Juventus Turin

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Dieser Artikel behandelt den italienischen Fußballverein Juventus Turin, für weitere Bedeutungen von Juventus siehe Juventus (Begriffsklärung).
Juventus Turin
Vereinsemblem von Juventus Turin
Voller Name Juventus Football Club S.p.A.
Ort Turin
Gegründet 1. November 1897
Vereinsfarben weiß-schwarz
Stadion Juventus Stadium
Plätze 41.000
Präsident ItalienItalien Andrea Agnelli
Trainer ItalienItalien Massimiliano Allegri
Homepage www.juventus.com
Liga Serie A
2013/14 1. Platz
Heim
Auswärts

Juventus Turin (offiziell Juventus Football Club S.p.A., oder kurz „Juve“) ist ein italienischer Fußballverein aus der piemontesischen Hauptstadt Turin.

Der Klub gilt als einer der traditionsreichsten und erfolgreichsten Fußballvereine der Welt und ist mit offiziell 30 gewonnenen Scudetti Rekordmeister Italiens. Der Begriff Juventus kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Jugend. Der Name spielt auch auf die seit jeher sehr erfolgreiche Jugendarbeit des Vereines an.

Seine Heimspiele trägt Juventus seit der Saison 2011/12 in dem neu erbauten Juventus Stadium aus.

Allgemeines[Bearbeiten]

Juventus Turin gehört zu den erfolgreichsten Fußballvereinen der Welt; die offiziell 30 italienischen Meistertitel (von 32 Titelgewinnen wurden zwei aberkannt) sind nationaler Rekord. Außerdem war Juve der erste Fußballverein, dem es mit dem Sieg im Europapokal der Landesmeister 1985 gelang, im Laufe seiner Vereinsgeschichte alle drei Europapokale – UEFA-Pokal, Europapokal der Pokalsieger sowie den Europapokal der Landesmeister – für sich zu entscheiden. Dies gelang seither nur noch Ajax Amsterdam, dem FC Bayern München sowie dem FC Chelsea.

Erzrivalen von Juventus sind traditionell Inter und der AC Mailand sowie der Stadtrivale FC Turin. Die Spiele zwischen Inter und Juve heißen traditionell Derby d'Italia. Eine weitere Rivalität, insbesondere unter den Anhängern der jeweiligen Vereine, besteht seit den 1960er Jahren zur ACF Florenz, seit sich Juventus zumindest unter fragwürdigen Umständen im Kampf um die Meisterschaft gegen die Fiorentina durchsetzte. Verstärkt wurde diese Rivalität durch den Wechsel von Roberto Baggio von Florenz nach Turin im Jahr 1990.

Juventus wird seit Juli 2014 von Massimiliano Allegri trainiert. Präsident des Vereins ist Andrea Agnelli. Der Agnelli-Clan ist Mehrheitseigentümer und unterhält seit 1923 enge Verbindungen zu dem Verein. Sowohl Giovanni Agnelli als auch Umberto Agnelli waren zeit ihres Lebens eng mit dem Fußballklub verbunden und standen dem Verein bis zum Tod als Ehrenpräsidenten vor. Finanziell hängt Juventus jedoch nicht von der Familie oder von Fiat ab.

Gemäß den jährlich von Deloitte & Touche LLP. veröffentlichten Kalkulationen ist der Verein nach Real Madrid und Manchester United der drittreichste Fußballklub der Welt. Im Steuerjahr 2004/05 belief sich das geschätzte Vermögen auf 229,4 Millionen Euro (Real Madrid: 275,7).

Regelmäßigen Umfragen zufolge sind über 20 % der Italiener Juventus-Fans. In Turin selbst hingegen galt der FC Turin lange Zeit als populärere Mannschaft. In den letzten Jahren ist allerdings eine Kehrtwende zu beobachten, sodass Juventus heute populärer sein dürfte – Schätzungen gehen von einer 60:40-Mehrheit aus. Dies ist vermutlich auf die seit den 1960er Jahren anhaltende Zuwanderungswelle süditalienischer Immigranten nach Turin zurückzuführen. Auch leidet die Popularität des FC Turin an den anhaltenden sportlichen Misserfolgen. In Mailand hingegen, der Spielstätte des Erzrivalen Inter, genießt Juve ein unerwartet hohes Ansehen. International, so ergab eine Erhebung des Statistikinstitutes Nielsen im Juni 2012, seien über 200 Millionen Menschen Anhänger des Turiner Vereins. Damit hat Juve in der weltweiten Beliebtheitsskala Manchester United überholt und kratzt nun an der Führungsposition von Benfica Lissabon.

Seit der Saison 2004/05 hat der Verein ein neues Wappen. Die Umgestaltung umfasste eine Vereinfachung sowie die Schaffung plastischer Tiefe. Ausrüster ist Nike, Hauptsponsor mit dem am höchsten dotierten Vertrag in ganz Italien ist der Fiat-Konzern mit seiner Marke Jeep. Stadionkommentator des Vereins war auch schon des Öfteren Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone SDB.[1]

Von den Fußballfans wird der Verein auch oft als „vecchia signora“ („Alte Dame“) bezeichnet. Gesicherte Informationen zur Herkunft dieses Übernamens gibt es nicht.

Geschichte[Bearbeiten]

Mannschaft 1898
Mannschaft 1903

Anfänge (1897–1923)[Bearbeiten]

Die Geschichte des Vereins ist untrennbar mit der Geschichte des Agnelli-Clans verbunden. Gegründet wurde der Verein 1897 von 13 Studenten des Turiner Massimo-d’Azeglio-Gymnasiums, als Augusta Tourinorum. Die Gründer des Vereins waren namentlich die Brüder Enrico und Eugenio Canfari, Gioacchino und Alfredo Armano, Francesco Daprà, Domenico Donna, Carlo Ferrero, Luigi Forlano, Luigi Gibezzi, Umberto Malvano, Enrico Piero Molinatti, Umberto Savoia, Vittorio Varetti. Eugenio Canfari fungierte als erster Präsident. Zunächst spielte man in rosafarbenen Trikots. Bald folgte jedoch die Umbenennung in Juventus („Jugend“).

