Wasserbillig
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Wasserbillig (lux.: Waasserbëlleg) ist eine Ortschaft in Luxemburg, gelegen am Zusammenfluss von Sauer und Mosel.
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[Bearbeiten] Geschichte
Schon den Römern war der Ort unter dem Namen Biliacum bekannt.
[Bearbeiten] Lage
Wasserbillig ist mit 130 m ü. NN der tiefste Punkt des Großherzogtums. Es ist Grenzortschaft zu Deutschland und liegt gegenüber von Wasserbilligerbrück auf der anderen Seite der Sauer, und Oberbillig auf der anderen Moselseite. Wasserbillig ist Sitz der Gemeinde Mertert, welche zum Kanton Grevenmacher gehört.
[Bearbeiten] Wirtschaft
Der Ort hat 2300 Einwohner. Wegen der Nähe zu Deutschland ist Wasserbillig eine geschäftige Ortschaft, welche besonders durch den regen Grenzhandel geprägt ist. Dies ist vor allem Tanktourismus, wegen der steuerlichen Unterschiede zwischen Deutschland und Luxemburg. An der Straße zwischen Wasserbillig und Mertert reihen sich genau 14 Tankstellen aneinander, auch der ehemalige Grenzübergang an der Autobahn A 64 wurde zu einer Tankstelle ausgebaut.
[Bearbeiten] Schienenverkehr
Im Bahnhof Wasserbillig treffen mehrere Eisenbahnstrecken zusammen, u.a.
- Wasserbillig – Luxembourg
- Wasserbillig – Mertert-Port
- Wasserbillig – (deutsche Grenze) – Igel – Trier[1]
Der Bahnhof Wasserbillig ist Halt der InterCity-Linie 35 der Deutschen Bahn AG von Luxemburg nach Norddeich Mole, siehe auch Liste der InterCity-Bahnhöfe.
[Bearbeiten] Geiselnahme im Jahre 2000
Kurzfristig bekannt wurde Wasserbillig im Jahr 2000, als ein tunesischer Einwanderer den Kinderhort Spatzennascht stürmte und zirka 40 Kinder und Erzieherinnen als Geiseln nahm. Über sein Motiv wurde spekuliert, bis sich herausstellte, dass dem Mann kurz zuvor das Sorgerecht für sein Kind entzogen worden war. Seiner Forderung, mit einem Flugzeug nach Libyen zu gelangen, wurde nicht entsprochen, stattdessen verletzten drei als Journalisten getarnte Beamte der Luxemburger Spezialeinheit der Polizei (Unités Spéciales de la Police Grand-Ducale) nach 30 Stunden erfolgloser Verhandlungen den Mann lebensgefährlich mit zwei Kopfschüssen. Dem disziplinierten Verhalten des Personals in der Kindertagesstätte war es zu verdanken, dass es nicht zu weitreichenderen Kurzschlusshandlungen des Täters kam. Der Täter wurde anschliessend zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Jacques Santer (* 18. Mai 1937), Präsident der Europäischen Kommission 1995 - 1999
[Bearbeiten] Quellen
[Bearbeiten] Weblinks
Koordinaten: 49° 43′ 1" n. Br., 6° 30′ 14" ö. L.

