Villars-lès-Blamont

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Villars-lès-Blamont
Wappen von Villars-lès-Blamont
Villars-lès-Blamont (Frankreich)
Villars-lès-Blamont
Region Franche-Comté
Département Doubs
Arrondissement Montbéliard
Kanton Hérimoncourt
Koordinaten 47° 22′ N, 6° 52′ O47.3733333333336.8730555555556600Koordinaten: 47° 22′ N, 6° 52′ O
Höhe 540–820 m
Fläche 6,95 km²
Einwohner 441 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 63 Einw./km²
Postleitzahl 25310
INSEE-Code
Website Villars-lès-Blamont

Villars-lès-Blamont ist eine Gemeinde im französischen Département Doubs in der Region Franche-Comté.

Geographie[Bearbeiten]

Villars-lès-Blamont liegt auf 598 m, etwa 17 km südsüdöstlich der Stadt Montbéliard (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich im nördlichen Jura, in einer Senke zwischen der Lomontkette im Süden und dem Höhenzug Perchet im Norden, in unmittelbarer Nähe der Grenze zur Schweiz.

Die Fläche des 6.95 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des nördlichen französischen Juras. Der zentrale Teil des Gebietes wird von der Senke von Villars eingenommen, die durchschnittlich auf 590 m liegt und sich nach Westen zur Tafeljurahochfläche von Blamont öffnet. Die Senke ist überwiegend von Acker- und Wiesland bestanden. Es gibt hier keine oberirdischen Fließgewässer, weil das Niederschlagswasser im verkarsteten Untergrund versickert. Im Norden wird die Mulde vom Höhenrücken des Perchet (bis 700 m) flankiert, der sie vom nördlich angrenzenden Tal der Creuse (Quellbach des Gland) trennt. Die westliche Abgrenzung verläuft im Taleinschnitt der Noire Combe.

Nach Süden erstreckt sich das Gemeindeareal über den bewaldeten Hang (Bois Courbot) bis auf die Krete des Lomont. Dieser Höhenzug bildet in geologisch-tektonischer Hinsicht eine Antiklinale des Faltenjuras, die gemäß der Streichrichtung des Gebirges in dieser Region in West-Ost-Richtung orientiert ist. Mit 820 m wird bei der kleinen Festung die höchste Erhebung von Villars-lès-Blamont erreicht. Weiter nach Süden reicht das Gebiet über die breite Höhe Le Fay und die bewaldete Mulde Combe Semont bis auf den Kamm von Les Étabons (bis 780 m), der steil zum angrenzenden Doubstal abfällt.

Nachbargemeinden von Villars-lès-Blamont sind Montjoie-le-Château und Chamesol im Süden, Pierrefontaine-lès-Blamont im Westen, Blamont und Dannemarie im Norden sowie die schweizerische Gemeinde Haute-Ajoie im Osten.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung von Villars erfolgte im Jahr 1145 unter dem Namen Vilers. Die Ortschaft gehörte damals dem Kloster Belchamps. 1282 gelangte Villars zur Herrschaft Blamont. Nachdem das Dorf 1506 unter die Oberhoheit der Grafen von Montbéliard gekommen war, wurde die Reformation eingeführt. Beim Einfall der Guisen wurde das Dorf 1587/88 schwer in Mitleidenschaft gezogen. Als Teil der Herrschaft Blamont, die eine der vier Herrschaften des Fürstentums Montbéliard bildete und 1699 von Frankreich annektiert wurde, gelangte Villars 1748 vertraglich endgültig an Frankreich. Heute gehört das Dorf zum Gemeindeverband der Communauté de communes des Balcons du Lomont.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Villars-lès-Blamont besitzt zwei Kirchen. Die reformierte Kirche wurde 1877 an der Stelle eines früheren Gotteshauses neu erbaut. Die katholische Kirche brannte am 14. September 1945 ab; der Neubau wurde 1952 eingeweiht.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1962 378
1968 345
1975 363
1982 368
1990 366
1999 392
2006 426

Mit 441 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) gehört Villars-lès-Blamont zu den kleinen Gemeinden des Département Doubs. Nachdem die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts deutlich abgenommen hatte (1886 wurden noch 544 Personen gezählt), wurde seit Beginn der 1990er Jahre wieder ein Bevölkerungswachstum verzeichnet.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Villars-lès-Blamont war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft (Ackerbau, Obstbau und Viehzucht) und die Forstwirtschaft geprägtes Dorf. Daneben gibt es heute einige Betriebe des lokalen Kleingewerbes. Mittlerweile hat sich das Dorf zu einer Wohngemeinde gewandelt. Viele Erwerbstätige sind deshalb Wegpendler, die in der Agglomeration Montbéliard oder in der nahen Schweiz ihrer Arbeit nachgehen.

Die Ortschaft liegt abseits der größeren Durchgangsstraßen an einer Departementsstraße, die von Pont-de-Roide nach Porrentruy führt. Der nächste Anschluss an die Autobahn A36 befindet sich in einer Entfernung von ungefähr 20 km.

Weblinks[Bearbeiten]