Aufgrund eines Zufalls werden seit 1903 die bis heute charakteristischen weiß-schwarzen Dresse verwendet. Ein englischer Emigrant wollte in jenem Jahr der Mannschaft eine neue Ausrüstung schenken und gab diese in Nottingham in Auftrag. Dort kam es zu einer Verwechslung: Bestellt waren rosa-schwarz gestreifte Trikots, der Textilhersteller vor Ort war jedoch offenbar der Meinung, es sollten Trikots für den regional ansässigen Fußballklub Notts County hergestellt werden und produzierte in weiß-schwarz. In Turin war man über die Lieferung alles andere als begeistert, mangels Alternativen sah man sich jedoch schon bald dazu gezwungen, die neuen Trikots zu verwenden.

Seit 1900 spielt Juventus in der Italienischen Meisterschaft, die 1905 mit einem unerwarteten Erfolg über den seinerzeit größten Rivalen CFC Genua erstmals gewonnen wurde. Danach wurde es zunächst ruhig um den Verein - Erster Weltkrieg und sportliche Misserfolge.

Beginn des Engagements mit Edoardo Agnelli (1923–1970)[Bearbeiten]

Die Wende kam im Jahre 1923, als am 24. Juli Edoardo Agnelli, Vater des berühmten Giovanni Agnelli, eine Partnerschaft mit dem Verein einging und als Sponsor fungierte. Noch im selben Jahr wechselte Virginio Rosetta für damals 50.000 Italienische Lire von der US Pro Vercelli zu Juventus Turin – der erste dokumentierte professionelle Spielertransfer. Dies stellte zugleich den Beginn des (italienischen) Profifußballs dar. Die Mannschaft wurde schon bald weiter verstärkt und feierte 1926 den zweiten Meistertitel. Schnell avancierte Juventus zum Seriensieger. Zwischen 1931 und 1935 folgten fünf Titel in Folge, diese Zeit ging als Quinquennio d'Oro in die Klubgeschichte ein. 1933 spielte Juventus erstmals im Stadio Comunale, das sie noch bis 1990 benutzen sollte.

Schwere Rückschläge folgten jedoch bald. 1935 kam Edoardo Agnelli bei einem Flugzeugabsturz ums Leben und der Zweite Weltkrieg zog wenige Jahre später seine Verwüstungsspuren durch Europa. Sportlich war der Lokalrivale AC Turin die dominierende Mannschaft der Stadt jener Zeit. 1947 übernahm Giovanni Agnelli die Präsidentschaft im Verein. Seine Arbeit wird weniger mit den zwei folgenden Meistertiteln, als vielmehr mit der Verpflichtung von Giampiero Boniperti (459 Spiele, 179 Tore; heute Ehrenpräsident von Juventus) in Verbindung gebracht.

Giovanni Agnelli zog sich schon bald als kommissarischer Klubpräsident zurück und überließ seinem Bruder Umberto den Posten. Unter dessen Führung folgte der zehnte Titel und damit der erste Meisterstern im Wappen.

Am 1. Oktober 1958 musste der Verein eine der höchsten Niederlagen in der ersten Runde des Europapokals der Landesmeister hinnehmen. Gegen den österreichischen Verein Wiener Sport-Club schied Juventus als Favorit trotz eines 3:1-Heimsieges mit einer 0:7-Auswärtsniederlage aus.

In der Saison 1960/61 kam es zu einer umstrittenen Meisterschaft: Am 16. April 1961 fand im Stadio Communale ein Derby d'Italia gegen Inter statt, das die Meisterschaft entscheiden sollte. Nach einem Pfostenschuss der Mailänder kam es unter den Zuschauern des überfüllten Stadions zu Unruhen, die den Schiedsrichter dazu veranlassten, das Spiel abzubrechen. Der Sieg wurde Inter zugesprochen und die Mailänder übernahmen die Tabellenführung. Nach einem Einspruch von Juventus entschied der Verband jedoch am 3. Juni 1961, einen Spieltag vor Ende der Meisterschaft, ein Wiederholungsspiel anzusetzen. Besondere Brisanz hatte die Entscheidung deshalb, da Umberto Agnelli nicht nur Präsident von Juventus, sondern damals auch des Italienischen Fußballverbandes war. Die Vereinsführung von Inter war über die Vorgänge so wütend, dass sie beschloss, die Jugendmannschaft bei dem Spiel antreten zu lassen. Juventus gewann mit 9:1 und damit auch den Titel. Omar Sívori, im selben Jahr zu Europas Fußballer des Jahres gekürt, erzielte in diesem Spiel sechs Treffer.[2]

Die Ära Boniperti (1971–1990)[Bearbeiten]

Saison Platz Tore Punkte
1970/71 4 50:26 35:25
1971/72 1 48:24 43:17
1972/73 1 45:22 45:15
1973/74 2 50:25 41:19
1974/75 1 49:19 43:17
1975/76 2 46:26 43:17
1976/77 1 (UP) 50:20 51:09
1977/78 1 46:17 44:16
1978/79 3 (P) 40:23 37:23
1779/80 2 42:25 38:22
1980/81 1 46:15 44:16
1981/82 1 48:14 46:14
1982/83 2 (P) 49:26 39:21
1983/84 1 (PP) 57:29 43:17
1984/85 5 (PL) 48:33 36:24
1985/86 1 43:17 45:15
1986/87 2 42:27 39:21
1987/88 6 35:30 31:29
1988/89* 4 51:36 43:25
1989/90 4 (P, UP) 56:36 44:24
Grün unterlegt: Gewinn der italienischen Meisterschaft
* Aufstockung der Serie A von 16 auf 18 Vereine

