Tracey Emin
Tracey Emin (* 3. Juli 1963 in Croydon, London) ist eine britische Künstlerin.
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[Bearbeiten] Leben und Karriere
Die in Margate aufgewachsene Emin gehört zu den Young British Artists (YBAs). Die Tochter einer englischen Mutter und eines türkisch-zypriotischen Vaters besuchte eine Mode- und mehrere Kunstschulen. Sie studierte am Maidstone College of Art und am Royal College of Art in London. Sie ist bekannt für ihre autobiografische Kunst und provoziert oftmals das Interesse der Medien. Eines ihrer Werke, My Bed (Mein Bett), wurde 1999 in die renommierte Turner Prize-Ausstellung aufgenommen. Es bestand aus ihrem ungemachten Bett, benutzten Kondomen und blutverschmierter Unterwäsche.
Emin hat eine Professur für „Confessional Art“ an der European Graduate School in Saas-Fee, Schweiz inne.[1] Gemeinsam mit Jochen Poetter leitet sie dort einen jährlichen Sommer-Workshop.
Im März 2007 wählte die Royal Academy of Arts (London) Emin zum Mitglied.
David Bowie verglich Emin mit „William Blake als Frau, geschrieben von Mike Leigh“. Kritiker beschreiben ihre Kunst als Sammlung von Leidenschaft, Verlangen und Leben, gepaart mit roher Offenheit.
Das Kunstmuseum Bern widmete im März 2009 Emin eine Retrospektive über ihr Werk der letzten zwei Jahrzehnte. Die Ausstellung zeigt fahnengroße, mit Parolen verzierte Teppich-Stickereien, Malerei, Videos und Installationen, sowie das bekannte Bett. Ob es der Konzeptkunst zuzuordnen sei oder doch eher der „Persönliche Mythologien“ Richtung bleibt umstritten. In Bern debattierte man darüber, ob Emin "irgendwo zwischen Andy Warhol und Joseph Beuys anzusiedeln sei".[2]
2011 wurde Emin zur Professorin für das Fach Zeichnen an der Royal Academy of Arts berufen. "Neben Fiona Rae ist Tracey Emin damit die zweite, weibliche Professorin in der Geschichte der 1768 gegründeten Royal Academy." [3]
[Bearbeiten] Werke (Auswahl)
- Exploration of the Soul
- 1996: Everyone I have ever slept with 1963-95 *
- Fighting For Love
- The Last Thing I Said Is Don't Leave Me Here *
- 1999: My Bed
- The Interview
- No Chance
- The Hut *
- Singing Bird
- Buch: Strangeland: Hodder & Stoughton 2006; Deutsche Ausgabe Blumenbar Verlag 2009
Emins Arbeiten waren in Einzelausstellungen in den USA, in Japan und Deutschland zu sehen.
* Ein Brand in einem Londoner Lagerhaus zerstörte in der Nacht zum 24. Mai 2004 ihre Werke Everyone I have ever slept with 1963–95, The Last Thing I Said Is Don't Leave Me Here und The Hut.[4]
[Bearbeiten] Weblinks
- Literatur von und über Tracey Emin im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Informationen zu Tracey Emin im BAM-Portal
- Tracey Emin auf kunstaspekte.de
- Tracey Emin bei artfacts.net
- Tracey Emin bei lehmannaupin.com
- Tracey Emin Faculty Page an der European Graduate School mit Biografie und Bibliografie
- Fotos: Everyone I have ever slept with 1963–95
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Tracey Emin Faculty Page an der European Graduate School (Online 8. Juni 2010)
- ↑ Deutschlandfunk vom 19. März 2009: Ungemachte Betten Die britische Künstlerin Tracey Emin im Kunstmuseum Bern
- ↑ Tracey Emin wird Professorin an der Royal Academy, monopol-magazin.de, Kunstticker, 15. Dezember 2011
- ↑ Vorhersehbare Katastrophe?
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Emin, Tracey |
| KURZBESCHREIBUNG | britische Künstlerin |
| GEBURTSDATUM | 3. Juli 1963 |
| GEBURTSORT | London Borough of Croydon, London, England, Vereinigtes Königreich |