Weinbiet

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Weinbiet
Weinbiet von Mußbach aus, Panoramaturm (links, mit kleiner Antenne) fast gänzlich von Bäumen verdeckt (Aufnahme 2008)

Weinbiet von Mußbach aus, Panoramaturm (links, mit kleiner Antenne) fast gänzlich von Bäumen verdeckt (Aufnahme 2008)

Höhe 553 m ü. NN
Lage Rheinland-Pfalz (Deutschland)
Gebirge Pfälzerwald
Geographische Lage 49° 22′ 34″ N, 8° 7′ 15″ O49.3761111111118.1208333333333553Koordinaten: 49° 22′ 34″ N, 8° 7′ 15″ O
Weinbiet (Rheinland-Pfalz)
DEC
Weinbiet
Gestein Buntsandstein
Besonderheiten 2003 nächtlicher Temperaturrekord: 26,7° C

Das Weinbiet im Bundesland Rheinland-Pfalz ist einer der höchsten Berge am Ostrand des Pfälzerwaldes zur Oberrheinischen Tiefebene hin. Zwei markante Türme auf dem Gipfel machen den Berg von der 400 m tiefer gelegenen Ebene aus zu einem Wahrzeichen der Gegend, nach dem auch die Winzergenossenschaft Weinbiet von Mußbach (Sitz), Gimmeldingen und Haardt ihren Namen gewählt hat.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Das Weinbiet von Norden aus dem Flugzeug. Die Spitze des Sendemastes zeigt zufällig auf das Hambacher Schloss (klein im Hintergrund).

Mit seinen 553 m Höhe beschert das Weinbiet den östlich in seinem Lee gelegenen Ortschaften Haardt, Gimmeldingen, Mußbach und Königsbach, die seit 1969 sämtlich zur kreisfreien Stadt Neustadt an der Weinstraße gehören, ein regenarmes Klima, welches den Anbau von Qualitätsweinen begünstigt. Auf dem Weinbiet wurde zudem am 13. August 2003 mit 26,7° C die höchste in Deutschland je gemessene nächtliche Tiefsttemperatur verzeichnet, trivial ausgedrückt: die wärmste Nacht seit Beginn der Aufzeichnungen.

Hoch an der Nordflanke des Weinbiets liegt, gefasst im Loosenbrunnen, die stärkste Quelle des Mußbachs, der durch Gimmeldingen und Mußbach fließt und dann in den Rehbach mündet, den nördlichen Seitenarm des Speyerbachs.

[Bearbeiten] Klima

Der Jahresniederschlag beträgt 585 mm. Dies ist ein niedriger Wert, der im unteren Viertel der in Deutschland erfassten Werte liegt; nur an 18 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden noch niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der Januar, die meisten Niederschläge fallen im Mai, nämlich 1,7 mal mehr als im Januar. Trotzdem sind die Niederschläge recht gleichmäßig übers Jahr verteilt, an lediglich 12 % der Messstationen sind die jahreszeitlichen Schwankungen geringer.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Ausflugsziel

Das Weinbiet ist ein bekannter Aussichtspunkt, auf den Wanderpfade (beispielsweise: Roter Punkt) von Neustadt, Gimmeldingen, Haardt und Lindenberg aus führen. Auf seiner Kuppe befinden sich das 1927/28 durch den Pfälzerwald-Verein als Gaststätte erbaute Weinbiethaus sowie eine Wetterstation, ein gemauerter Panoramaturm von gedrungener Gestalt und ein Rundfunk-Sendemast.

[Bearbeiten] Aussichtsturm

Der Panoramaturm bekam schon im 19. Jahrhundert, lange vor dem Bau des Sendemastes, den Namen Weinbietturm. Er wurde 1874 errichtet und ist 21,5 m hoch. Neben seiner Funktion als Aussichtsturm dient er auch als Sendeturm, allerdings ist er wegen seiner geringen Höhe weniger leistungsfähig. Er gehört der Stadt Neustadt und ist täglich geöffnet.

[Bearbeiten] Rundfunk-Sendemast

Auf den Weinbiet steht der 136 Meter hohe Sender Weinbiet, der die Region mit UKW-Hörfunk und DVB-T versorgt.

[Bearbeiten] Heidenburg

Die Heidenburg, ein Ringwall aus dem 9. Jahrhundert, liegt rechts über dem Tal des Mußbachs in 316 m Höhe auf der Bergkuppe des Ostläufers des Weinbiets.[1]

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Weinbiet – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Walter Eitelmann: Rittersteine im Pfälzerwald, ISBN 3-00-003544-3
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