Werner Biskup

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Werner Biskup
Spielerinformationen
Geburtstag 26. April 1942
Geburtsort BottropDeutschland
Sterbedatum 22. Juni 2014
Sterbeort QuakenbrückDeutschland
Größe 178 cm
Position Abwehr
Vereine in der Jugend
0000–1962 VfB Bottrop
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1962–1965
1965–1968
1968–1972
1972–1975
Bayer 04 Leverkusen
Fortuna Düsseldorf
1. FC Köln
RFC Lüttich
96 0(7)
87 (11)
111 (10)
49 0(2)
Stationen als Trainer
1975–1976
1976–1980
1980–1981
1981–1983
1983–1985
1986
1986–1987
1987–1988
1993–1995
1997–2000
2000–2001

2005–2009
2009–2012
2012–2014
RFC Lüttich
Preußen Münster
VfL Osnabrück
Bayer 05 Uerdingen
Hannover 96
SV Arminia Hannover
KSV Hessen Kassel
Trabzonspor
VfL Osnabrück
VfL Köthen
BV Cloppenburg
SC Lüstringen
SC Sternbusch
1. FC Köln (Spielerscout)
SC Sternbusch
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Werner Paul Biskup (* 26. April 1942 in Bottrop; † 22. Juni 2014 in Quakenbrück) war ein deutscher Fußballspieler und -trainer.

Leben[Bearbeiten]

Karriere als Spieler[Bearbeiten]

Biskup begann seine Fußballkarriere als Abwehrspieler beim heimischen VfB Bottrop. Er wechselte zunächst in die damalige Oberliga West zu Bayer 04 Leverkusen und zur Saison 1965/66 zum Ligakonkurrenten Fortuna Düsseldorf, mit dem ihm bereits in seiner ersten Saison der Aufstieg in die Bundesliga gelang. Nach zwei weiteren Jahren für Düsseldorf, je eins in der Bundesliga und in der Regionalliga, wechselte er 1968 zum damaligen DFB-Pokalsieger 1. FC Köln.

Dort wurde er auf Anhieb Stammspieler. Mit dem 1. FC Köln erreichte er trotz einer außergewöhnlich schwachen Meisterschaftsrunde im Europapokal der Pokalsieger das Halbfinale gegen den FC Barcelona. In den beiden folgenden Spielzeiten bis 1971 verlor Biskup mit dem 1. FC Köln jeweils das DFB-Pokalfinale. In der Saison 1970/71 schied das Team im Messepokal erst im Halbfinale gegen Juventus Turin aus. Nach einem weiteren Bundesligajahr für den FC ging er 1972 zum FC Lüttich.

Karriere als Trainer[Bearbeiten]

Im belgischen Lüttich wechselte Biskup in die Trainerposition. 1976 kehrte er nach Deutschland zurück, zum damaligen Zweitligisten Preußen Münster. Mehrfach verpasste er mit der Mannschaft den Aufstieg in die Bundesliga nur knapp. 1980 wechselte er zum Konkurrenten der 2. Bundesliga Nord, dem VfL Osnabrück, der mit ihm den Sprung in die nun eingleisige 2. Bundesliga schaffte - sein vorheriger Club hingegen musste absteigen. Er wechselte noch einmal innerhalb der Liga zu Bayer Uerdingen (heute KFC Uerdingen).

Nach internen Schwierigkeiten schloss er sich Hannover 96 an. Den Verein rettete er 1984 zunächst vor dem Abstieg in die dritte Liga und führte ihn im Jahr darauf völlig überraschend zum Aufstieg in die 1. Bundesliga.

In der Zeit seines größten Erfolges ereilten ihn jedoch persönliche Rückschläge; seine Alkoholkrankheit veranlasste den Verein dazu, sich von ihrem erfolgreichen Trainer zu trennen. Auch seine nächsten Trainerstationen beim SV Arminia Hannover (vom 16. Januar 1986 bis zum 21. November 1986 in der Amateur-Oberliga Nord), bei Trabzonspor und KSV Hessen Kassel (die Hessen stiegen in der betreffenden Saison 1986/87 aus der 2. Bundesliga ab) standen unter dem Einfluss seiner Krankheit.

