split mit einer Weite von 8,25 m, erzielt im zweiten Versuch, und 1991 triumphierte er bei den Hallenweltmeisterschaften in Sevilla.

Beim denkwürdigen Wettkampf der Leichtathletik-Weltmeisterschaften 1991 in Tokio, als Mike Powell mit Weltrekord (8,95 m) vor Carl Lewis die Goldmedaille gewann, belegte Haaf Rang vier. 1992 nahm er an den Olympischen Spielen in Barcelona teil, schied aber in der Qualifikation aus. 1994 wurde er in Paris zum zweiten Mal Halleneuropameister.

Bis März 2009 hielt er mit 8,25 m den deutschen Hallenrekord im Weitsprung, ehe er als Rekordhalter von Sebastian Bayer abgelöst wurde.

Dietmar Haaf ist 1,79 m groß und wog in seiner aktiven Zeit 75 kg. Zunächst startete er für die TSF Ditzingen, ehe er 1987 zu Salamander Kornwestheim wechselte. Im Jahr 1997 beendete Haaf, der ein Maschinenbaustudium in Stuttgart und Los Angeles absolvierte[1], seine Laufbahn.

Internationale Ergebnisse[Bearbeiten]

Jahr Wettbewerb Platz Weite
1985 Junioreneuropameisterschaften 5. 7,66
1986 Halleneuropameisterschaften VK 7,48
1986 Juniorenweltmeisterschaften 1. 7,93
1986 Europameisterschaften Q 7,74
1987 Weltmeisterschaften Q 7,51
1988 Halleneuropameisterschaften 5. 7,79
1989 Halleneuropameisterschaften 5. 7,96
1989 Hallenweltmeisterschaften 2. 8,17
1990 Halleneuropameisterschaften 1. 8,11
1990 Europameisterschaften 1. 8,25
1991 Hallenweltmeisterschaften 1. 8,15
1991 Weltmeisterschaften 4. 8,22
1992 Halleneuropameisterschaften VK 7,69
1992 Olympischen Spiele Q 7,85
1993 Hallenweltmeisterschaften Q 7,67
1994 Halleneuropameisterschaften 1. 8,15
1994 Europameisterschaften Q 7,55

Bestleistungen[Bearbeiten]

  • Weitsprung: 8,25 m, 30. August 1990, Split
    • Halle: 8,25 m, 26. Februar 1989, Sindelfingen (deutscher Rekord bis März 2009)

Literatur[Bearbeiten]

  • Klaus Amrhein: Biographisches Handbuch zur Geschichte der Deutschen Leichtathletik 1898–2005. 2 Bände. Darmstadt 2005 publiziert über Deutsche Leichtathletik Promotion- und Projektgesellschaft.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. "Geburtstage", Sport-Bild vom 3. März 1993, S.40

Weblinks[Bearbeiten]