1971 stieg Giampiero Boniperti als bislang aktiver Spieler des Klubs sofort zum Präsidenten auf. In die Präsidentschaft Bonipertis fielen dann auch die ersten internationalen Erfolge: UEFA-Pokal (1977), Pokal der Pokalsieger (1984) und Pokal der Landesmeister (1985). Damit stieg Juventus Turin endgültig in die Riege der europäischen Großvereine auf. Boniperti verpflichtete eine ganze Reihe erfolgreicher Trainer und Spieler, darunter etwa Trainer Giovanni Trapattoni sowie einige der bedeutendsten Spieler der damaligen Zeit: Michel Platini, Dino Zoff, Paolo Rossi, Roberto Bettega, Gaetano Scirea und Fabio Capello. Letzterer kehrte 2004 als Trainer zu Juventus zurück.

Im Jahr des großen Erfolges 1985 kam es im Endspiel allerdings zu einer Tragödie.

Die Tragödie von Heysel[Bearbeiten]

Im Endspiel um den Pokal der Landesmeister erwartete Juventus am 29. Mai 1985 als Gegner den englischen Meister FC Liverpool. Im Heysel-Stadion in Brüssel sahen sich italienische und englische Fans bereits vor Spielbeginn mit gegenseitigen Provokationen konfrontiert. Eine größere Anzahl englischer Hooligans stürmte schließlich etwa eine Stunde vor Spielbeginn den „Sektor Z“ des Heysel-Stadions, in dem eigentlich neutrale Fans hätten sitzen sollen, tatsächlich aber hauptsächlich italienische Fans waren. Diese verließen daraufhin in Panik fluchtartig den Block, wobei einige Personen zu Tode getrampelt wurden, andere an den Zäunen und Mauern zerquetscht wurden. Dabei stürzte auch ein Teil der Mauern des baufälligen Stadions ein und begrub weitere Fans unter sich. Insgesamt starben an jenem Tag 39 Menschen, über 400 wurden verletzt. Die Katastrophe, die durch die englischen Fans ausgelöst wurde, veranlasste die UEFA zu drakonischen Strafen. So durften englische Vereine fünf, der FC Liverpool sogar sieben Jahre lang nicht an internationalen Wettbewerben teilnehmen. Das Spiel selbst wurde dann, um weitere Ausschreitungen zu vermeiden, dennoch angepfiffen und durch einen umstrittenen Elfmeter von Michel Platini zugunsten von Juventus entschieden.

siehe auch: Heysel-Stadion, Katastrophe von Heysel

Im April 2005 trafen die beiden Vereine erstmals seit 1985 wieder aufeinander. Am Rande des Rückspiels des Champions-League-Viertelfinales in Turin kam es rund um das Stadion zu schweren Ausschreitungen durch italienische Hooligans, die Rache für Heysel geschworen hatten.

Entwicklungen 1990–2006[Bearbeiten]

Saison Platz Tore Punkte Zuschauerschnitt
1990/91 7 45:32 37:31 44.272
1991/92 2 45:22 48:20 49.083
1992/93 4 (UP) 59:47 39:29 40.551
1993/94 2 58:25 47:21 40.083
1994/95* 1 (P) 59:32 73 46.977
1995/96 2 (CL) 58:35 65 35.067
1996/97 1 51:24 65 34.719
1997/98 1 67:28 74 42.116
1998/99 6 42:36 54 47.338
1999/00 2 46:20 71 43.941
2000/01 2 61:27 73 37.453
2001/02 1 64:23 71 40.228
2002/03 1 64:29 72 39.771
2003/04 3 67:42 69 34.610
2004/05** 1*** 67:27 86 28.157
2005/06 1*** 71:24 91 30.004
Grün unterlegt: Gewinn der italienischen Meisterschaft
Rot unterlegt: Zwangsabstieg in die Serie B
* Umstellung von der 2- auf die 3-Punkte-Regel
** Aufstockung der Serie A von 18 auf 20 Vereine
*** Aberkennung der Titel infolge des Manipulationsskandals

1990 erfolgte der Wechsel in das ungeliebte Stadio delle Alpi und weitere große internationale Erfolge. Kurz vor dem Umzug zog sich Boniperti als Präsident zurück, er ist seitdem Ehrenpräsident des Klubs.

Von dem extra für die Fußball-Weltmeisterschaft 1990 errichteten Stadion war man in Turin, auch beim Lokalrivalen Torino Calcio, allerdings wenig begeistert. Architektonische Mängel sind der Hauptgrund dafür, dass das Stadion von den Fans nie akzeptiert wurde. Das Spielfeld ist aus den hinteren Reihen an manchen Stellen kaum einsehbar und bis zu 162 Meter entfernt. Offiziell hatte es eine Kapazität von über 70.000 Sitzplätzen, aufgrund von Restriktionen der Verbände UEFA und FIFA war die tatsächliche Auslastung jedoch bei etwa 60.000 Zuschauern erreicht. Im Übrigen war es als Multifunktionsstadion gebaut worden, nutzbar auch für Leichtathletik-Veranstaltungen. Tatsächlich wurde es bis zum heutigen Tag nur ein einziges Mal, im Jahr 1993, auch so genutzt.

Bereits Mitte der 90er Jahre verschärften sich die Spannungen zwischen dem Verein und der Stadtverwaltung wegen der Konzession für das Stadion. 1995 beschloss die Vereinsführung, nachdem man sich bezüglich der Mietkosten nicht hatte einigen können, die anstehenden Heimspiele im Halbfinale und später im Finale des UEFA-Pokals ins Mailänder Giuseppe-Meazza-Stadion zu verlegen, wo beide Spiele mit jeweils 85.000 Zuschauern restlos ausverkauft waren. Dieser Vorgang ging als Eklat in die italienischen Fußballgeschichte ein.