1992 absolvierte er eine Entzugstherapie, anschließend gelang ihm die Rückkehr als Trainer beim Fußballverband Mittelrhein. Er war nach eigenem Bekunden „trocken“ und hatte mit dem Alkohol angeblich „längst abgeschlossen“.[1] (Erst nach dem Jahr 2000 sollte es ihm jedoch tatsächlich gelingen, seine Sucht unter Kontrolle zu bekommen.)[2]

Nach dem Abstieg 1993 aus der 2. Bundesliga engagierte der VfL Osnabrück erneut Biskup als Trainer. Im ersten Jahr seiner Rückkehr verpasste er die Rückkehr ins Profigeschäft nur knapp. Doch bereits während der nächsten Saison holte ihn seine Krankheit wieder ein und Biskup wurde zu Beginn des Jahres 1995 entlassen.

Nach Jahren ohne Beschäftigung übernahm er den VfL Köthen, den er in die Landesliga führte. Im Jahr 2000 wechselte er in die Oberliga zum BV Cloppenburg und im Anschluss daran in die Kreisliga Osnabrück-Stadt zum SC Lüstringen, mit dem er in der Saison 2002/03 abstieg.

Biskup lebte zuletzt in Cloppenburg und war dort seit November 2005 Trainer beim SC Sternbusch, der in der Saison 2006/07 überraschend als Meister in die Kreisliga Cloppenburg aufstieg. In der Saison 2007/08 wurde der SC Sternbusch unter seiner Führung Vierter und zog in das Kreispokalfinale ein. Im März 2009 verließ er den SC Sternbusch und arbeitete als Spieler-Scout im Bereich Niedersachsen für den 1. FC Köln. Am 20. März 2012 wurde Biskup erneut als Trainer der 1. Herrenmannschaft des SC Sternbusch verpflichtet. Zu seinem ehemaligen Verein Hannover 96 hatte er noch gute Kontakte. Im März 2008 war er an Aufnahmen zum Hörbuch Gustav vor – noch ein Tor als Gastsprecher neben Robert Enke engagiert.[3]

Werner Biskup verstarb 2014 im Alter von 72 Jahren in einem Krankenhaus in Quakenbrück an den Folgen eines Hirnschlages.[4]

Zitate von Biskup[Bearbeiten]

„Wir nehmen einen Zirkel und ziehen einen Kreis von 50 Kilometern Durchmesser, mit Hannover als Mittelpunkt. Dort suchen wir talentierte Jugendliche und Amateure. Das ist besser als irgend jemand vom Bodensee zu holen!“ – Biskup vor der Saison 1985/86 zu Hannovers damaligem Präsidenten Horst-Fredo Henze.[5]

„Die 18-Jährigen – das ist meine Welt!“[5]

Werdegang als Spieler[Bearbeiten]

Statistik[Bearbeiten]

  • 1. Bundesliga
    29 Spiele, 1 Tor für Fortuna Düsseldorf
    111 Spiele, 10 Tore für den 1. FC Köln
  • Regionalliga West
    58 Spiele, 10 Tore für Fortuna Düsseldorf
    66 Spiele, 4 Tore für Bayer 04 Leverkusen
  • DFB-Pokal
    17 Spiele, 2 Tore für den 1. FC Köln

Erfolge[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Interview in: Kicker vom 26. April 2012
  2. Hardy Grüne: Vor 25 Jahren: Werner Biskup in Hannover entlassen. Sportal.de, 19. November 2010
  3. Trainerlegenden: Werner Biskup (* 26. April 1942 in Bottrop). Porträt auf der Website Hannover 96
  4. Harald Pistorius: VfL Osnabrück: Trainer-Legende gestorben – Fußballfans trauern um Werner Biskup. In: Neue Osnabrücker Zeitung vom 24. Juni 2014, abgerufen am 24. Juni 2014
  5. a b Zitiert nach: Hans Eiberle: Schuss und Tor. Fußball-Jahrbuch 1985/86. Suedwest Verlag, München, 1986, ISBN 3-517-00893-1, S. 170