Oberbillig

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Oberbillig
Oberbillig
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Oberbillig hervorgehoben
49.7110361111116.5044972222222148Koordinaten: 49° 43′ N, 6° 30′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Trier-Saarburg
Verbandsgemeinde: Konz
Höhe: 148 m ü. NHN
Fläche: 5,36 km²
Einwohner: 988 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 184 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54331
Vorwahl: 06501
Kfz-Kennzeichen: TR, SAB
Gemeindeschlüssel: 07 2 35 096
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Markt 11
54329 Konz
Webpräsenz: www.oberbillig.de
Ortsbürgermeister: Andreas Beiling (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Oberbillig im Landkreis Trier-Saarburg
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Über dieses Bild

Oberbillig ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Konz an.

Lage[Bearbeiten]

Oberbillig, ein altes Winzer-, aber auch Fischer- und Schifferdorf an der Mosel, liegt sechs Kilometer westlich von Konz am rechten Moselufer bei Mosel-Km 206 gegenüber der Einmündung der Sauer. Durch den Ort führen die Bundesstraße 419 sowie die Obermoselstrecke TrierPerlMetz der Deutschen Bahn, die hier einen Haltepunkt hat.

Geschichte[Bearbeiten]

Historisch findet die Geschichte Oberbilligs sich eng mit dem auf der gegenüberliegenden Moselseite Wasserbillig verknüpft. Erst durch die Grenzziehung beim Wiener Kongress im Jahr 1815 wurde Oberbillig dem Königreich Preußen zugerechnet, bis dahin bildete es, wenngleich durch die Mosel getrennt, mit Wasserbillig eine Gemeinde. Die Pfarrei blieb bis 1871 gemeinschaftlich und wurde erst dann verselbstständigt.

Am 18. Juli 1946 wurde Oberbillig gemeinsam mit weiteren 80 Gemeinden der Landkreise Trier und Saarburg dem im Februar 1946 von der übrigen französischen Besatzungszone abgetrennten Saargebiet angegliedert, das zu der Zeit nicht mehr dem Alliierten Kontrollrat unterstand. Am 6. Juni 1947 wurde diese territoriale Ausgliederung bis auf 21 Gemeinden wieder zurückgenommen, damit kam Oberbillig an das 1946 neugebildete Land Rheinland-Pfalz.

Die Geschichte von Oberbillig reicht jedoch deutlich weiter in die Vergangenheit. Erstmals belegt wurde die Gemeinde als „Billich“ im Jahr 965 n. Chr. Der Ursprung gilt als keltisch, die Namensgebung hingegen deutet auf römisches Erbe. Entsprechende Fundstücke sind heute im so genannten Pieterhaus zu finden, welches steinzeitliche Belege, römische sowie geologische Funde aus diversen Ausgrabungen sowie weitere interessante Aspekte von Oberbilligs Geschichte präsentiert.

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Oberbillig, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 229
1835 330
1871 362
1905 578
1939 744
Jahr Einwohner
1950 701
1961 757
1970 711
1987 887
2005 917

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Ortsgemeinderat in Oberbillig besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Ortsgemeinderat:[3]

Wahl SPD CDU BL Gesamt
2014 3 6 3 12 Sitze
2009 3 6 3 12 Sitze
2004 3 6 3 12 Sitze
1999 4 5 3 12 Sitze
  • BL = Oberbilliger Bürgerliste e.V.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Weinanbau[Bearbeiten]

Sechs Weingüter bewirtschaften in Oberbillig überwiegend die Weißweinrebsorten. Zu Oberbillig gehören die Weinlagen Römerberg und Hirtengarten.

Oberbillig

Feste und Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Fischerfest des Angelsportvereins im Juni
  • St. Bartholomäus Weinkirmes am 4. Wochenende im August
  • DGM-Sternfahrt:[4] Die DGM-Sternfahrt ist eine Motorradrundfahrt in Oberbillig an der Mosel. Organisiert wird sie vom Verein DGM-Sternfahrt e.V. Gemeinsam mit zahlreichen Helfern veranstalten sie seit 2004 in einem zweijährlichen Turnus eine Motorradausfahrt, deren Erlös der DGM zugutekommt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Oberbilliger Mundart und Geschichte; Karl-Heinz Zimmer liest ein Gedicht von seinem Cousin Heinz Zimmer, Oberbillig: „En aalen Schëffmann“
  • Katholische Pfarrkirche St. Barbara (Saalbau, Rundbogenstil, 1864, Erweiterung 1891, Turm 1893)
  • Moselpromenade mit herrlichem Blick über die Mosel auf das andere Flussufer und in die Sauermündung
  • Fischereimuseum im Haus der Fischerei am Moselufer. Hier gibt es, wie nur noch in relativ wenigen Gaststätten an der Mosel, den schmackhaften Moselfisch, ein Gericht aus gebackenen Rotfedern oder ähnlichen Fischen, das man am besten mit einer „Porz“ Viez genießt.
  • Moselfähre „Sankta Maria“
  • Unglückskreuz zwischen Oberbillig und Temmels: 1900
  • Wegekreuz zwischen Oberbillig und Wasserliesch: Mitte des 19. Jahrhunderts
  • Hochwasserschutz (Deiche und Mauern mit mobilen Aufsätzen)
  • Pieterhaus mit Dorfmuseum
  • Waldlehrpfad
  • Kreuzweg zur Grillhütte und Rochuskapelle, Flurkapelle 1848; Stationenkreuzweg 1913

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Oberbillig

Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

  • Straße: Oberbillig ist an die B 419 angebunden.
  • Eisenbahn: Haltepunkt Oberbillig an der Bahnstrecke Trier–Perl.
  • Fähre: Die nördlichste direkte Verbindung am deutsch-luxemburgischen Moselabschnitt hält die der Ortsgemeinde Oberbillig gehörende, freifahrende Wagen- und Personenfähre „Sankta Maria“ zwischen den Orten Oberbillig und dem luxemburgischen Wasserbillig aufrecht. Sie ist seit dem 1. Mai 1966 in Betrieb.

Bildung[Bearbeiten]

  • Grundschule St. Marien in Wasserliesch
  • Kindergarten Kastanienvilla
  • VHS Wasserliesch-Oberbillig

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Oberbillig – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  4. DGM-Sternfahrt in Oberbillig