The Big Sky – Der weite Himmel

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Filmdaten
Deutscher Titel Der weite Himmel
Originaltitel The Big Sky
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1952
Länge 140 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Howard Hawks
Drehbuch Dudley Nichols
Produktion Howard Hawks
Musik Dimitri Tiomkin
Kamera Russell Harlan
Schnitt Christian Nyby
Besetzung

The Big Sky – Der weite Himmel ist ein US-amerikanischer Western von Howard Hawks aus dem Jahr 1952. Das Drehbuch, adaptiert von Ray Buffum und DeVallon Scott, basiert auf dem Roman The Big Sky von A. B. Guthrie jr..

Handlung[Bearbeiten]

1832 entschließt sich der Trapper Jim Deakins seine Heimat Kentucky zu verlassen und in St. Louis nach Arbeit zu suchen. Auf dem Weg dorthin lernt er Boone Caudell kennen. Boone wird fälschlicherweise eines Verbrechens bezichtigt und ist auf der Flucht. Die beiden Männer freunden sich schnell an, Boone begleitet Jim. In St. Louis erweist sich Boone als Indianerhasser, als er einen nichts ahnenden Indianer niederschlagen will. Jim wird klar, dass Boones Vorurteile durch seinen alkoholkranken Onkel Zeb, einem Halbindianer, ausgelöst wurden.

Auf der Suche nach seinem Onkel trifft Boone auf Sam Eggleston, den Eigentümer der Missouri River Co. Sam informiert Boone, dass Zeb ihm das Geld für eine verschwundene Whiskylieferung schulde. In einem Lokal kommt es zu einer Schlägerei zwischen Jim und Boone und Egglestons Männern. Jim und Boone werden verhaftet. Zu ihrer Überraschung erkennen sie in einem der Zelleninsassen Boones Onkel Zeb. Zeb klärt die beiden über Egglestons Machenschaften auf. Zeb und sein Partner arbeiteten als freie Händler, die für die Company eine Gefahr darstellen. Zebs Partner wurde daraufhin ermordet.

Nachdem die drei Männer freigelassen werden, begleiten Jim und Boone Zeb auf einer gefährlichen Bootsexpedition in das Indianergebiet von Montana. Der Leiter der Expedition, Jourdonnais, warnt seine Männer vor den Gefahren der 2.000 Meilen weiten Reise, die sie mitten in das Stammesgebiet der Blackfoot führen wird. Zu ihrem Schutz werden sie von der Indianerin Teal Eye begleitet.

Zeb erklärt seinen beiden Gefährten, dass die Blackfoot die Weißen fürchten, weil diese alles in Besitz nehmen wollen. Die Expedition, die allen Gefahren, wie Stromschnellen und Indianerangriffe trotzen konnte, wird von einer Gruppe weißer Männer bedrängt. Die Männer überfallen das Lager und entführen Teal Eye. Die Entführer arbeiten für den Händler McMasters, der verhindern will, dass die Expedition die Blackfoot erreicht. Er lässt das Kielboot namens "Mandan" in Brand setzen. Das Boot kann jedoch gerettet werden. Zwei von McMasters Männern werden gefangen genommen und gestehen ihre Arbeit für McMasters. Teal Eye kann bald darauf befreit werden. Es werden Handelsabkommen mit den Indianern geschlossen. Boone beschließt Teal Eye zu heiraten und sein Leben bei den Blackfoot zu verbringen.

Kritik[Bearbeiten]

Das Lexikon des Internationalen Films beschreibt den Film als "spannender Abenteuerfilm von überdurchschnittlichem Format, überzeugend in der Charakterzeichnung, mit grandiosen Landschaftsaufnahmen des Missouri-Gebietes. Meisterhaft in der kompletten Version vor allem, wie der Film die Konfrontation von Zivilisation und vermeintlicher Wildnis, von physischen und geistigen "Werten", von bindender Liebe und ungezügeltem Freiheitsdrang als Kampf antagonistischer Kräfte versinnbildlicht."[1]

Die Filmzeitschrift Cinema sieht in dem Film "herrliches Kerlekino, erstmals ungekürzt"[2]

Die Variety bezeichnet den Film als gigantisches Landschafts-Epos, dessen Wirkung jedoch von der monumentalen Länge beeinträchtigt werde.[3]

Auch A. H. Weiler von der New York Times bemängelt die Länge des Films. Dabei habe Howard Hawks die psychologische Tiefe der Pioniere nicht ausgelotet. [4]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Film erhielt drei Nominierungen. Für den Oscar waren Arthur Hunnicutt als bester Nebendarsteller und Russell Harlan für die beste S/W-Kamera nominiert. Zudem wurde Howard Hawks für den Directors Guild of America Award nominiert.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Uraufführung fand am 6. August 1952 statt. In Deutschland erschien der Film erstmals am 15. Mai 1953 in einer um fast 50 Minuten gekürzten Fassung. Später wurde er auch unter den Titeln Das Geheimnis der Indianerin und Die Flußpiraten vom Missouri gezeigt. Am 2. November 1971 strahlte die ARD eine rekonstruierte Fassung mit einer Länge von 125 Minuten aus.

Gedreht wurde im Grand-Teton-Nationalpark in Wyoming.

Die literarische Vorlage des Films von A. B. Guthrie jr. war der erste Teil einer Trilogie. Der zweite Teil mit dem Titel The Way West wurde 1967 von Andrew V. McLaglen mit Kirk Douglas in der Hauptrolle verfilmt (deutscher Titel: Der Weg nach Westen). Der dritte Teil (These Thousand Hills) wurde schon 1959 von Richard Fleischer verfilmt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. The Big Sky – Der weite Himmel im Lexikon des Internationalen Films
  2. http://www.cinema.de/kino/filmarchiv/film/die-flusspiraten-vom-missouri,1337622,ApplicationMovie.html
  3. http://www.variety.com/review/VE1117789249?refcatid=31
  4. http://movies.nytimes.com/movie/review?_r=2&res=9D0CE5D9123AE23BBC4851DFBE668389649EDE&partner=Rotten%20Tomatoes