Sportlich waren die 1990er Jahre die erfolgreichste Zeit in der Vereinsgeschichte. Alle großen Titel wurden gewonnen, darunter auch der zweite Sieg in dem nun in die Champions League umgewandelten höchsten europäischen Vereinswettbewerb, mit einem 6:4 im Elfmeterschießen gegen Ajax Amsterdam, UEFA-Pokal (unter anderem im erwähnten San-Siro Stadion in Mailand) gegen Borussia Dortmund (3:1 und 3:0), gegen das Juve am 28. Mai 1997 in München im Champions-League-Finale mit 1:3 unterlag.

Nach der EM 1996 in England wechselte der damals noch relativ unbekannte Zinédine Zidane zu Juve. Der offensive Mittelfeldspieler avancierte in den Jahren bei Juventus zu einem Spieler von Weltformat und erhielt 1998 und 2000 die Auszeichnung Weltfußballer des Jahres. Für die in der Geschichte des Fußballs zu diesem Zeitpunkt höchste Transfersumme von 71,6 Millionen Euro wechselte Zidane schließlich 2001 zu Real Madrid.

Ein weiteres bemerkenswertes Spiel fand Anfang 1999 statt. Als Ende 1998 der umstrittene Kurdenführer Abdullah Öcalan in Rom verhaftet wurde, kam dem Champions-League-Spiel zwischen Juventus Turin und Galatasaray Istanbul in der Türkei eine besondere politische Brisanz zu. Trotz der Proteste beider Vereine beharrte UEFA-Präsident Lennart Johansson auf die Einhaltung von Ort und Zeit der Austragung. Nie zuvor war eine Mannschaft und ein Spiel derart von Polizeikräften gesichert worden. Das Spiel selbst war unspektakulär, jedoch erzeugte das Drumherum ein gewaltiges Medieninteresse. Über eine Milliarde Zuschauer aus 24 Ländern verfolgten den Rummel um das Spiel aufgrund der prekären politischen Situation. Doch innerhalb des von 22.500 Polizisten bewachten Stadions und am Rande des Spiels gab es weder Ausschreitungen noch Krawalle.

Ende 2001 ging Juventus Turin als dritter italienischer Verein an die Börse. Nach den beiden römischen Vereinen AS und Lazio bot auch Juventus Anteile zum freien Handel an der Mailänder Börse. Etwa 35 Prozent des Gesellschaftskapitals werden seitdem gehandelt. Überraschenderweise kaufte der libysche Staatschef Muammar al-Gaddafi noch im selben Jahr Aktien im Wert von 22,9 Millionen Euro (5,31 Prozent). Mehrheitseigentümer ist nach wie vor die Familie Agnelli, deren Finanz-Holding IFIL weiterhin über 50 % der Anteile hält. Infolge der Beziehungen der Familie Gaddafi zu dem Verein trainierte kurzzeitig sogar Gaddafis Sohn, Al-Saadi Gaddafi, bei Juventus. Die Aktien wurden zu einem Ausgabepreis von 3,70 Euro in Mailand gehandelt, verloren seitdem jedoch kontinuierlich an Wert.

Nach dem Börsengang konnte eine Einigung im langjährigen Streit mit der Stadtverwaltung erzielt werden. Mit dem gewonnenen Kapital wurde das Stadion für 25 Millionen Euro von der Stadt Turin aufgekauft und ging in den Besitz des Vereins über. Anstelle des alten Alpenstadions wird Juventus, nach mehrmaligen Terminverschiebungen, ab Juni 2006 ein neues, reines Fußballstadion nach englischem Vorbild für maximal 42.000 Zuschauer errichten. Erklärtes Ziel ist es, den Stadionbesuch zu einem Event zu machen.

Im Jahr 2004 beschäftigten die Medien eine Dopingaffäre rund um die Mannschaft von Juventus. Der Vereinsarzt Riccardo Agricola stand neben Geschäftsführer Antonio Giraudo wegen mutmaßlichem systematischen Dopings vor Gericht. Auslöser waren Dopingvorwürfe von Zdeněk Zeman, der den Spielern von Juventus, insbesondere Del Piero, 1998 „unnatürliche Muskelzuwächse“ unterstellt hatte. Verhandelt wurde der Vorwurf systematischem Blutdopings durch Verabreichen von EPO an zahlreiche Spieler zwischen 1994 und 1998. Die Vorwürfe richteten sich vor allem gegen die ehemaligen Mittelfeldspieler Antonio Conte und Alessio Tacchinardi.

Das Gericht verurteilte im November 2004 schließlich den Mannschaftsarzt Riccardo Agricola in erster Instanz zu einer Haftstrafe von einem Jahr und zehn Monaten, während der Geschäftsführer Antonio Giraudo von den Vorwürfen freigesprochen wurde. In zweiter Instanz wurde Agricola vom Vorwurf des Blutdopings freigesprochen. Der Freispruch Giraudos wurde bestätigt.[3]

Manipulationsskandal 2005/2006[Bearbeiten]

Saison Platz Tore Punkte Zuschauerschnitt
2006/07 1 83:30 85
2007/08 3 72:37 72 20.872
2008/09 2 69:37 74 21.077
2009/10 7 55:56 55 23.187
2010/11 7 57:47 58 22.958
Orange unterlegt: Gewinn der Serie B & Aufstieg in die Serie A

Im Frühjahr 2006 wurden Abhörprotokolle bekannt, nach denen sich unter anderem der damalige Manager des Vereins, Luciano Moggi, mit verschiedenen Funktionären des Italienischen Fußballverbandes unterhalten hatte. Für die Staatsanwaltschaft lag damit auf der Hand, dass Moggi die Saison 2004/05 manipuliert und Juve damit die Meisterschaft gleichsam erkauft hatte. Nachdem die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen hatte, trat im Mai 2006 der gesamte Vorstand des Vereins um Moggi und Antonio Giraudo, der am 14. Dezember 2009 in dieser Sache zu drei Jahren Haft verurteilt wurde,[4] sowie der Präsident des Italienischen Fußballverbands, Franco Carraro, zurück. Ungeachtet der Ermittlungen gewann Juventus am darauf folgenden Wochenende sein Spiel gegen Reggina Calcio und somit eigentlich seinen 28. Scudetto.

Am 14. Juli 2006 erfolgte jedoch der erste Urteilsspruch des Italienischen Fußballverbandes, wonach der Verein die Meistertitel der Spielzeiten 2004/05 und 2005/06 verlor. Die genaue Bezeichnung des Vergehens lautete "strukturierter Sportbetrug". Außerdem wurde Juve dazu verurteilt, die Saison 2006/07 in der Serie B zu spielen und mit 30 Minuspunkten zu starten. Die Vereinsführung legte sofort Berufung ein und der Berufungsausschuss reduzierte später die ursprüngliche Strafe, indem man die vorgesehenen Strafpunkte für die kommende Saison von 30 auf 17 herabsetzte. Das Urteil wurde allgemein mit großem Unmut aufgenommen, da man im Gegensatz zu den anderen verwickelten Großklubs AC Mailand, ACF Florenz und Lazio Rom, die nur mit Punktabzug belegt wurden, absteigen musste. Die Vereinsführung um den neuen Präsidenten Giovanni Cobolli Gigli hatte sich zum Ziel gesetzt, solange zu kämpfen, bis der Zwangsabstieg revidiert wird. Man wollte deshalb vor dem Verwaltungsgericht Tribunale Amministrativo del Lazio (TAR) weiter gegen das Urteil vorgehen. Dies hätte bedeutet, dass man die Ebene der Sportgerichtsbarkeit verlassen hätte und vor ein Zivilgericht gezogen wäre. Daraufhin schaltete sich FIFA-Präsident Sepp Blatter ein und drohte dem Italienischen Fußballverband für diesen Fall drakonische Strafen an, bis hin zu einem Startverbot für italienische Vereine im Europapokal.

Die Vereinsführung wollte sich erst nicht einschüchtern lassen, entschied am 31. August 2006 jedoch, unter den Bedingungen des Collegio Arbitrale der Coni, dem Nationalen Olympischen Komitee Italiens (Comitato Olimpico Nazionale Italiano), noch einmal angehört zu werden, keine Berufung einzulegen und das Urteil der Sportsgerichtsbarkeit zu akzeptieren.

Am 11. Oktober 2006 fand dann die letzte Anhörung statt, am 27. Oktober 2006 erfolgte der Urteilsspruch, wonach Juve noch einmal acht Minuspunkte erlassen wurden.

Infolge des Zwangsabstieges verließen zahlreiche Leistungsträger wie Fabio Cannavaro, Gianluca Zambrotta, Lilian Thuram, Zlatan Ibrahimović oder Patrick Vieira den Verein. Trotzdem gelang es der Vereinsführung, Spieler wie die Weltmeister Gianluigi Buffon, Alessandro Del Piero und Mauro Camoranesi sowie den französischen Stürmerstar David Trezeguet und den Tschechen Pavel Nedvěd dazu zu bewegen, beim Verein zu bleiben. Der neue Trainer Didier Deschamps stellte mit einer Mischung aus erfahrenen Stars und jungen Spielern eine Mannschaft zusammen, die nach einem Unentschieden im Auftaktspiel in Rimini mit acht Siegen in Folge in die Saison startete und als größter Favorit für den Aufstieg in die Serie A galt. Dieser Rolle wurde der italienische Rekordmeister gerecht und er gewann das erste Mal in der Vereinsgeschichte auch die Serie-B-Meisterschaft. Trotzdem entschieden sich Vorstand und Trainer Deschamps für ein Ende ihrer Zusammenarbeit. Zur Saison 2007/08 übernahm Claudio Ranieri den Trainerposten.

Im neuen Stadion (2011 bis heute)[Bearbeiten]

Saison Platz Tore Punkte Zuschauerschnitt
2011/12 1 68:20 84 37.570
2012/13 1 71:24 87 38.646
2013/14 1 80:23 102 37.300
Grün unterlegt: Gewinn der italienischen Meisterschaft

Im November 2008 gab Juventus bekannt, im März 2009 mit dem Bau eines neuen Stadions, dem Juventus Stadium, beginnen zu wollen. Im Sommer 2011 wurde der Bau des 41.000 Plätze fassenden Stadions beendet. Die Kosten sollen 105 Millionen Euro betragen haben. Juventus ist der erste italienische Verein, der ein eigenes Stadion besitzt.[5] Das erste Pflichtspiel fand vor ausverkauften Rängen statt. Auch die restlichen Heimspiele der Saison 2011/12 waren allesamt ausverkauft.

Nachdem zu Beginn der Spielzeit 2011/12 mit Antonio Conte ein neuer Trainer verpflichtet worden war, fand Juventus endgültig in die Erfolgsspur zurück und spielte zudem offensiven und ansehnlichen Fußball. Unter Conte absolvierte man die Saison ohne Niederlage und wurde souverän Meister mit 20 Punkten Vorsprung auf den Drittplatzierten Udinese Calcio. Außerdem qualifizierte man sich erstmals seit der Saison 2008/09 wieder für die Gruppenphase der Champions League. Auch in der Coppa Italia feierte man Erfolge, erst im Pokalfinale unterlag man dem SSC Neapel mit 0:2. Zu Saisonende verließ Vereinslegende Alessandro Del Piero den Klub, da sein Vertrag nicht verlängert wurde.

Zu Beginn der Saison 2012/13 siegte man in Peking gegen die SSC Neapel im Supercup mit 4:2 n.V. und holte den zweiten Titel des Jahres. Am 5. Mai 2013 gewann Juventus mit einem 1:0-Sieg gegen den US Palermo die insgesamt 29. italienische Meisterschaft. Fans und Spieler feierten allerdings mit der Zahl 31, da Anhänger und Verein noch immer die beiden durch den Manipulationsskandal verlorenen Titel mitzählen.[6]

Erfolge[Bearbeiten]

National[Bearbeiten]

Italienische Meisterschaft (30)[Bearbeiten]

Der Scudetto, das Zeichen des italienischen Meisters

Der Verein gewann offiziell 30 Mal den italienischen Meistertitel, den Scudetto. Mit dieser Anzahl ist Juventus nationaler Rekordmeister und darf als einziger italienischer Verein drei Meistersterne auf dem Trikot tragen.

Hinweis: Die Kernformation der jeweiligen Meistermannschaft findet sich auf einer eigenen Unterseite.

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Scudetto.svg 1905 1959/60 1983/84
1925/26 1960/61 1985/86
1930/31 1966/67 1994/95
1931/32 1971/72 1996/97
1932/33 1972/73 1997/98
1933/34 1974/75 2001/02
1934/35 1976/77 2002/03
1949/50 1977/78 2011/12
1951/52 1980/81 2012/13
1957/58 1981/82 2013/14

Die Meistertitel von 2004/05 und 2005/06 wurden Juventus nachträglich aberkannt.

Italienische Serie-B-Meisterschaft (1)[Bearbeiten]

Nach dem Zwangsabstieg 2006 musste Juventus in der Saison 2006/07 in der Serie B, der zweithöchsten Liga Italiens, antreten. Es gelang der sofortige Wiederaufstieg als Serie-B-Meister.

Coppa Ali della Vittoria.png 2006/07

Coppa Italia (9)[Bearbeiten]

Das Trikotzeichen des italienischen Pokalsiegers

Juventus gewann neun Mal die Coppa Italia, den italienischen Pokalwettbewerb. Auch dies ist auf nationaler Ebene Rekord, allerdings muss Juve ihn seit dem 24. Mai 2008 mit der AS Rom teilen. Die letzten drei Endspiele, die Juventus erreichte, gingen verloren: 2002 gegen den AC Parma, 2004 gegen Lazio Rom und 2012 gegen den SSC Neapel. Der letzte Pokalsieg datiert aus dem Jahr 1995 gegen den AC Parma.

Coccarda Coppa Italia.svg 1937/38
1941/42
1958/59
1959/60
1964/65
1978/79
1982/83
1989/90
1994/95

Italienischer Supercup (6)[Bearbeiten]

Außerdem gehen sechs Siege im italienischen Supercup, der Supercoppa Italiana, auf das Konto der Turiner.

Supercoppaitaliana.png 1995
1997
2002
2003
2012
2013

International[Bearbeiten]

International stellten sich die Erfolge erst in den späteren 1970er Jahren ein. Verantwortlich dafür ist die erfolgreiche Führung von Giampiero Boniperti (siehe Geschichte). Juventus Turin ist die Erste von nur vier Mannschaften, denen es gelang, alle drei Europapokal-Turniere zu gewinnen (später gelang dies auch Ajax Amsterdam, dem FC Bayern München und dem FC Chelsea).

In den letzten Jahren spielte Juventus mehr oder minder durchgehend in der UEFA Champions League, in der allerdings drei der letzten vier Finalspiele verloren gingen. Im letzten Finale, in der Champions League 2002/03 unterlag die Mannschaft im rein italienischen Duell dem AC Mailand im Elfmeterschießen.

Europapokal der Landesmeister / UEFA Champions League (2)[Bearbeiten]

Coppacampioni.png 1984/85
1995/96

Europapokal der Pokalsieger (1)[Bearbeiten]

Coppacoppe.png 1983/84

UEFA-Pokal (3)[Bearbeiten]

UEFA Cup (adjusted).png 1976/77
1989/90
1992/93

UEFA Super Cup (2)[Bearbeiten]

UEFA - Super Cup.png 1984
1996

UEFA Intertoto Cup (1)[Bearbeiten]

Coppa Intertoto.svg 1999

Weltpokal (2)[Bearbeiten]

Copa Intercontinental.svg 1985
1996

Weitere Titel[Bearbeiten]

Coppa delle Alpi (1)
1963
Mundialito Clubs (1)
1983
Trofeo TIM (1)
2009
Trofeo Luigi Berlusconi (9)
1991, 1995, 1998, 1999, 2000, 2001, 2003, 2004, 2010, 2012

Jugendarbeit[Bearbeiten]

Wie schon im Namen Juventus (lat. Jugend) angekündigt, hat der Verein von jeher eine bedeutende Jugendabteilung. Ähnlich wie Ajax Amsterdam unterhält Juventus in ganz Europa Fußballschulen, insbesondere auch zwei Ausbildungscamps in Italien. In Würzburg betreibt der Verein eine Tochtergesellschaft Juventus Soccer Schools International Germany.[7] Die Jugendabteilungen von Juventus (Primavera, italienisch für „Frühling“) gelten seit je als Sprungbrett für den internationalen Fußball. Der Verein fördert dabei vor allem junge italienische Spieler, ohne jedoch deren schulische Karriere und Ausbildung zu vernachlässigen. Ausländischen Spielern stellt der Verein Sprachlehrer bereit. Die Fortsetzung der Schulausbildung ist Voraussetzung für eine Aufnahme in eine Fußballschule von Juventus. Bezeichnend für den Erfolg der Jugendarbeit ist auch das Nationalteam der EM Italiens von 2004, in welchem insgesamt acht aktuelle oder ehemalige Spieler von Juventus in den Kader berufen worden waren. Genauso viele waren es bereits bei den Weltmeisterschaften in Argentinien (1978) und Spanien (1982).

Erfolge[Bearbeiten]

Personen[Bearbeiten]

Kader der Saison 2014/15[Bearbeiten]

Nr. Nat. Name Geburtstag Im Verein seit Vertrag bis
Tor
01 ItalienItalien Gianluigi Buffon (C)Kapitän der Mannschaft 28.01.1978 2001 2015
30 ItalienItalien Marco Storari 07.01.1977 2010 2015
34 BrasilienBrasilien ItalienItalien Rubinho 04.08.1982 2012 2015
Abwehr
03 ItalienItalien Giorgio Chiellini 14.08.1984 2004 2015
04 UruguayUruguay Martín Cáceres 07.04.1987 2012 2016
05 ItalienItalien NigeriaNigeria Angelo Ogbonna 23.05.1988 2013 2018
15 ItalienItalien Andrea Barzagli 08.05.1981 2011 2015
16 ItalienItalien Marco Motta 14.05.1986 2010 2015
19 ItalienItalien Leonardo Bonucci 01.05.1987 2010 2017
26 SchweizSchweiz Stephan Lichtsteiner 16.01.1984 2011 2015
33 FrankreichFrankreich SenegalSenegal Patrice Evra 15.05.1981 2014 2016
Mittelfeld
02 BrasilienBrasilien ItalienItalien Rômulo 22.05.1987 2014 2015
06 FrankreichFrankreich GuineaGuinea Paul Pogba 15.03.1993 2012 2016
07 ItalienItalien Simone Pepe 30.08.1983 2010 2015
08 ItalienItalien Claudio Marchisio 19.01.1986 1993 2016
20 ItalienItalien Simone Padoin 18.03.1984 2012 2016
21 ItalienItalien Andrea Pirlo 19.05.1979 2011 2016
22 GhanaGhana Kwadwo Asamoah 09.12.1988 2012 2018
23 ChileChile Arturo Vidal 22.05.1987 2011 2017
37 ArgentinienArgentinien Roberto Pereyra 07.01.1991 2014 2015
38 ItalienItalien Federico Mattiello 14.07.1995 2009
39 ItalienItalien Luca Marrone 28.03.1990 1998 2019
Angriff
09 SpanienSpanien Álvaro Morata 23.10.1992 2014 2019
10 ArgentinienArgentinien Carlos Tévez 05.02.1984 2013 2016
11 FrankreichFrankreich GuineaGuinea Kingsley Coman 13.06.1996 2014 2019
12 ItalienItalien Sebastian Giovinco 16.01.1987 2002 2015
14 SpanienSpanien Fernando Llorente 26.02.1985 2013 2017
Stand: 21. September 2014 [8]


Ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Top 10 nach Einsätzen und Toren[Bearbeiten]

Rekordspieler und -torschütze Alessandro Del Piero

(Stand: Saisonende 2013/14, fett gedruckte Spieler sind noch im Verein aktiv)

Einsätze
1 ItalienerItaliener Alessandro Del Piero 705
2 ItalienerItaliener Gaetano Scirea 552
3 ItalienerItaliener Giuseppe Furino 528
4 ItalienerItaliener Gianluigi Buffon 488
5 ItalienerItaliener Roberto Bettega 481
6 ItalienerItaliener Dino Zoff 476
7 ItalienerItaliener Giampiero Boniperti 459
8 ItalienerItaliener Sandro Salvadore 450
9 ItalienerItaliener Franco Causio 447
10 ItalienerItaliener Antonio Cabrini 433
Tore
1 ItalienerItaliener Alessandro Del Piero 289
2 ItalienerItaliener Giampiero Boniperti 179
3 ItalienerItaliener Roberto Bettega 178
4 FranzoseFranzose ArgentinierArgentinier David Trezeguet 171
5 ArgentinierArgentinier ItalienerItaliener Omar Sívori 167
6 ItalienerItaliener Felice Borel 158
7 ItalienerItaliener Pietro Anastasi 130
8 DäneDäne John Hansen 124
9 ItalienerItaliener Roberto Baggio 115
10 ItalienerItaliener Federico Munerati 114

Trainer und Präsidenten[Bearbeiten]

