Tracey Emin

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Tracey Emin (2007)

Tracey Emin CBE RA (* 3. Juli 1963 in Croydon, London) ist eine britische Künstlerin.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Die in Margate aufgewachsene Emin gehört zu den Young British Artists (YBAs). Die Tochter einer englischen Mutter und eines türkisch-zypriotischen Vaters besuchte eine Mode- und mehrere Kunstschulen. Sie studierte am Maidstone College of Art und am Royal College of Art in London. Sie ist bekannt für ihre autobiografische Kunst und provoziert oftmals das Interesse der Medien. Eines ihrer Werke, My Bed (Mein Bett, entstanden 1998), wurde 1999 in die renommierte Turner Prize-Ausstellung der Tate Gallery aufgenommen. Es bestand aus ihrem ungemachten Bett, benutzten Kondomen und blutverschmierter Unterwäsche.

Mit der Serie "International Woman" war Tracey Emin 2004 und 2005 am Design von Reisegepäck für das Modehaus Longchamp beteiligt.[1][2]

Im März 2007 wählte die Royal Academy of Arts (London) Emin zum Mitglied.[3]

David Bowie verglich Emin mit „William Blake als Frau, geschrieben von Mike Leigh“.[4] Kritiker beschreiben ihre Kunst als Sammlung von Leidenschaft, Verlangen und Leben, gepaart mit roher Offenheit.

Das Kunstmuseum Bern widmete im März 2009 Emin eine Retrospektive über ihr Werk der letzten zwei Jahrzehnte. Die Ausstellung zeigt fahnengroße, mit Parolen verzierte Teppich-Stickereien, Malerei, Videos und Installationen sowie das bekannte Bett. Ob es der Konzeptkunst zuzuordnen sei oder doch eher der „Persönliche Mythologien“-Richtung, bleibt umstritten. In Bern debattierte man darüber, ob Emin „irgendwo zwischen Andy Warhol und Joseph Beuys anzusiedeln sei.“[5]

2011 wurde Emin zur Professorin für das Fach Zeichnen an der Royal Academy of Arts berufen. Damit ist sie nach Fiona Rae die zweite weibliche Professorin an der Royal Academy seit deren Gründung 1768.[6]

Vom 26. Mai bis zum 23. September 2012 wurde im Turner Contemporary in Margate unter dem Titel She Lay Down Deep Beneath the Sea: Tracey Emin at Turner Contemporary eine der bislang umfangreichsten Werkschauen der Künstlerin gezeigt.[7]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Exploration of the Soul
  • 1996: Everyone I have ever slept with 1963-95 *
  • Fighting For Love
  • The Last Thing I Said Is Don't Leave Me Here *
  • 1998: My Bed
  • The Interview
  • No Chance
  • The Hut *
  • Singing Bird
  • Just Love Me, Lichtinstallation, 1998. Sammlung Ingvild Goetz.
  • Buch: Strangeland: Hodder & Stoughton 2006; Deutsche Ausgabe Blumenbar Verlag 2009

Emins Arbeiten waren in Einzelausstellungen in den USA, in Japan und Deutschland zu sehen, so zum Beispiel:

* Ein Brand in einem Londoner Lagerhaus zerstörte in der Nacht zum 24. Mai 2004 ihre Werke Everyone I have ever slept with 1963–95, The Last Thing I Said Is Don't Leave Me Here und The Hut.[8]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. "International Woman" Suitcases from Longchamp, travelandleisure.com, Dezember 2004, abgerufen am 23. November 2014.
  2. Tracey Emin – International Woman Suitcase, Apropos Pig, 6. März 2007, abgerufen am 23. November 2014.
  3. Tracey Emin RA in der Datenbank der Royal Academy of Arts, englisch, abgerufen am 22. Mai 2013.
  4. Tracey Emin achieves eminence at last as enfant terrible grows up. The Telegraph.co.uk, 2. August 2008, abgerufen am 26. Mai 2012.
  5. Deutschlandfunk vom 19. März 2009: Ungemachte Betten Die britische Künstlerin Tracey Emin im Kunstmuseum Bern
  6. Tracey Emin wird Professorin an der Royal Academy, monopol-magazin.de, Kunstticker, 15. Dezember 2011
  7. She Lay Down Deep Beneath the Sea: Tracey Emin at Turner Contemporary. Turner Contemporary, abgerufen am 26. Mai 2012 (englisch). Siehe auch Interview mit Tracey Emin zur aktuellen Ausstellung. Guardian.co.uk, 26. Mai 2012, abgerufen am 26. Mai 2012.
  8. Vorhersehbare Katastrophe?