Udo zu Stolberg-Wernigerode

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Graf Udo zu Stolberg-Wernigerode (* 4. März 1840 in Berlin; † 19. Februar 1910 ebenda) war ein deutscher Politiker.

Grab-/Gedenkstein in Dönhoffstädt.

Leben [Bearbeiten]

Graf Udo wurde als ältester Sohn von Graf Conrad zu Stolberg-Wernigerode und dessen Ehefrau Marianne Freiin vom Romberg geboren. Sein Großvater war Graf Anton zu Stolberg-Wernigerode. Das Abitur machte er 1858 am Evangelisch Stiftischen Gymnasium in Gütersloh.

Er wurde Major à la suite der Armee, Landrat des Kreises Landeshut und im Jahr der Reichsgründung 1871 deutschkonservativer Reichstagsabgeordneter. Im darauffolgenden Jahr wurde Graf Udo Mitglied des preußischen Herrenhauses. Von 1892 bis 1895 war er als Oberpräsident der preußischen Provinz Ostpreußen tätig, 1901 wurde er 1. Vizepräsident und 1907 Präsident des deutschen Reichstags. Diese Funktion übte er bis zu seinem Tod 1910 aus.

Graf Udo folgte seinem Onkel, Graf Eberhard zu Stolberg-Wernigerode am 8. August 1872 als Majoratsherr der schlesischen Herrschaft Kreppelhof. Von seiner Großmutter, der Gräfin Amalie von Dönhoff, erbte er die Fideikommissherrschaft Dönhoffstädt in Ostpreußen.

Familie [Bearbeiten]

Graf Udo heiratete am 26. Juli 1871 Elisabeth, die Tochter des königlich-preußischen Staatsministers Adolf Heinrich von Arnim-Boitzenburg und der Gräfin Caroline von der Schulenburg-Wolfsburg (1804-1886). Aus dieser Ehe gingen folgende Kinder hervor:

  • Conrad (1872–1890), starb bei Jagdunfall auf dem Nordenburger See,
  • Adolf (1872–1910),
  • Marie-Eleonore (1876–1940),
  • Armgard (1877–1912), verheiratet mit Oskar Graf von Platen-Hallermund,
  • Richard (1878–1894),
  • Antonie (1880–1969), verheiratet mit Friedrich Graf zu Eulenburg,
  • Werner (1883–1884),
  • Renata (1886–1946), Oberin des Diakonissen-Mutterhaus Königsberg,
  • Albrecht (1886–1948) und
  • Freda (1892–1977), verheiratet mit Dr. jur. Otto Weber.

Weblinks [Bearbeiten]