Was hast du denn im Krieg gemacht, Pappi?

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Filmdaten
Deutscher Titel Was hast Du denn im Krieg gemacht, Pappi?
Originaltitel What Did You Do in the War, Daddy?
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1966
Länge 116 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Blake Edwards
Drehbuch William Peter Blatty
Produktion Blake Edwards
Musik Henry Mancini
Kamera Philip Lathrop
Schnitt Ralph E. Winters
Besetzung

Was hast Du denn im Krieg gemacht, Pappi? (Originaltitel: What Did You Do in the War, Daddy?) ist eine US-amerikanische Filmkomödie vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkrieges, von Blake Edwards 1966 nach einer Erzählung von Blake Edwards und Maurice Richlin inszeniert. Die Uraufführung in Deutschland fand am 24. Februar 1967 statt.

Handlung[Bearbeiten]

Während der Operation Husky, der alliierten Invasion Siziliens im Zweiten Weltkrieg, erkundigt sich General Bolt bei seinem Adjutanten Captain Cash über das Dorf Valerno. Cash befürwortet einen Angriff und bekommt das Kommando über eine Kompanie, um den Angriff durchzuführen. Die müden Soldaten, geführt von Lieutenant Christian und Sergeant Rizzo, sind nicht begeistert von der Mission.

Die Soldaten nähern sich vorsichtig dem Dorf. Die feindlichen Soldaten vergnügen sich bei einem Fußballspiel. Capitano Oppo, der italienische Kommandeur, will unter einer Bedingung kapitulieren. Das jährliche Weinfest des Dorfes, das an diesem Abend abgehalten werden soll, soll stattfinden. Die Amerikaner stimmen zu.

Das Fest ist ein voller Erfolg und dauert bis weit in die Nacht an. Da das Hauptquartier Meldung erwartet und Captain Cash betrunken außer Gefecht ist, übernimmt Lieutenant Christian das Kommando. Zusammen mit Capitano Oppo simuliert er einen Kampf. Doch der getürkte Kampf wird von einigen unerwünschten Gästen gesehen, so vom PR-Offizier Major Pott, der sich in den Katakomben unter der Stadt verirrt und von General Bolt selber. Letztendlich greifen auch noch deutsche Truppen ein, um ihren italienischen Verbündeten zu helfen. Doch mit Glück und Geschick können die Amerikaner die Deutschen abweisen und den simulierten Kampf gewinnen, um das Weinfest fortzusetzen.

Kritiken[Bearbeiten]

„Eine langatmige und überaus alberne Militärkomödie, die vergeblich Kapital aus der maßlosen Überzeichnung vermeintlich nationaler Eigenschaften aller Beteiligten zu schlagen versucht. Enttäuschend vor allem angesichts der später von Blake Edwards und William Peter Blatty gezeigten Leistungen.“

Lexikon des internationalen Films [1]

„Die einigermaßen unterhaltsame amerikanische Militärklamotte ist erträglich, weil sie den Krieg ad absurdum führt.“

Evangelischer Filmbeobachter[2]

Hintergrund[Bearbeiten]

  • Die Darsteller-Riege wurde von Oscar-Gewinner Coburn (1999) und Golden Globe-Gewinner O'Connor (1972) angeführt.
  • Im Abspann nicht genannt wurde der Darsteller von Adolf Hitler, Carl Ekberg. Dieser hat in vielen amerikanischen Filmen zur Zeit des Zweiten Weltkrieges Deutsche gespielt und blieb im Abspann meist ungenannt. Ekberg hat – inklusive dieses Films – fünfmal Hitler dargestellt, unter anderem 1941 in Citizen Kane.
  • Blake Edwards ist bekannt als Komödien-Regisseur. Zu seinen bekanntesten Werken gehören die Pink Panther-Filme um den schusseligen Polizei-Inspektor Clouseau, dargestellt von Peter Sellers.
  • Als Unit-Manager des Films fungierte Jack McEdward, der Vater des Regisseurs.
  • Mit dem Namen William Peter Blatty verbinden nur die wenigsten Filmfans Komödien. Blatty wurde bekannt durch seine Schöpfung von Der Exorzist. Für das Drehbuch des ersten Teils bekam er 1974 einen seiner zwei Golden Globes (den zweiten bekam er 1981) und einen Oscar. Beim dritten Teil führte er 1990 auch Regie.
  • Maurice Richlin, der Mitverfasser der dem Film zu Grunde liegenden Erzählung, wurde 1960 für sein Drehbuch für Bettgeflüster mit dem Oscar geehrt.
  • Clem Beauchamp war der Production-Manager des Films. 1936 wurde er mit dem Oscar für die beste Regie-Assistenz ausgezeichnet. Diese Kategorie gibt es heute nicht mehr.
  • Weitere preisgekrönte Mitarbeiter waren: Komponist Mancini (Oscars 1962 (Filmmusik und Song), 1963, 1983; Golden Globe 1971); Cutter Winters (Oscars 1951, 1960); Spezial-Effekt-Techniker Danny Lee (Oscar 1972); Linwood G. Dunn, der für die Spezialkameras verantwortlich war (Spezial-Oscar 1945, Ehrenauszeichnungen der Academy 1979, 1981, 1985); Dunns Partner James B. Gordon (Spezial-Oscars 1951, 1962).

Historischer Hintergrund des Films[Bearbeiten]

Die Operation Husky bezeichnet die alliierte Invasion Siziliens am 10. Juli 1943. Sie war eine der größten amphibische Operation des Zweiten Weltkrieges. Amerikanische, britische und kanadische Truppen landeten im Süden der Insel. Den ca. 160.000 Alliierten standen ca. 400.000 Soldaten der Achsenmächte (Italien und Deutsches Reich) entgegen. Die Achsenmächte verloren bei der Invasion fast 170.000 Mann, davon 120.000 (überwiegend Italiener), die in Gefangenschaft gerieten. Die Alliierten verloren insgesamt ca. 25.000 Mann. Alle strategischen Ziele der Invasion wurden erreicht: die Luft- und Seestreitkräfte der Achsenmächte wurden vernichtet oder vertrieben, die Seestraßen im Mittelmeer lagen nun unter alliierter Kontrolle. Zudem wurde der italienische Machthaber Benito Mussolini in der Folge gestürzt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. vgl. Lexikon des internationalen Films 2000/2001 (CD-ROM)
  2. Kritik Nr. 97/1967, S. 134