Tonino Guerra

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Tonino Guerra (* 16. März 1920 in Santarcangelo di Romagna; † 21. März 2012 ebenda[1]) war ein italienischer Lyriker und Drehbuchautor.

Leben[Bearbeiten]

Tonino Guerra schrieb seine frühen Gedichte in romagnolischem Dialekt während der Haft in dem Arbeitslager von Troisdorf bei Bonn. Eine lebenslange Freundschaft verband ihn mit Federico Fellini, die im Film Amarcord mündete, und mit Michelangelo Antonioni. Guerra lebte bis zuletzt als Ehrenbürger in Pennabilli. Er ist der Vater des im Jahr 1961 geborenen Filmmusikkomponisten Andrea Guerra (u. a. Musik zu Hotel Ruanda).

1983 führte Tonino Guerra das erste und einzige Mal Regie, es entstand der Film Tempo di viaggio.

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Für die Drehbücher von Casanova ’70 (1965), Blow Up (1966) und Amarcord (1973) war Tonino Guerra drei Mal für den Oscar nominiert. 1984 wurde er auf den Internationalen Filmfestspielen von Cannes für das Beste Drehbuch ausgezeichnet (für Die Reise nach Kythera). 2002 erhielt er den Europäischen Filmpreis für sein Lebenswerk. Drei Mal in seiner Karriere konnte er einen David di Donatello gewinnen, sechs Mal erhielt er den Nastro d’Argento für das Beste Drehbuch.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Dokumentarfilm[Bearbeiten]

  • 1995: Die innere Reise – Tonino Guerra und seine poetischen Orte im Marecchia-Tal, Buch & Regie: Heinz Trenczak, WDR-Fernsehen 11. Juni 1995, 3sat 29. September 2005.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Corriere della Sera (italienisch)