Wilde Maus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wilde Maus
Speedy im Centro-Park, Maus mit drehenden Wagen
hölzerne Wilde Maus in Blackpool Pleasure Beach

Die Wilde Maus ist eine mittelgroße Achterbahn ohne Inversionen. Meist haben die Anlagen eine kompakte rechteckige Grundfläche. Typisch sind die sogenannten Mauskurven – relativ enge Kurven ohne Überhöhung und Übergangsbogen. Beim Durchfahren dieser Kurven soll der Eindruck entstehen, dass der Wagen aus der Kurve getragen wird oder man über die Kurve hinausfährt. Dieser Effekt wird dadurch verstärkt, dass der Wagen breiter ist als die Schiene und man sie als Mitfahrer in der Kurvenfahrt nicht mehr sieht. Als weitere Fahrelemente kommen kurze Abfahrten und kleine Hügel, sogenannte Bunnyhops, vor.

Bei Achterbahnen vom Typ Wilde Maus werden stets Einzelfahrzeuge eingesetzt, die mit maximal vier Personen besetzt werden können. Bei modernen Anlagen sind eingliedrige Wagen mit vier Plätzen in zwei Reihen üblich. Ältere Bahnen haben häufig Wagen für zwei Personen, bei denen die Mitfahrer hintereinander sitzen. Bei einigen Wilden Mäusen gibt es auch Wagen, bei denen sich der mit den Sitzen bestückte Oberwagen gegenüber dem Unterwagen um die Hochachse dreht (sogenannte Spinning Coaster).

Die Bahnen benutzen ein Blocksystem mit mehreren durch Blockbremsen abgetrennten Streckenabschnitten. Dadurch können immer mehrere Wagen gleichzeitig fahren.

Es gibt sowohl Holz- als auch Stahlausführungen der Wilden Maus. Es sind sowohl stationäre Anlagen in Freizeitparks als auch transportable Anlagen für Volksfeste verbreitet. Teilweise sind die Bahnen doppelt mit spiegelbildlicher Streckenführung ausgelegt. Je nach Bedarf können dann beide oder nur eine einzelne Achterbahn aufgebaut werden.

Auffällig ist, dass viele Bahnen dieses Typs auch den Namen Wilde Maus bzw. die Entsprechung in der jeweiligen Landessprache tragen.

E-Motion Coaster[Bearbeiten]

Eine Weiterentwicklung der Wilden Maus ist der von seinem Hersteller (Mack Rides) so genannte e-Motion Coaster. Die Oberwagen sind auf dem Unterwagen bei dieser Bauart nicht nur auf der Hochachse drehbar befestigt, sie lassen sich auch bezüglich der Längs- und Querachse kippen. Verwendet werden Wagen mit sechs Sitzplätzen (drei Reihen zu zwei Sitzen). Ein Beispiel für einen e-Motion Coaster ist Tulireki im finnischen Linnanmäki.

Hersteller von Achterbahnen des Typs Wilde Maus[Bearbeiten]

Beispiele von Achterbahnen des Typs Wilde Maus[Bearbeiten]

  • Matterhorn Blitz im Europapark, Stahlachterbahn mit besonderer Thematisierung und Vertikalaufzug
  • Speedy Bob im Bobbejaanland, Stahl-Doppelanlage als Parkversion (eine der beiden Bahnen wurde Ende 2008 abgebaut)
  • Wilde Maus von Schausteller Münch, Stahl-Doppelanlage als transportable Version
  • Wilde Maus XXL, von Schausteller Eberhard (Hamburg), umgebaute Mack-Anlage mit zwei zusätzlichen großen Abfahrten
  • Wild Mouse in Blackpool Pleasure Beach (England), Holzachterbahn
  • Crazy Mouse auf dem Brighton Pier (England), Drehende Wagen
  • Ghost Chasers (bis 2004: Tom & Jerry's Mouse in the House 2005–2007: Mad Manor) im Movie Park Germany
  • Crazy-Mine im Hansa-Park, Sierksdorf
  • Wilde Maus (Standardanlage) und Dizzy Mouse (drehende Wagen) im Wiener Prater
  • Cheetah Chase im Busch Gardens Tampa Bay (Africa-Theming), Tampa (Florida, USA)
  • Hollys wilde Autofahrt im Holiday Park von Haßloch

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wilde Maus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien