Bundesautobahn 64

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Bundesautobahn 64 in Deutschland
Bundesautobahn 64
 European Road 44 number DE.svg
Karte
Verlauf der A 64
Basisdaten
Betreiber: Bundesrepublik Deutschland
Gesamtlänge: 23 km
  davon in Betrieb: 14 km
  davon in Planung: 9 km

Bundesland:

Die Bundesautobahn 64 (Abkürzung: BAB 64) – Kurzform: Autobahn 64 (Abkürzung: A 64) – verläuft auf den Moselhöhen von Trier nach Luxemburg. Sie ist nur 14 Kilometer lang. Ursprünglich war sie als Teilstück der A 48 geplant. Das fehlende Stück zwischen der A 1 bei Föhren und dem Ende der A 64 bei Trier-Ehrang (B 52), die sogenannte Meulenwaldautobahn, wurde aus Umweltschutzgründen nicht realisiert. Nach der Neuorganisation der Autobahnnummerierungen Anfang der 1990er-Jahre wurde der westliche Teil, von der luxemburgischen Grenze bis nach Trier, zur A 64 umbenannt. Die in Luxemburg fortgeführte Strecke ist die Autoroute 1 nach Luxemburg (Stadt).

Die A 64 ist insgesamt eine Teilstrecke der Europastraße 44.

Der ehemalige Autobahn-Grenzübergang Mesenich wurde auf luxemburgischer Seite der Grenze zum beidseitigen Rasthof mit Tankstelle ausgebaut. Wegen der Mineralöl-Steuervorteile Luxemburgs ist er ein beliebtes Ziel deutscher "Tanktouristen".

Grenzübergang Mesenich

Die Beschilderung als Autobahn beginnt westlich der Biewerbachtalbrücke, auf der drei Fahrstreifen markiert sind. Östlich davon ist die Straße seit 2012 auf etwa 2 km bis zum Parkplatz „Dicke Buche“ mit vier Fahrstreifen ausgebaut.[1] Von dort knickt die ausgebaute Streckenführung von der geplanten Meulenwaldautobahn ab und führt mit vier teilweise verengten Fahrstreifen als Bundesstraße 52 ins Moseltal.

Die Fortführung durch den Meulenwald, ein großes Waldgebiet nord-östlich von Trier, wird als sogenannte Nordumfahrung von örtlichen Politikern immer wieder ins Gespräch gebracht, ohne dass die für eine Realisierung notwendige Einstellung in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans erreicht werden konnte. Kritiker weisen auf die hohen Kosten durch notwendige Brücken und Tunnel sowie auf die Zerschneidung des Meulenwaldes hin. Befürworter sehen darin ein notwendiges Teilstück einer europäischen Transitstrecke und eine erforderliche Entlastung der A 602 im Moseltal zwischen dem Trierer Stadtgebiet und Schweich. Nach neuesten Informationen soll die Meulenwaldautobahn im Jahr 2015 im Bundesverkehrswegsplan nicht unter vordringlicher Bedarf aufgenommen werden.[2]

Seit Sommer 2004 befand sich die sogenannte Westumfahrung Trier, auch „Moselaufstieg“ genannt, in der Planfeststellung. Geplant ist, von Konz die Bundesstraße 51 mittels einer neuen Moselbrücke über Igel westlich des Trierer Bergs auf einer neuen Trasse auf die Moselhöhen zu führen und dort an die A 64 anzuschließen. Am 12. Mai 2005 hob das Oberverwaltungsgericht Koblenz den dazu gefassten Planfeststellungsbeschluss jedoch auf.[3] Im März 2013 erklärte die rheinland-pfälzische Landesregierung, dass diese beiden Vorhaben endgültig fallen gelassen würden. [4][5]

Siehe auch: Liste der Autobahnen in Deutschland

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Albert Follmann: A 64-Ausbau: Blauer Riese drückt aufs Tempo Trierischer Volksfreund, 27. November 2011
  2. http://gruene-rlp.de/startseite/volltext-startseite/article/regierungskoalition_verstaendigt_sich_auf_ausgewogenes_verkehrspolitisches_konzept/
  3. http://cms.justiz.rlp.de/justiz/nav/699/6993f1d2-a512-11d4-a737-0050045687ab,,,,2be70a9f-3079-06fd-35a3-11bb63b81ce4.htm Ministerium der Justiz Rheinland-Pfalz (Seite nicht mehr verfügbar)
  4. http://www.volksfreund.de/nachrichten/kolumnen/kommentare/Kommentare-Endlich;art158795,3472576 Artikel des Trierischen Volksfreundes vom 19.März 2013
  5. Katharina Hammermann: Gutachten: Moselaufstieg bringt mehr als die Bahn (abgerufen am 26. Juni 2013)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bundesautobahn 64 – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien