Switch – Die Frau im Manne

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Switch – Die Frau im Manne
Originaltitel Switch
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1991
Länge 99 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Blake Edwards
Drehbuch Blake Edwards
Produktion Tony Adams,
Arnon Milchan,
Patrick Wachsberger
Musik Don Grady,
Henry Mancini
Kamera Dick Bush
Schnitt Robert Pergament
Besetzung

Switch – Die Frau im Manne (Originaltitel: Switch) ist eine US-amerikanische Filmkomödie aus dem Jahr 1991. Die Regie führte Blake Edwards, der auch das Drehbuch schrieb. Die Hauptrolle spielte Ellen Barkin.

Handlung[Bearbeiten]

Der Werbefachmann Steve Brooks gilt als ein Chauvinist. Drei seiner ehemaligen Freundinnen besuchen ihn und baden mit ihm gemeinsam im Whirlpool und versuchen ihn zu ertränken. Als das misslingt, erschießt ihn eine der drei, Margo. Im Jenseits wird über sein Schicksal verhandelt; um der Hölle zu entkommen soll Steve auf die Erde zurückkehren und eine Frau finden, die ihn liebt. Um das zu erschweren, schlägt der Teufel vor, dass Steve im Körper einer Frau zurückkehren sollte.

Steve hält die Erlebnisse zuerst für einen Traum, im Badezimmer stellt er schockiert fest, dass er in einem Frauenkörper lebt. Er gibt sich als die eigene Halbschwester, Amanda Brooks, aus. In dieser Rolle übernimmt er die eigene Wohnung wie auch den Job in der Werbefirma. Der einstigen Freundin Margo Brofman droht er, die Einzelheiten des Mordes publik zu machen. Dadurch zwingt er sie, ihm beim Spielen der Rolle einer Frau zu helfen. Er bekommt ebenfalls Hilfe von Walter Stone, der der beste Freund von Steve war.

Die Abwesenheit von Steve wirft zunehmend Fragen auf. Die Kundin Sheila Faxton, eine lesbische Frau, zeigt Interesse an Amanda. Diese schläft eines Tages im betrunkenen Zustand mit Walter. Die Leiche von Steve wird gefunden, Amanda wird verhaftet.

Es stellt sich heraus, dass Amanda schwanger ist. Ihre Tochter wird geboren, eine Stimme aus dem Jenseits sagt, dass sie Amanda liebt. Amanda stirbt, Walter nimmt die Tochter zu sich und Amanda muss sich im Himmel entscheiden, ob sie ein weiblicher oder ein männlicher Engel sein will - denn beides habe Vorteile.

Kritiken[Bearbeiten]

Roger Ebert schrieb in der Chicago Sun-Times vom 10. Mai 1991, der Film würde zwei Lieblingsthemen von Blake Edwards ansprechen: Androgynie und die Anpassung an das Umfeld einer anderen Person. Er verglich den Film mit der Komödie Victor/Victoria. Ebert wunderte sich, dass der im Körper einer Frau gefangene Steve die lesbische Sheila unattraktiv finden würde, obwohl chauvinistische Männer wie Steve lesbische Frauen sexy fänden. Der Film hätte eine revolutionäre Komödie wie Tootsie sein können, diese Chance wäre aber vertan.[1]

Das Lexikon des internationalen Films ist ähnlicher Ansicht: "Nur zu Beginn reizvolle Mischung aus Tragikomödie, Melodram und Klamauk, die zunehmend an inszenatorischer Eleganz einbüßt und vorhersehbar wird. Betont gagreich, aber oberflächlich und ohne gedankliches Profil."[2]

Die Filmbewertungsstelle Wiesbaden verlieh der Produktion das Prädikat wertvoll.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Ellen Barkin wurde im Jahr 1992 für den Golden Globe nominiert. Lyle Lovett wurde 1992 für den Song You Can't Resist It für den Grammy Award nominiert.

Quellen[Bearbeiten]

  1. http://rogerebert.suntimes.com/apps/pbcs.dll/article?AID=/19910510/REVIEWS/105100304/1023
  2. Lexikon des internationalen Films“ (CD-ROM-Ausgabe), Systhema, München 1997

Weblinks[Bearbeiten]