Trainer
1923–1926 UngarnUngarn Jenő Károly
1927–1929 Ungarn 1918Ungarn József Viola
1929–1930 SchottlandSchottland William Aitken
1930–1935 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Carlo Carcano
1935 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Carlo Bigatto und Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Benedetto Gola
1935–1939 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Virginio Rosetta
1939–1940 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Umberto Caligaris
1940–1941 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Federico Munerati
1941–1942 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Giovanni Ferrari
1942 ArgentinienArgentinien Luis Monti
1942–1943 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Felice Borel
1943–1945 kein Spielbetrieb
1945–1946 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Felice Borel
1946–1948 ItalienItalien Renato Cesarini
1948–1949 SchottlandSchottland William Chalmers
1949–1951 EnglandEngland Jesse Carver
1951 ItalienItalien Luigi Bertolini
1951–1953 Ungarn 1949Ungarn György Sárosi
1953–1955 ItalienItalien Aldo Olivieri
1955–1957 ItalienItalien Sandro Puppo
1957–1959 SerbienSerbien Ljubiša Broćić
1959 ItalienItalien Teobaldo Depetrini
1959–1961 ItalienItalien Renato Cesarini
1961 ItalienItalien Carlo Parola
1961 SchwedenSchweden Gunnar Gren und TschechoslowakeiTschechoslowakei Július Korostelev
1961–1962 ItalienItalien Carlo Parola
1962–1964 Brasilien 1960Brasilien Paulo Amaral
1964 ItalienItalien Eraldo Monzeglio
1964–1969 Paraguay 1954Paraguay Heriberto Herrera
1969–1970 ArgentinienArgentinien Luis Carniglia
1970 ItalienItalien Ercole Rabitti
1970–1971 ItalienItalien Armando Picchi
1971–1974 TschechoslowakeiTschechoslowakei Čestmír Vycpálek
1974–1976 ItalienItalien Carlo Parola
1976–1986 ItalienItalien Giovanni Trapattoni
1986–1988 ItalienItalien Rino Marchesi
1988–1990 ItalienItalien Dino Zoff
1990–1991 ItalienItalien Luigi Maifredi
1991–1994 ItalienItalien Giovanni Trapattoni
1994–1999 ItalienItalien Marcello Lippi
1999–2001 ItalienItalien Carlo Ancelotti
2001–2004 ItalienItalien Marcello Lippi
2004–2006 ItalienItalien Fabio Capello
2006–2007 FrankreichFrankreich Didier Deschamps
2007 ItalienItalien Giancarlo Corradini
2007–2009 ItalienItalien Claudio Ranieri
2009–2010 ItalienItalien Ciro Ferrara
2010 ItalienItalien Alberto Zaccheroni
2010–2011 ItalienItalien Luigi Delneri
2011–2014 ItalienItalien Antonio Conte
2014– ItalienItalien Massimiliano Allegri
Präsidenten[9]
1897–1898 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Eugenio Canfari
1898–1901 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Enrico Canfari
1901–1902 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Carlo Favale
1903–1904 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Giacomo Parvopassu
1905–1906 SchweizerSchweizer Alfredo Dick
1907–1910 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Carlo Vittorio Varetti
1911–1912 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Attilio Ubertalli
1913–1915 SchweizSchweiz Heinrich Josef Hess
1915–1918 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Gioacchino Armano; Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Fernando Nizza;
Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Sandro Zambelli
1918–1920 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Corrado Corradini
1920–1923 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Gino Olivetti
1923–1935 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Edoardo Agnelli
1935–1936 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Enrico Craveri – Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Giovanni Mazzonis
1936–1941 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Emilio de la Forest de Divonne
1941–1947 ItalienItalien Piero Dusio
1947–1954 ItalienItalien Giovanni Agnelli
1954–1955 ItalienItalien Enrico Craveri – ItalienItalien Nino Cravetto -
ItalienItalien Marcello Giustiniani
1955–1962 ItalienItalien Umberto Agnelli
1962–1971 ItalienItalien Vittore Catella
1971–1990 ItalienItalien Giampiero Boniperti
1990–2003 ItalienItalien Vittorio Caissotti di Chiusano
2003–2006 ItalienItalien Franzo Grande Stevens
2006–2009 ItalienItalien Giovanni Cobolli Gigli
2009–2010 FrankreichFrankreich Jean-Claude Blanc
2010– ItalienItalien Andrea Agnelli

Stadien[Bearbeiten]

Heimstätten von Juventus
1897–1904 Campo di Piazza d'armi
1904–1906 Velodromo Umberto I
1909–1922 Stadio di Corso Sebastopoli
1922–1934 Stadio di Corso Marsiglia
1934–1990 Stadio Comunale
1990–2006 Stadio delle Alpi
2006–2011 Stadio Olimpico
seit 2011 Juventus Stadium

Rivalitäten[Bearbeiten]

FC Turin[Bearbeiten]

Hauptartikel: Derby della Mole

Die Spiele zwischen Juve und dem Stadtrivalen FC Turin bilden das Derby della Mole. Vor und nach dem Zweiten Weltkrieg war das Derby von großer Bedeutung, da beide Mannschaften regelmäßig um den Titel der Serie A mitspielten. In den letzten 20 Jahren ging der Stellenwert zurück, da der FC Turin weniger erfolgreich spielte und immer wieder in die Serie B abstieg.

Inter Mailand[Bearbeiten]

Hauptartikel: Derby d’Italia

Das Derby d'Italia zwischen Juventus und Inter Mailand kam in den 1960er Jahren richtig auf, als beide Teams auf hohem Niveau erfolgreich waren. Zusammen mit dem AC Mailand spielte man darüber hinaus über Jahre um den Meistertitel.

Fantum[Bearbeiten]

Einen Anhänger des Fußballclubs nennt man gobbo, italienisch für ‚Buckliger‘. Die Namensgebung beruht auf der Tatsache, dass die Fußballtrikots von Juventus Turin in den 1950er Jahren einen Buckel auf dem Rücken der Spieler formten, sobald diese zu rennen anfingen.

Eine Ultra-Fangruppe nennt sich Drughi.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Juventus Turin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Zeit: Vertrauter Ratzingers und Fußballfan, 15. April 2005 (deutsch)
  2. FIFA: Internazionale vs Juventus - "Derby d'Italia" teilt das ganze Land (deutsch)
  3. Sentenza n. 21234 Corte di Cassazione, pp. 40-42, 30. März 2007 (italienisch)
  4. Corriere della Sera: Calciopoli: Giraudo condannato a 3 anni, 14. Dezember 2009 (italienisch)
  5. Kicker: Juve zieht um ins eigene Heim, 20. November 2008 (deutsch)
  6. Juventus clinch Serie A title after disputed penalty against Palermo, Artikel des Guardian vom 5. Mai 2013
  7. Juventus Soccer Schools International GermanyVorlage:Webarchiv/Wartung/Nummerierte_Parameter
  8. Giocatori aus juventus.com, abgerufen am 21. September 2014
  9. Juventus Turin: Andrea Agnelli: the 25th chairman of Juventus, 19. Mai 2010 (englisch)