Vado Ligure

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Vado Ligure
Vorlage:Infobox Gemeinde in Italien/Wartung/Wappen fehltKein Wappen vorhanden.
Vado Ligure (Italien)
Vado Ligure
Staat: Italien
Region: Ligurien
Provinz: Savona (SV)
Koordinaten: 44° 16′ N, 8° 26′ O44.2666666666678.4333333333333Koordinaten: 44° 16′ 0″ N, 8° 26′ 0″ O
Fläche: 23 km²
Einwohner: 8.425 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 366 Einw./km²
Postleitzahl: 17047
Vorwahl: 019
ISTAT-Nummer: 009064
Volksbezeichnung: Vadesi
Schutzpatron: Johannes der Täufer
Website: Vado Ligure
Vado Ligure (SV): Aussicht auf den Hafen vom Forte San Giacomo

Vado Ligure (ligurisch (Romanisch) Voæ, im lokalen Dialekt Vué, in der römischen Antike Vada Sabatia genannt) ist eine Gemeinde, Hafen- und Industriestadt am Ligurischen Meer mit 8425 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013). Sie gehört zur italienischen Provinz Savona in der Region Ligurien.

Die Nachbargemeinden sind Bergeggi, Quiliano, Savona, Spotorno und Vezzi Portio.

Die Entfernung nach dem nordöstlich gelegenen Savona beträgt etwa 7 Kilometer, nach Genua, der weiter östlich liegenden Provinzhauptstadt Liguriens sind es etwa 55 Kilometer (jeweils Straßen-Kilometer).

Wirtschaft[Bearbeiten]

Vado Ligure ist ein wichtiger Hafen- und Industriestandort an der ligurischen Küste.

Hafen[Bearbeiten]

Der Hafen von Vado Ligure wird durch die Hafenbehörde Savona verwaltet, welche für alle Hafenanlagen zwischen Albissola Marina und Bergeggi zuständig ist.

Vado Ligure ist das größte Fruchtterminal am Mittelmeer (2004: 500'000 t Warenumschlag), weiter werden Container und RoRo-Güter umgeschlagen (2004: 800'000 t). Am Schüttgutanleger von Terminal Rinfuse Italia wird hauptsächlich Kohle entladen. Vado Ligure ist neben Triest der wichtigste Ölhafen Italiens. Die Schiffe können an drei Anlegern sowie in einem Bojenfeld entladen werden.[2]

Im Fährterminal von Forship legen die Schiffe nach Korsika und Sardinien ab (2004: 350'000 Passagiere). Auch Corsica Ferries hat sich hier niedergelassen und hat ein Terminal aufgebaut.

In naher Zukunft soll der Hafen modernisiert werden. Es bestehen Pläne, eine 250.000 m² große Multifunktionsplattform ins Meer zu bauen. Sie wird hauptsächlich dem Umschlag von Containern dienen und die bestehenden Schüttgut- und Ölanleger ersetzen. Die Anlage hätte eine Bauzeit von vier Jahren.[3]. Aus Umweltkreisen regt sich Widerstand, weil durch das neue Terminal die Staubbelastung der Siedlungen größer würde.[4]

Thermisches Kraftwerk[Bearbeiten]

In den sechziger Jahren begann Enel mit dem Bau eines thermischen Kraftwerkes, das 1970–71 den Betrieb aufnahm. Die vier Blöcke mit den beiden über hundert Meter hohen Kaminen konnten wahlweise mit Schweröl oder Kohle befeuert werden und hatten zusammen eine Leistung von 1320 MW. Von 1997 bis 1999 wurden die Blöcke „3“ und „4“ aus Umweltschutzgründen mit Rauchgasentschwefelungsanlagen, Entstickungsanlage und Elektrofilter ausgerüstet.

Das Kraftwerk wurde 2002 von Tirreno Power übernommen – eine Gesellschaft, die auf Grund der von der EU auferlegten Liberalisierung des italienischen Strommarktes entstanden ist.

Ab 2005 begann der Umbau der Blöcke 1 und 2 zu erdgasbefeuerten Gasturbinenblöcken, die zusammen mit den bestehenden Kohleblöcken als GuD-Kraftwerk betrieben werden sollen. Der erste Gasturbinenblock ging 2007 wieder in Betrieb. Wenn der Umbau des ganzen Kraftwerks vollendet ist, wird es eine Leistung von 1420 MW haben. [5]

Lokomotivfabrik[Bearbeiten]

Westinghouse eröffnete 1905 eine Fabrik zur Herstellung von Elektrolokomotiven in Vado Ligure. 1919 wurde das Werk von Tecnomasio Italia Brown Boveri übernommen – einer Firma, die zum schweizerischen Brown, Boveri & Cie-Konzern gehörte. Nach der Fusion von Brown, Boveri & Cie mit Asea 1988 und dem Zusammenlegen der Bahnsparte mit AEG wurde das Werk zur ABB Daimler Benz Transportation Adtranz Italy, das wie die anderen Aktivitäten von Adtranz im Jahr 2001 an die kanadische Bombardier Transportation überging. Die Lokfabrik stellt hauptsächlich Lokomotiven der Bauweise E.464 für die Trenitalia und Traxx-Lokomotiven her.[6]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Vado Ligure – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2013.
  2. Autorità Portuale die Savona (11.2007)
  3. Il terminal container die Vado Ligure – Autorità Portuale die Savona (3.2005)
  4. Giancarlo Bertolazzi: Piattaforma Multipourpose Vado Ligure – Sviluppo o "fregatura" ? – Obiettivo Nordovest
  5. Broschüre Centrale Termoelettrica Vado Ligure von Tirreno Power (11.2007)
  6. Who's Who Sutter's International – Bombardier Transportation Italy