Rio Lobo

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Filmdaten
Deutscher Titel Rio Lobo
Originaltitel Rio Lobo
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1970
Länge 110 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Howard Hawks
Drehbuch Leigh Brackett
Burton Wohl
Produktion Howard Hawks
Paul Helmik
Musik Jerry Goldsmith
Kamera William H. Clothier
Schnitt John Woodcock
Besetzung

Rio Lobo ist ein Spätwestern von Howard Hawks aus dem Jahr 1970. Es wurde sein letzter Film.

Handlung[Bearbeiten]

Während des amerikanischen Bürgerkriegs gelingt Yankee Colonel Cord McNally die Festnahme von zwei konföderierten Soldaten, die zuvor einen Goldzug der Union erfolgreich überfallen haben. Es stellt sich heraus, dass der Transport verraten wurde. McNally versucht Informationen über die Hintergründe zu erhalten, da beim Überfall einer seiner besten jungen Offiziere getötet wurde. Da beide Gefangenen den Namen des Verräters nicht kennen, versprechen sie, sollten sie ihn erfahren, McNally zu informieren. Einige Zeit später, kurz nach dem Bürgerkrieg, erhält McNally, inzwischen aus der Armee ausgeschieden, eine Nachricht aus Rio Lobo über den Verbleib eines Verräters. Zusammen mit dem einstigen Südstaaten Captain Pierre Cordona und der jungen Shasta Delaney macht sich McNally auf den Weg nach Rio Lobo, wo sie den zweiten Ex-Gefangenen, Tuscarora Phillips treffen wollen. Hier trifft McNally schließlich auf den Hintermann, der während des Krieges für den Verrat verantwortlich war.

Kritiken[Bearbeiten]

Cinema schreibt: „Der Film und sein krachlederner Hauptdarsteller John Wayne zehren etwas überdeutlich vom Ruhm vergangener Tage. Genre-Fans werden jedoch durch gekonnte Actionszenen und Hawks' bekannt guten Humor entschädigt.“[1]

Christoph Huber schreibt: „Von Altersmüdigkeit geplagt, versuchen sich Hawks´ Cowboys noch einmal an der Unbekümmertheit früherer Jahre und finden Frustration und nur kurzen Trost in ein paar Momenten des Zusammenspiels.“ [2]

Joe Hembus merkt an, der Film sei „Howard Hawks Schwanengesang, seine letzte Regie nach fünfzig Filmjahren“ und geprägt von Resignation. Hawks habe die Ähnlichkeit des Films zu den vorangegangenen Rio Bravo und El Dorado bestätigt [3]

Phil Hardy urteilt, der Film habe eine große Bandweite zwischen „leichter Komödie“ und „einer dunklen Stimmung während der finalen Schießerei“. Dadurch unterscheide sich Rio Lobo von seinen Vorgängerfilmen.[4]

Trivia[Bearbeiten]

Beim Abkuppeln der Waggons von der Lokomotive löst der Soldat eine Janney-Kupplung. Diese wurde erst im Jahre 1868 von Eli Hamilton Janney konstruiert, also nach Ende des amerikanischen Bürgerkriegs.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.cinema.de/film_aktuell/filmdetail/film/?typ=inhalt&film_id=29216
  2. http://www.allesfilm.com/show_article.php?id=20351
  3. Joe Hembus: Western-Lexikon - 1272 Filme von 1894-1975. Carl Hanser Verlag München Wien 2. Auflage 1977. ISBN 3-446-12189-7. S.486
  4. Hardy: The Encyclopedia of Western Movies. Woodbury Press Minneapolis 1984. ISBN 0-8300-0405-X. S.327